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Stiller
 
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Stiller (Taschenbuch)

von Max Frisch (Autor)
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 448 Seiten
  • Verlag: Suhrkamp; Auflage: 42 (1. Juli 2009)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 351836605X
  • ISBN-13: 978-3518366059
  • Größe und/oder Gewicht: 17,7 x 11,1 x 2,7 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (33 Kundenrezensionen)
  • Amazon.de Verkaufsrang: Nr. 7.136 in Bücher (Die Bestseller Bücher)

Produktbeschreibungen

Pressestimmen

'Stiller, die Hauptperson, vergißt man nicht wieder, er ist keine Romanfigur, sondern ein Individuum, ein in jedem Zug erlebter und überzeugender Charakter.' (Hermann Hesse)


Kurzbeschreibung

Bei der Einreise in die Schweiz wird Mr. White festgenommen, weil er für die Grenzpolizei mit dem verschwundenen Bildhauer Anatol Ludwig Stiller identisch ist. Frühere Freunde, sein Bruder, seine Frau Julika und der Staatsanwalt bestätigen in Aussagen und gemeinsamen Erinnerungen diesen Verdacht. Die Aufzeichnungen des Mr. White in der Untersuchungshaft aber wehren sich gegen diese Festlegung mit der Behauptung: »Ich bin nicht Stiller!« In immer neuen Erzählungen will er dieser Fixierung entgehen, weil ihm diese Identität fragwürdig geworden ist und weil er sich die Freiheit der Wahl, ein anderer zu sein, erhalten will. - »Das Ich wird eine Behauptung der Welt, der man eine Gegenbehauptung, ein Nicht-Ich entgegenstellt. Anders gesagt: an Stelle des Ichs tritt ein fingiertes Ich, und das Ich wird ein Objekt. Romantechnisch gesehen: das Ich wird ein Kriminalfall. Einfacher ausgedrückt: Frisch hat sich durch diese Form, die gleichzeitig Handlung, gleichzeitig Problematik ist, in einen anderen verwandelt, der nun erzählt, nicht von Stiller zuerst, sondern von sich, von White eben, für den Stiller der andere ist, für den er sich nun zu interessieren beginnt und dem er nachforscht, weil man doch ständig behauptet, er sei mit ihm identisch. Gerade durch diese Romanform wird so Selbstdarstellung möglich, gesetzt -, der Leser mache auch mit, spiele mit. Ohne Mitmachen ist der Stiller weder zu lesen noch zu begreifen.« Friedrich Dürrenmatt

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32 von 34 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Sprachlich hochklassiges Rollenspiel , 4. September 2006
Von A. Wolf (Wiesbaden) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REVIEWER)    (REAL NAME)   
Kennen Sie das Gefühl, wenn Sie sich, während Sie die ersten Sätze eines Romans gelesen haben, einfach sagen: Das muss ich lesen? Oftmals entpuppt sich so etwas bedauerlicherweise als Mogelpackung, aber hier sei einmal ein Beispiel im positiven Sinne genannt, die ersten Sätze aus Max Frischs "Stiller":

"Ich bin nicht Stiller! - Tag für Tag seit meiner Einlieferung in dieses Gefängnis, das noch zu beschreiben sein wird, sage ich es, schwöre ich es und fordere Whisky, ansonst ich jede weitere Aussage verweigere. Denn ohne Whisky, ich hab's ja erfahren, bin ich nicht ich selbst, sondern neige dazu, allen möglichen guten Einflüssen zu erliegen und eine Rolle zu spielen, die ihnen so passen möchte, aber nichts mit mir zu tun hat..."

Wohl kaum ein Roman verrät so schnell das eigene ihm zugrunde liegende poetologische Konzept - ein Rollensiel, ein Verwirrspiel um das eigene Ich. Ist der Erzählinstanz zu trauen? Wer ist sie tatsächlich? Das wird sich auf den folgenden Seiten entblättern.
Im Kern geht es um die Selbstfindung des Bildhauers Stiller, der vergeblich versucht, ein anderer sein.

Frisch ist ein Vorreiter der literarischen Verarbeitung vom Konzept des modernen Menschen gewesen. Der an nichts glaubende Techniker Walter Faber erlag der Unberechenbarkeit dieser Welt; ähnlich verhandelt auch Frisch in "Stiller" die Identität des Menschen. In besonderer Weise kommt hier die für Frischs Schaffen typische "Bildnisproblematik" zum tragen. Denn der Mensch dürfe sich, so Frisch, kein Bild von anderen Menschen oder von sich selbst machen. Ein Bildnis führt zu einer Rollenhaftigkeit - sei sie selbst gewählt oder von außen übergestülp, entsprechend handelt ein Großteil des Schaffens von Max Frisch eben von der Befreiung von Rollen und Bildnissen.

