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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
2.0 von 5 Sternen
Wenn den "Machern" die Phantasie durchgeht oder eben nichts mehr einfällt, 7. Oktober 2008
Ganz entscheidend ist wohl die Erwartungshaltung, mit welcher man sich auf den Film einlässt. Filmfreunde, die auch nur etwas mehr als Hau-Ruck-Entertainment ohne Logik erwarten, werden enttäuscht werden.
Freunde des Popcorn-Kinos dagegen erwartet, mit sehr viel good will, ein durchschnittlich inszeniertes Fantasy-Abenteuer. Und da haben wir es denn auch schon: 10.000 BC ist und bleibt Fantasy pur. Die ganzen Hinweise auf Ungereimtheiten und historische Unregelmäßigkeiten verbieten sich, denn der Film will auf Teufel komm raus unterhalten (ohne das es ihm freilich gelingt).
Der Fokus der Kritik muss im Handlungsablauf als solches liegen. Ist dieser verquere Mix aus Völkermythos und Abenteuergeschichte unterhaltend genug, als dass man ihn "gut" nennen kann? Nein, er ist es eindeutig nicht, denn wenn der Fokus auf die Unterhaltung zielt, dann müssen sich Emmerich und Co. schon viel mehr Mühe geben.
Die Dialoge sind unterirdisch, die schauspielerischen Leistungen verschwinden hinter leidlich beeindruckenden Neandertaler-Kostümen. Der Ablauf ist so linear und vorhersehbar, dass man irgendwann nur noch auf das furiose Ende der unspannenden Entführungsgeschichte wartet (was dann leider nicht so recht furios sein mag).
Und die Computeranimationen.....ja, was war da denn los? Selbst auf der eigentlich sicheren Seite, offenbart der Film hier Schwächen. Der Säbelzahntiger sieht aus wie Garfield in groß, die merkwürdigen Schurkenvögel wirken wie Emus auf Droge und die Mammuts sind halt Mammuts. Alles wirkt lieblos dahin geworfen und der Zuseher hat es gefälligst zu schlucken. Oder man ist einfach nur verwöhnt und will durchschnittliche Effekthascherei einfach nicht sehen.
Fazit: Emmerichs 10.000 BC kann kaum überzeugen. Nur in wenigen Szenen ist der Film unterhaltsam und damit insgesamt gerade so eben noch akzeptabel. Und wer sich an den ganzen kleinen und größeren Logikfehlern stört, der sollte die Finger von dem Film lassen.
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215 von 282 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
1.0 von 5 Sternen
Schlechte Unterhaltung, 26. Juli 2008
JA, ich habe mit Popkornkino gerechnet, NEIN, ich habe kein tiefgründiges Werk erwartet, NEIN, mir war klar, dass hier keine historisch akkurate Story erzählt werden soll. Schlicht: bevor ich die DVD eingeschoben hatte war mir bewußt, dass es sich um einen Emmerich-Film handelt. Und dennoch: trotz Popkorn, trotz Softgetränk und trotz guter Laune ohne großen Erwartungen war der Unterhaltungswert an diesem Abend gelinde gesagt ... unterirdisch schlecht!
Woran lag das? An den bereits stark heruntergeschraubten Erwartungen sicher nicht. Am Geschmack vielleicht, über den sich bekanntlich streiten lässt? Ich bin auch weiterhin der Ansicht, dass es selbst für einen reinen Popkorn-Film mit bloßem Unterhaltungsanspruch durchaus gewisse objektive Kriterien gibt, die es erlauben, ihn zumindest grob als guten oder schlechten Vertreter seines Genres zu Bewerten.
