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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
endlich in würdiger aufmachung - wenn auch die bildqualität nicht optimal ist!!!, 29. März 2010
Rezension bezieht sich auf: Die Katze - FAZ DVD 08 (DVD)
nun ist es doch geschafft worden, diesen klasse thriller von dominik graf in einer annehmbaren qualität auf dvd zu bannen!!! zu aller erst, es ist das original bildformat verwendet worden so weit so gut - die bildqualität ist aber leider nicht ganz so gut, warum??? stellen weise trüben doch einige viele schmutzpartikel den ansonsten guten gesamteindruck, in einigen filmpasagen grieselt es sichtbar und am oberen rechten bildrand tauchen 3-4mal rechtecke auf, wie damals auf den kinorollen, blitzt immer mal kurz auf, trotzdem kann man das alles verschmerzen da es dem alter gemessen den gewissen charme gibt!!! der ton ist am alter gemessen danz gut, alles recht gut verständlich!!! kurz und knapp diese version schlägt die eurofassung deutlich!!!
die dvd steckt in einem schicken diggi mit eingeklebten informativen booklett, sieht alles sehr schick aus - der fsk-flatschen, naja ich habe mich nun dran gewöhnt!!!
Fazit: klasse thriller in guter aufmachung und annehmbarer qualität, so soll es sein!!! eine bildaufbereitung wäre wünschenswert gewesen, aber man kann nicht alles haben - und vielleicht kommt in zukunft ja noch mal was!!!
volle kaufempfehlung dieser dvd!!!
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7 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
...beeindruckendes, verstörendes Kino..., 19. Januar 2010
Rezension bezieht sich auf: Die Katze - FAZ DVD 08 (DVD)
Kein anderer vermochte in den letzten 30 Jahren den deutschen Film so zu revolutionieren wie der Ausnahme-Regisseur Dominik Graf. Ihm gelang das Kunststück, bis heute sowohl für das Fernsehen als auch für das Kino auf höchstem Niveau zu inszenieren; oft verstörend wie die Filme "Schwarzes Wochenende" (Schimanski-Tatort, TV, 1985), "Baal" (Der Fahnder, TV, 1992) oder "Die Sieger" (Kino, 1994), manchmal experimentell wie "Verhör am Sonntag" (Der Fahnder, TV, 1993), "Das Wispern im Berg der Dinge" (Dokumentation, TV, 1998), "München - Geheimnisse einer Stadt" (Dokumentation, TV, 2000), oder "Der Felsen" (Kino, 2001).
Ungewöhnlich und gewagt sind seine Inszenierungen, vor allem für das Fernsehen. Hier probiert Dominik Graf Dinge, die er später im Kino oft zur Perfektion bringt. Vor allem in der Serie "Der Fahnder" (mit Klaus Wennemann in der Hauptrolle) finden sich ganze Vorstudien zu seinen darauf folgenden Kino-Produktionen "Die Katze" und "Die Sieger".
Obwohl Dominik Graf keinem bestimmten Genre zugeordnet werden kann, sind es doch die vom Feuilleton als Polizei- oder High Tech-Thriller bezeichneten Filme, zu denen er in den vergangenen 3 Jahrzehnten immer wieder zurückkehren sollte - zuletzt mit der bemerkenswerten TV-Produktion "Eine Stadt wird erpresst".
Derzeit arbeitet Graf an einer neuen Serie für die ARD mit dem Titel "Im Angesicht des Verbrechens". Diese wird im April auf ARTE vorab ausgestrahlt und es zeichnet sich schon jetzt ab, dass Dominik Graf mit dieser 10 teiligen Serie sein bisheriges Schaffen krönen wird. Zumindest auf der Berlinale vermochte diese Produktion Kritiker und Publikum gleichermaßen zu begeistern.
Wärme sucht man in Grafs Thrillern vergeblich, seine Inszenierungen sind geprägt von der harten Realität der Polizeiarbeit. Ständig lässt er den Zuschauer am Sprechfunkverkehr der Polizei teilhaben, der die Filmbilder aus dem Off zu kommentieren scheint.
Die Filmmusik, hier von Andreas Köbner minimalistisch instrumentiert, wird wirkungsvoll eingesetzt und unterstützt die kalten Bilder.