"Stiller" ist große Prosa in schlichter, bisweilen üppiger Eleganz.
Das einzig Bedauernswerte an "Stiller" ist, dass man ihn en masse auf Mittel- und Oberstufenklassen loslässt. Wer sich da gequält fühlt, hat meine vollste Sympathie - wer interessiert sich schließlich zwischen 16 und 19 Jahren für grundlegende philosophische Fragen, die man sich erst in einem solchen Text erschließen muss bzw. soll. Allen anderen sei dieser Roman drigend empfohlen! - Ein Lesegenuss auf hohem Niveau!
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10 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Tiefsinnig und äußerst kreativ, 15. August 2006
Von Fabian Osbahr (Kiel) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Frisch beschreitet völlig neue Wege, indem er dem Leser aufbürdet, die Aufzeichnungen eines Insassen zu lesen, der sich permanent weigert anzuerkennen, Anatol Stiller zu sein, gleichwohl seine 6 Jahre verschwundene Frau und andere ihn eindeutig identifizieren. Es wird ein Rückblick auf Stillers Leben geworfen, bei dem viele Situationen des Versagens, Zweifelns und persönlichen Misslingens stattgefunden haben, so dass sich für den Leser die Frage stellt, warum dieser Stiller wohl seine eigene Identität verleugnet. Nur an einer einzige Stelle merkt auch der Leser eindeutig, dass es sich wirklich um den eben Genannten handelt. Im Vordergrund des Werkes steht die ständige Menschheitsfrage nach dem wahren Ich, der Indentifikation mit dem, was man im Leben tut und getan hat, und inwiefern man mit seiner Rolle abschließen will, sofern vieles daneben lief. Ein origineller, vielschichtiger, niveauvoller Roman von Weltrang!
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15 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Geschichtenreicher Roman um Schuld und Identität, 3. September 2004
Von Seidler Till "toseidler" (regensburg) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REVIEWER)    (REAL NAME)   
Vorneweg: Der "Stiller" liest sich nicht von selbst. Obwohl viele einzelne Episoden unglaublich gut herausgearbeitet sind verlangt das Werk in der Gesamtheit dem Leser einiges ab. Warum auch nicht? Der eine erklimmt Berge über 300 Meter, der andere begnügt sich mit einfachen Wanderungen. Mit Büchern ist es nicht anders. Der Stiller ist an manchen Stellen unübersichtlich, der Leser befürchtet, den Faden verloren zu haben, aber der Autor führt ihn behutsam zurück auf den Weg. Ich habe die Lektüre dieses umfangreichen Buches genossen und bewundere dieses Werk. Es ist ein Meilenstein der Weltliteratur, grossartig geschrieben, aber nie mit aufgelegter Sprachgewandtheit. Es ist ein Stück Kritik an der Schweizer Spiessigkeit, ein wenig Liebeserklärung an das Amerika der 50er Jahre, jeder Leser wird wahrscheinlich andere Beschreibungen wichtig finden. Das Buch soll nicht in jedem Regal stehen, es sollte - von entsprechend veranlagten Lesren freilich - gelesen werden. Hilfestellungen für die Lösung der Frage "Wer bin ich?" wird man allerdings vergeblich suchen.
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5.0 von 5 Sternen Eine mitreißende Geschichte, wie nur Frisch hätte sie schreiben können
Ich muss gestehen, dass ich insgesamt drei Anläufe brauchte, um das Buch fertigzulesen. Warum drei? Nun ja, ich persönlich empfand die ersten Kapitel als sehr langatmig und... Lesen Sie weiter...
Vor 29 Tagen von 1992.g. veröffentlicht

5.0 von 5 Sternen Komisch
Eine Story die man lesen muss, für den Schulgebrauch find ich dieses Buch sehr sinnvoll.
Vor 7 Monaten von Janine Gärtner veröffentlicht

3.0 von 5 Sternen Wechselbad für den Leser
Es ist sicherlich nicht populär, ein Werk, das allgemein als Klassiker, ja sogar als Teil der Weltliteratur gilt, mit gerade mal 3 Sternen zu bewerten. Lesen Sie weiter...
Vor 13 Monaten von Nice2829 veröffentlicht

3.0 von 5 Sternen Selbstgerechter nachkriegsbürgerlicher Duktus....
Ein guter Plott mit bemerkens-werter Konstruktion, ein Autor von großer sprachlicher Könnerschaft, aber für mich dennoch nicht bis zum Ende lesbar. Lesen Sie weiter...
Vor 15 Monaten von Kankin Gawain veröffentlicht

4.0 von 5 Sternen Das eigene ich verweigern...
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Vor 18 Monaten von CF veröffentlicht

5.0 von 5 Sternen Literaturgeschichte in 448 Seiten
Ich habe schon einige Bücher gelesen, unter anderem Bücher, die ganze Epochen und Generationen prägten, wie "Der Fänger im Roggen", aber ich glaube, ein Buch, wie "Stiller" gibt... Lesen Sie weiter...
Vor 19 Monaten von Tove Kolbeck veröffentlicht

4.0 von 5 Sternen Ich nun wieder
Ein Roman wie dieser paßt nicht in eine Zeit, in der jeder ins Internet drängt, um sein Innerstes nach Außen zu kehren. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 6. Juli 2007 von Polar

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Veröffentlicht am 2. Juni 2007 von Armin Koenig

4.0 von 5 Sternen Wer ist Stiller?
"Ich bin nicht Stiller!" So beginnt der berühmte Roman "Stiller" von Max Frisch aus dem Jahr 1954. Ein Mr. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 27. April 2007 von zueribueb

5.0 von 5 Sternen Dieses Buch ist einfach toll!
Ja, was schreiben, was noch nicht gesagt wurde...also ein spannendes Buch mit vielen kleinen Geschichten, die sich ineinander so verketten, dass die Geschichte von Stiller von... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 8. August 2005 von xheidi

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