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119 von 121 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Derzeit wohl beste APS-Spiegelreflex, Vergleich mit EOS 50D (und Nikon D300), 8. Juni 2010
Inzwischen habe ich fast 10.000 mal den Auslöser der 7D gedrückt, habe also genug Erfahrung mit ihr und meiner älteren 50D, die ich als Zweitgehäuse weiter einsetze. Dieser bewusst ausführliche Bericht wendet sich gezielt an Fans der Naturfotografie, Schwerpunkt Tele- und Makrofotografie, "Action" mit anfliegenden Vögeln etc. Ich fotografiere viel mit einer Nikonianerin zusammen, die neben analogen SLR die Nikon D300 (ohne S) und vergleichbare Objektive benutzt. Deshalb werfe ich gelegentlich einen interssanten Blick ins Nikon-Lager ;-) (ich werde auch niemals meine gute alte, voll mechanische Nikon FM-2 hergeben...).
FOTOGRAFIE: Vergleich zur 50D (und Nikon D300)
In Haptik und Bedienung schlägt die 7D die ansich gute (und trotz fehlendem Spritzwasserschutz echt robuste) 50D. Umsteiger finden sich schnell zurecht. Das entscheidende Plus für kreative Spiegelreflexfotografie ist der größere, helle Sucher, der den vollen Bildausschnitt zeigt; super auch die per LCD einblendbaren Infos. Canon zieht hier endlich mit Nikons D300-Klasse gleich.
Autofokus: Der AF der 7D ist mit 14 Kreuzsensoren wesentlich aufwendiger als bei der 50D. In der Praxis setze ich nun auch den neuen Zonen-AF, gelegentlich sogar den vollautomatischen AF ein. Bei der 50D geht Action eigentlich nur mit manuell angewähltem zentralen AF-Feld. Anders als die 50D kann die 7D auch bewegte Objekte per AI Focus (Auto Intelligence Focus) überraschend gut verfolgen. Allerdings darf man davon keine Wunder erwarten. Bei anfliegenden Vögeln hat man vielleicht doppelt bis dreimal so viel wirklich scharfe Treffer als bei der 50D (da die 7D in solchen Extremsituationen um 2 Bilder/s schneller ballern kann, erhöht das zusätzlich die Erfolgschance). Entscheidend ist nach meiner Erfahrung das Zusammenspiel des AF mit dem Objektiv. An einem szenebekannten Vogelfelsen hatte ich kürzlich überraschend viele Treffer bei Handschüssen mit dem EF 400 mm/5,6, noch zuverlässiger ist die Paarung mit dem kleinen 70-200 mm/4 L IS USM, das aber auch an der 50D gut ist (das neue 70-200 mm/ 2,8er VR II dürfte an der 7D super sein). Die Nikon D300 ist hier - zumindest mit dem Nikkor 300 mm/4 in der aktuellen Version - drastisch langsamer, was meine Nikonianerin echt frustriert hat (wir haben gelegentlich getauscht, es ist frappierend). Nicht umsonst dominiert Canon den Sportbereich. Noch was: Das komplexe AF-System der 7D erfordert Einarbeitung, die sich aber lohnt - vor allem die Verstellbarkeit der AF-Geschwindigkeit ist für Action wichtig. Am besten gleich den Menüpunkt C.Fn III Autofokus/Transport für Schnellzugriff ganz oben in MyMenue speichern.
Bildqualität:
Grundsätzlich macht die 7D wie die 50D schöne, ausgewogen belichtete Bilder (erinnert mich an alte Diazeiten mit Fuji, Kodak & Co.). Bei viel Licht und starken Kontrasten neigen beide Kameras Canon typisch in der Automatik zum leichten Überbelichten. Wer die JPEGs direkt aus der Kamera verwenden will, korrigiert die Blende am besten 1-2 Drittelstufen nach unten. Wer eh RAW nachentwickelt, kann gezielt ausnutzen, dass der Sensor in den hellen Bildpartien enorm viel Information speichert: Durch nachträgliches Runterdrehen der Bildhelligkeit schiebt man diese ins Sichtbare und senkt das Rauschen in den Schattenpartien weiter ab. Die Weißabgleichsprogramme der Canons liefern unter Tageslichtbedingungen zuverlässigere Ergebnisse als bei der Nikon D300, die mit ihren Standardprogrammen zu etwas flauen, blaustichigen Bildern tendiert. Bei Kunstlicht ist die Nikon besser, aber da mache ich einfach einen manuellen Weißabgleich (sofern ich nicht die Warmtonigkeit gezielt nutze).
