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Bei uns in Auschwitz
 
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Bei uns in Auschwitz (Gebundene Ausgabe)

von Tadeusz Borowski (Autor), Friedrich Griese (Autor)
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 421 Seiten
  • Verlag: Schöffling & Co.; Auflage: 3 (Januar 2007)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3895613290
  • ISBN-13: 978-3895613296
  • Größe und/oder Gewicht: 21 x 13,8 x 3,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
  • Amazon.de Verkaufsrang: Nr. 310.109 in Bücher (Die Bestseller Bücher)

Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Die Erzählungen des polnischen Auschwitzüberlebenden Tadeusz Borowski gehören zu den beklemmendsten Zeugnissen des 20. Jahrhunderts. Scheinbar moralisch indifferent beschreibt Borowski die Greuel der nationalsozialistischen Vernichtungslager und verzichtet dabei auf eine klare Trennung zwischen Opfer und Täter. Aus der Perspektive des Kapos, der Mithäftlinge beaufsichtigt und dafür Privilegien erhält, schildert er mit zynischem Realismus den Wettlauf der Häftlinge ums Überleben. Mit einer Genauigkeit, die dem Leser nichts schenken will, berichtet er von der Mutter, die bei der Selektion ihr Kind verleugnet und der Arroganz der alteingesessenen Häftlinge gegenüber den Neuankömmlingen im Lager. Imre Kertész bewundert die "klaren, selbstquälerisch gnadenlosen Erzählungen" Borowskis, die in der europäischen Lagerliteratur einzigartig sind.


Über den Autor

Tadeusz Borowski, geboren 1922 in Schitomir (Ukraine), studierte Polonistik an der Untergrund-Universität in Warschau. 1943 wurde er verhaftet und nach Auschwitz deportiert, danach in andere Lager, zuletzt nach Dachau. Nach der Befreiung der Konzentrationslager hielt er sich in München auf, wo 1945 ein Gedichtband erschien. 1946 arbeitete er als Redakteur in Warschau, 1949/50 als Korrespondent in Berlin. 1951 nahm sich Tadeusz Borowski in Warschau das Leben.

Friedrich Griese lebt in Michelstadt. Er übersetzt aus dem Englischen, Französischen und Polnischen u.a. Stanisław Lem, Lech Wałesa, Norman Davies und Daniel J. Goldhagen.



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35 von 37 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Zu hart, weil zu ehrlich?, 22. Dezember 2006
Von Carau, Gérard "Paraple" (Lothringen) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Ich bin erst jetzt, 2006, auf die Erzählungen von Borowski gestoßen. Mein Fehler, sicherlich, denn es gab ja Ausgaben. Dennoch: Wenn man diese erschütternden, sprachlos machenden literarisierten "Vernichtungs-Erlebnisse" liest, mit einem Abstand von 60 Jahren, muss man annehmen, dass eine frühzeitigere Verbreitung dieser Texte unbequem, unangenehm war: Weil der Autor damals schon zu "klarsichtig" war, menschliche Wahrheiten angesprochen hat - deutlich "selbstquälerisch", wie es Imre Kertes nennt - , die nicht so einfach in das ideologische Schema "hier die peinigenden Nazis, dort die gepeinigten Opfer" passen. Borowskis Erzählungen beschönigen nichts, sie zeigen die Verrohung des Menschen, ohne den "Verroher" oder den "Verrohten" zu schonen. Eine höchst wertvolle Lektüre.
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Auschwitz - Poetische und trotzdem grauenhafte Erzählung ! , 22. Januar 2008
Von Stefan Schwetje (Braunschweig) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Das Werk von Tadeusz Borowski ist nicht in eine "Schublade" einzuordnen ! Nach vielen Büchern von Auschwitz - Inhaftierten kann ich mit recht sagen das "Bei uns in Auschwitz" ein Buch ist, dass das Grauen wahrhaftig auf eine beispielhaft Poetische Weise erzählt. Man erlebt das niedergeschriebene in vollem Umfang mit, ja - man hat das Gefühl das man direkt als Zeitzeuge vor Ort steht ! Und trotz der Poesie wird hier nichts verschönert, im gegenteil ! Tadeusz Borowski schont den Leser nicht, er fügt seine derzeitigen Gedanken hinzu, die so oft zum Ausdruck bringen, was der Leser selber in diesem Moment fühlt !
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11 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen "Man hat uns nicht gelehrt, die Hoffnung aufzugeben. Deshalb sterben wir im Gas", 22. Mai 2007
Entsetzliche, poetische Erzählungen vom Schrecken der Alltäglichkeit und dem alltäglichen Schrecken des Lagerlebens und des Vergasens im KZ. Mit einem ähnlich humorvollen Blick geschrieben wie der Roman eines Schicksallosen von Kertesz. Jedes Lachen bleibt dem Leser tief im Halse stecken, die absurde Grausamkeit der Konzentrationslager, die Bösartigkeit und Härte der Deutschen im Dritten Reich wird uns hier unerbittlich vor Augen geführt. "Ich fürchte, wir werden dies alles nie wieder los" schreibt der polnische Autor, der als Politischer in Ausschwitz das Privileg genoss, nicht als Rauch und Asche über dem Wald davon zu schweben. Er wurde es auch wirklich nicht wieder los und beging sechs Jahre nach Kriegsende Selbstmord. Mit Gas.

Wer sich bisher nicht tief geschämt hat für seine Vorfahren, tut es nach diesem Buch mit Sicherheit. Es sollte in der deutschen Schule Pflichtlektüre sein, so dass wir und unsere Nachkommen diese Schuld nie vergessen.
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