Da wäre zum einen die Story, oder genauer: die Art und Weise, wie diese erzählt wird, denn die Story an sich, sprich deren Inhalt ist für ein erfolgreiches Popkorn-Spektakel eher zweitrangig. Das Dorf wird angegriffen, die Geliebte entführt und der Held muss in die Ferne um sie aus den Fängen des Bösen zu befreien. Das reicht für einen Unterhaltungsabend. Jetzt erst kommt die eigentliche Arbeit des Regiseurs: schafft er es diese zwar simple Geschichte dennoch Spannend rüberzubringen? Schafft er es einen Spannungsbogen aufzubauen, beginnend bei der (moglichst dramatisch dargestellten) Entführung der Geliebten über die beschwerliche und gefährliche Reise bis zum (möglichst fulminanten) Finale? Schafft er es die Charaktere an den Zuschauern heranzuführen, so dass diese mit ihnen leiden, fiebern und sich am Ende mit ihnen freuen? Schafft er es die schwere Bürde, die der Held zu schultern und die übermenschliche Aufgabe die dieser zu meistern hat dem Zuschauer auch so zu vermitteln? In 10000bc ist nichts davon gelungen. Allzu schnelle Schnitte, allzu kurze und seichte Dialoge verhindern eine Identifikation mit den Figuren. Die lange und beschwerliche Reise aus dem eisigen Norden bis in die Wüste Afrikas erscheint nach 104 Minuten, schnellen Tag-Nacht Wechseln und abrupten Landschaftsänderungen wie ein Kurztripp. Und das, was den Helden erst zum Helden macht, sein Gegenpart nämlich, das Böse, die "dunkle Seite", ist ein Witz. Die beiden Sklaventreiber wirken eher lächerlich als beängstigend und die übermächtige Gottheit im Finale ist auch nur ein Speerwurf weit entfernt.
Aber dieser Aspekt war nie Emmerichs stärke, die lag eher bei den Bildern: gewaltige Raumschiffe, riesige Monster, beeindruckende Naturkatastrophen. Nur kann er damit in 10000bc nicht punkten. Obschon die Landschaft an sich den Drehort bildet, wirkt alles irgendwie Studiohaft. Die Landschaft im Hintergrund wirk wie aufgemahlt, selbst die Wüsten wirken überschaubar und vermitteln nicht den Eindruck von Weite. Pyramiden, Mammuts, Säbelzahntiger ... alles wirkt wie aus dem Computer, unrealistisch, kulissenhaft. Zu diesem unrealistischen Eindruck trägt auch die Maske der Protagonisten bei. Weiße in Rasta-Look die gepflegter aussehen als ein Promi nach drei Tagen im Dschungel-Camp? Versetzt mich das, zumindest illusorisch, in die Zeit 10000 Jahre vor unserer Zeitrechnung?
Natürlich lässt sich über Geschmack streiten, natürlich gibt es auch solche, die 10000bc gut finden, und ich respektiere das. Aber dennoch glaube ich, dass man 10000bc aus durchaus objektiven Gründen als wenig gelungen bezeichnen kann, er ist schlicht und einfach HANDWERKLICH SCHLECHT GEMACHT.
Emmerich wird sich mal wieder damit trösten, dass 10000bc wie viele seiner Vorgängerfilme, zwar an den Kinokassen durchfiel, dafür aber als DVD kommerziell erfolgreich sein wird. Hoffentlich ist ihm auch klar, weshalb und wie lange dieses von Hollywood gehypte Emmerich-System noch funktioniert.
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7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
2.0 von 5 Sternen
Emmerichs Kampf gegen den Verstand, 2. Januar 2009
Ich las in einer anderen Rezension, dass dieser Film 130 Minuten Länge hat. Es mag einem so lang vorkommen, aber es sind nur 94, und die sind gefüllt mit einem äußerst schwer verdaulichen Konstrukt.
Nichts gegen Popkornkino, aber ein bisschen Mühe für eine durchdachte Story, hätte dem Film wirklich gut getan:
Ein Stamm von Steinzeitmenschen mit indianischen und europäischen Mitgliedern, werden von berittenen(!) Sklavenhändlern überfallen. Diese werden daraufhin von unseren Helden verfolgt. Ausgehend vom europäischen Hochgebirge, gelangt man direkt durch die Subtropen, in die afrikanische Savanne, wo Stämme unterschiedlicher Hautfarbe aber gleicher Sprache leben, und wo es ganz nebenbei sintflutartige Regenfälle gibt (,die aber keinerlei grüne Spuren hinterlassen). Von der Savanne geht es dann direkt durch die Wüste nach: Ägypten, wo gerade die Pyramiden gebaut werden...
Man könnte ja meinen, diese Story ist sowieso nur der Handlungsrahmen für die Inszenierung prähistorischer Tiere. Aber außer Mammuts und einer Säbelzahnkatze gibt es nur ein paar südamerikanische Terrorvögel (in den europäischen Subtropen). Das war's!
Trotzdem, ich denke: Emmerich wusste, was er tat und hat seinen Filmtitel deshalb mit dem Hinweis B.C. für "Bad Cinema" versehen.
Und die 10000? - 1 Punkt für die Idee und vier Nullen für Geographie, Geschichte, Ethnik und Logik.
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