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Süßer Vogel Jugend oder Der Abend wirft längere Schatten
 
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Süßer Vogel Jugend oder Der Abend wirft längere Schatten (Gebundene Ausgabe)

von Hellmuth Karasek (Autor)
3.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (8 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 320 Seiten
  • Verlag: Hoffmann und Campe; Auflage: 4 auflage (Oktober 2006)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3455400167
  • ISBN-13: 978-3455400168
  • Größe und/oder Gewicht: 21,4 x 14,2 x 2,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (8 Kundenrezensionen)
  • Amazon.de Verkaufsrang: Nr. 109.410 in Bücher (Die Bestseller Bücher)

Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

»Alt werden lohnte sich nur, wenn man dabei jung bliebe.«

Hellmuth Karasek legt sich mit dem Alter an.

Karasek macht den Versuch, dem Alter die Altersmilde zu nehmen, und zeigt in autobiografischen und generationsbiografischen Geschichten, dass das Leben komisch ist, gerade dann, wenn das Lachen bestenfalls sardonisch sein kann. Er erzählt von der Liebe und der Erinnerung daran, von der Wohltat und dem Schrecken des Vergessens und von der Zukunft. Komisch, poetisch, bewegend.

Wer alt wird, hat Glück - schon allein weil er erlebt und erkennt, welches Unglück das Alter ist: Ein Fluch, den man zum Segen erklären muss; nichts anderes bleibt einem übrig. Wie will man auch unabwendbarem Verfall und unaufhaltsamer Zerstörung anders begegnen als mit Trotz? Oder ist der glücklicher, dem das Alter erspart bleibt? Und was ist mit den Jungen, denen eine stetig wachsende Zahl von Alten im Weg steht? Hellmuth Karasek, der »publizistische Turbokarpfen im Teich der grauen Hechte« (Gerhard Stadelmaier), sieht das Leben als Fallbeispiel - jedenfalls solange man noch aufstehen kann. »Weil Spottlust nicht denkbar ist ohne Unerschrockenheit, sind auch die gängigen Tabus der Zivilisationskultur dem Karasek keinen Pfifferling wert ... Ein bonmotgesegneter Satiriker.« (Ruprecht Skasa-Weiß, Stuttgarter Zeitung)



Klappentext

»Karasek ist ein geborener Erzähler, mit der Fähigkeit gerüstet, sich selbst auf die Schippe zu nehmen.«
Hamburger Abendblatt

»Der bonmotgesegnete Satiriker«
Stuttgarter Zeitung

» Karasek lädt mit pointierten Selbstbeobachtungen zum Wiedererkennen ein.«
FAZ -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Taschenbuch .


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Von Alexa Rostoska "Sunflower" (Hispaniola) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REVIEWER)   
Ein munterer Stil und auch oft zum Schmunzeln, wenn die Beschreibungen origínär und originell von ihm selbst kommen , dem alternden Hypochonder oder dem hypochondrischen Alten, den er gern und durchaus mit Genuß spielt. Altbekannte Witze erzählen...na,ja... da ist er immer hart daran vorbei, die Pointe zu verhageln! Vielleicht geht es ja nur mir so, weil ich als Berlinerin bei der Pointe schon angekommen bin, wenn er sie noch generiert. ... und genau so verdaddert guckt er auch auf dem hinteren Autoren-Foto im Klappentext. Nichts für ungut! Im Literarischen Quartett war er immer etwas (zu )ruhig hinter oder neben Reich-Ranicki in Erscheinung getreten. Daß er auch anders kann, zeigt er in diesem ansonsten ganz vergnüglichen Buch. Warum nicht schon damals etwas forscher?
Ganz durchhalten wird man es wohl nicht, das ganze Buch von vorn bis hinten zu lesen...aber ausschnittsweise reicht ja auch.
Ob Herr Karasek doch mal darüber nachdenkt, sanfte Fitness zu betreiben, damit er sich wieder die Schuhe zubinden kann und nicht auf Klettverschlüsse auswéichen muß... kann ich mir leisten zu sagen, denn soviel jünger als er bin ich nämlich gar nicht.Auf jeden Fall schöne Grüße an dieser Stelle aus Übersee!
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52 von 56 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Kein Mensch weiß wann und wie er aufschlägt, 7. Februar 2007
Von Carl-heinrich Bock "Literatur- und Kinofan" (Bad Nenndorf) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 50 REVIEWER)    (REAL NAME)   
Literatur über "Alte" gibt es in der Literatur immer schon, doch auf Grund unterschiedlichster Debatten, steht das frühere Tabuthema heute im Focus. Im Sommer 2006 gab es sehr viele Bücher über das "Älter" werden. Ich denke dabei an so unterschiedliche Bücher wie Martin Walsers "Angstblüte", Philip Roth geniales Buch "Jedermann" oder an das in hohem Maße luzide Buch "Älter werden" von Silvia Bovenschen.