Dominik Grafs Thriller spielen häufig in den tristen Jahreszeiten Herbst oder Winter; fallendes und durch die Straßen wehendes Laub oder eisige Schneebilder unterstreichen die Hoffnungslosigkeit der oft zerrütteten und gebrochenen Protagonisten seiner Filme.
Überhaupt die `technische Seite` des Films:
Die Kameraarbeit (Einstellungen) - später stilbildend für viele Filme (anderer Regisseure)...
Der Einsatz einer Handkamera - im deutschen Film damals eher ungewöhnlich...
Oder allein die Montage der Bilder...
Über Schnitt, Kamera, Ton und Musik ließe sich eine eigene kleine Abhandlung verfassen!
Nach langen Jahren des Wartens wurde bereits Ende 2008 "Die Katze" von EURO-Video endlich auf DVD veröffentlicht, leider in einer wirklich schlimmen Version: Gekürzt, zudem im falschen Bildformat!
Nun ist Dominik Grafs Referenzthriller aus dem Jahr 1987 endlich in einer dem Film angemessenen Fassung auf DVD erschienen. Die späte (erste) Veröffentlichung seitens EURO-Video soll auf Rechte-Schwierigkeiten (?!) zurückzuführen gewesen sein, die wohl beigelegt werden konnten.
Wie dem auch sei, nun steht endlich eine einwandfreie Veröffentlichung zur Verfügung, ausgestattet sogar mit ein wenig Bonusmaterial: Ein Interview mit einem Redakteur der Frankfurter Allgemeinen Zeitung sowie ein kleines Booklet mit Informationen zum Film.
Viel ist das nicht!
Einen Audiokommentar von Dominik Graf sucht man leider vergebens. Das ist besonders schade, denn ein Kommentar vom Regisseur selbst oder zumindest eine kleine Dokumentation hätte dem Silberling gut gestanden und wäre sicherlich auch nicht allzu teuer gewesen.
Über den Inhalt noch viele Worte zu verlieren, erübrigt sich. Ein jeder sollte diesen Film bereits gesehen haben. Ohnehin ist trotz des intelligenten, packenden Drehbuchs, das einem kaum Luft zum Atmen lässt, die Inszenierung fast schon interessanter als die Story selbst.
Nicht umsonst nimmt heute noch "Die Katze" unter den deutschen Thrillern eine Ausnahmestellung ein.
Der dem Film zugrunde liegende Roman "Das Leben einer Katze" wurde von seinem Autor Uwe Erichsen unter Zuhilfenahme von Christoph Fromm und Dominik Graf zu einem Drehbuch umgeschrieben.
Götz George spielt Probek, einen Verbrecher, der vom Hotelzimmer aus - über Funk - einen Bankraub dirigiert. Ausgeführt wird dieser von den Kriminellen Junghein (Heinz Hoenig) und Britz (Ralf Richter). Gegenspieler auf der Polizeiseite ist Voss, gespielt von Joachim Kemmer.
Auf der Darstellerseite überzeugt vor allem das Duell Probek/Voss, das an Spannung kaum zu überbieten ist.
Und Heinz Hoenigs Einsatz als Junghein ist von einer nahezu körperlich spürbaren Intensität. Bis heute hat er nie wieder an seine damaligen Leistungen unter Dominik Graf anknüpfen können.
Bild und Tonqualität sind in Ordnung.
Generell ist an dieser Stelle anzumerken, dass gerade die Filme Dominik Grafs eine Beurteilung von Bild und Ton nur schwer zulassen. Graf arbeitet gerne mit `schmutzigen` (körnigen) Bildern, vor allem der Ton ist oft auch schon im Kino nicht immer leicht zu verstehen gewesen. Personen die sich von der Kamera fortbewegen, sind entsprechend schwer zu verstehen.
Das ist durchaus beabsichtigt und gehört zu Grafs realistischem Inszenierungsstil.
Daher: Ein Glück, dass die neue Auflage des Films nicht - wie viele andere DVDs heutzutage - zu `Tode digitalisiert` wurde.
Eine 5 Sterne Bewertung scheint mir aber auch unabhängig von der Bild- und Tonqualität durchaus gerechtfertigt zu sein - zu bedeutend ist der Einfluss des Films auf das Kino bis in die heutige Zeit.
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