Hellmuth Karasek, einer der umtriebigsten deutschen Journalisten und Schriftsteller fühlt mit seinem aktuellen Essay Buch "Süßer Vogel Jugend" dem Alter auf den Zahn. Die Rolle des "Alt werden" akzeptieren wir nicht mehr. Die Medizin hilft auf grausame Weise, dass wir endlos Alt" werden können. Der Autor versucht dem Alter die Altersmilde zu nehmen, vergleicht das Alter mit der ersten Phase der Liebesbeziehungen, wo nämlich Menschen plötzlich zueinander sagen, ich kann ohne dich nicht mehr leben. Das Alter bringt einen, wie den Liebenden, in die Zwangsrolle der ständigen Abhängigkeit, zu der sich die spontane gütige Zuneigung entwickelt. Diese schlimme Abhängigkeit, die im Alter droht und die man auch einklagt dieses, stellt einen absoluten Persönlichkeitsverlust da, den es im Liebeswahnsinn auch gibt.

Karasek hat in seinen autobiografischen und "generationsbiografischen" Geschichten sicher nichts gegen das Alter, weil es keine Alternative dafür gibt. Er fordert vielmehr dazu auf, dem Alter etwas realistischer in die Augen zu sehen und er hasst es geradezu, über das Alter eine Idylle auszubreiten. Dieses Thema beschäftigt ihn am meisten in seinem Buch. Er vergleicht dabei das Alter mit einem komischen Bild. Von Geburt an fällt der Mensch vom Wolkenkratzer herunter und denkt die ganze Zeit, bis jetzt ist es ja alles gut gegangen. Das Ende wird hinweg diskutiert, doch irgendwann schlägt der Mensch hart auf. Und wer "Alt" wird, der hat Glück gehabt, aber er hat kommt dann auch irgendwann zu der Erkenntnis oder macht die Erfahrung, dass das Alter auch ein Unglück sein kann. Es gibt wunderbare Altersgeschichten aber es gibt auch furchtbare Tragödien.

Der Autor betrachtet sich als einen Wanderer in ein Land, aus dem es keine Wiederkehr gibt und in dem man die Zustände und Umstände schonungslos erkennen muss und schließlich feststellt, dass nicht alles nur ein Segen ist.

Das Buch ist poetisch anspruchsvoll, bewegend und voll untergründigem Humor. Leser werden an vielen Stellen lachen, weil der Autor eigentlich zeigen will, du bist mit deinem Alter nur allein wenn du Illusionen darüber verbreitest. In dem Karasek die Schlaflosigkeit ebenso wie die vielen gesundheitlichen Gebrechen schonungslos erwähnt, erweckt er bei den Lesern ein Solidaritätsgefühl. Er zeigt auf, du bist wirklich in keiner Situation ein einzelner Unglücksfall. Die Solidarität sucht er nicht in Illusionen, sondern in der Realität. Die Katastrophe im Alter ist sein Realismus, der nicht nur einen Ton hat.

Also, es ist ein vergnügtes und ernstes, sehr kluges, präzises, psychologisch ausgefeiltes, ein ganz schön zu lesendes Buch von einer zauberhaften Sicherheit und Stimmigkeit, welches vom Leser die größte Einfühlsamkeit verlangt. Die Lebensklugheit des Autors, die in das Buch hineingeht, ist bewundernswert. Rasant geschrieben, von unglaublicher Sogkraft.
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10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Hellmuth war schon mal besser !!!, 10. September 2007
Von Sina Gerritsen - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 100 REVIEWER)   
Als alter Karasek Fan lese ich grundsätzlich jedes Buch von Hellmuth Karasek, denn er schreibt im Grunde so wie er auch erzählt u. das mag ich besonders gerne.
Das Buch "Süßer Vogel Jugend oder der Abend wirft längere Schatten" fängt einigermaßen "heiter" an u. wird ab ca. Buchmitte doch von einem ordentlichen Schuß Pessimismus durchsetzt, am Schlimmsten wird es gegen Ende des Buches, was im Grunde angesichts des Buchthemas, nämlich das Alter u. seine Beschwernisse, nicht weiter verwundert. Hebt der Autor anfänglich noch die angehmen Seiten des Alters hervor, so überwiegen im Verlauf des Buches doch die negativen Seiten des Alters, besonders die des sogenannten "zweiten Alters" (so nennt der Autor das Alter, daß die Medizin dem herannahenden Tod noch einmal abgetrotzt hat).
Das Schöne bei Hellmuth Karasek ist natürlich sein Witz, sein Pfiff, sein Esprit u. seine Belesenheit, so kann er den geneigten Leser immer wieder mit Anekdoten, Zitaten u. historischen Begebenheiten erfreuen u. beeindrucken.
Was mir an diesem Buch jedoch nicht so gut gefallen hat, u. daher gebe ich auch "nur" 4 Sterne, ist die "bleierne Schwere" die einem im letzten Buchdrittel nur so entgegen "springt". Da hätte ich mir für den Schluß etwas Versöhnlicheres gewünscht, auch wenn jeder Mann u. jede Frau weiß, daß das Alter, egal, ob das erste oder zweite Alter, kein Honigschlecken ist bzw. werden wird, erst recht nicht, wenn man gesundheitlich oder wirtschaftlich schlecht dran ist, gerade deshalb hätte ich mir ein wenig mehr Tröstliches u. eine Spur mehr Optimismus gewünscht. Sei's drum, ein lesenswertes Buch ist es allemal u. vielleicht wird der nächste Karasek ja wieder "fröhlicher" !!!
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Veröffentlicht am 3. März 2007 von Carl-heinrich Bock

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