Pixelwahn? Nein. Mit einem wirklich scharfen Objektiv kann die 7D unglaublich feine Details abbilden, gerade bei Fell- und Federstrukturen (siehe "Objektive"). Sie schlägt hier klar die 50D und auch die Nikon D300, obwohl die Unglaubliches aus ihren 12 Megapixeln rausholt - Respekt! Allerdings genügen viele Objektive dem Auflösungsvermögen der 7D optisch nicht mehr (siehe weiter unten). Bei der 7D drängen sich 18 Millionen Pixel auf einer Fläche, wo bei einer Vollformat-5D Mark II etwa 8 Megapixel sitzen; im Labor erreicht die 7D damit eine optische Auflösung von umgerechnet über 130 Linienpaaren pro mm (siehe z. B. www.dpreview.com). Das liegt im Bereich sehr feinkörniger Diafilme, und das muss ein Objektiv erst mal optisch bringen. Also ein altes Problem (sofern man das so sehen will). Für Naturfotografie wichtig: Mit einem guten Tele und ausreichend Licht bringt die 7D den Vergrößerungsfaktor von 1,6, den ihr kleinerer Sensor verspricht, tatsächlich - zumindest bei ruhenden oder nicht allzu schnell bewegten Objekten (aus 400 mm Brennweite werden so "gefühlte deutlich über 600 mm"). Auch Ausschnittsvergrößerungen sind dann noch drin.
Rauschen: Pixelwahn? Ebenfalls nein. Bis ISO 1600 sind die 50D und die 7D gleich gut, ab 3200 schlägt die 7D tatsächlich die 50D und ist etwa gleich gut wie die Nikon D300. Das neue Sensordesign hat sich gelohnt. Trotzdem ist ist das Rauschen ab ISO 1600 doch schon sehr deutlich. Wer gerne bei wenig Licht fotografiert, sollte in die hier deutlich bessere 5D/II investieren.
Objektive:
Wer sein 7D-Schätzchen optisch mal richtig ausfahren will, setzt ein scharfes Makro an: der Hammer! Die 7D ist definitiv eine überragende Makro-DSLR, im Gegensatz zur Vollformat-Kamera gerät sie auch nicht ganz so schnell in papierdünne Schärfebereiche. Da machen feine Echsenschuppen oder bizarre Insektenhaartrachten echt Spaß! Bei Portraitfotos kann man jede Pore sehen (wenn man Wert drauf legt...). Generell sind für Schärfefans an der 7D gute Festbrennweiten die Objektive der Wahl (schön scharf z. B. ist das Canon EF 50mm/ 1,4/ USM Objektiv, abgeblendet auf mindestes 5,6). Zooms liefern dagegen schöne Fotos, für die aber 10-12 Megapixel gereicht hätten. Mit dem beliebten lichtstarken Standardzoom Canon EF-S 17-55mm/ 2,8/ IS USM Objektiv, bildstabilisiert macht die 7D nur fettere Dateien als die 50D, ohne dass ich auf den Bildern mehr Details erkennen kann. Hier ist die Optik eindeutig der limitierende Faktor. Nur gute Telezooms der optisch unkritischeren 70-200 mm-Klasse kommen dem Detailhunger des 7D-Sensors entgegen.
Teleobjektive: super scharfe Ergebnisse bringt nach meiner Erfahrung die Festbrennweite EF 400 mm/5,6 L USM schon bei Offenblende, außerdem arbeitet der sehr schnelle Ultraschallantrieb dieses Uralt-Teles in Canons Katalog überraschend gut mit AF-System der 7D zusammen. Bei meinem Canon EF 300mm/ 4,0/ L IS USM Objektiv, bildstabilisiert musste ich dagegen feststellen, dass es bei Action an der 7D leider auffallend viele unscharfe Bilder liefert; außerdem sehe ich hier das erste Mal gelegentlich störende Farbsäume (an der 50D nicht). Prima ist das 300er aber auch an der 7D als "Fernmakro". Gerade bei Action arbeitet die 7D mit dem sehr scharfen, angenehm handlichen Telezoom Canon EF 70-200mm 1:4,0L IS USM Objektiv super zusammen. Noch was: unbedingt Autofokus-Justierung der Objektive prüfen, an der 7D musste ich alle meine Teles nachjustieren, damit sie zuverlässig scharfe Ergebnisse liefern.
VIDEO:
Ich fotografiere hauptsächlich, spiele aber natürlich auch mit Video herum. Das HDTV-Potenzial der 7D ist sagenhaft - ebenso die Dateigrößen. In der Praxis muss man allerdings immer manuell fokussieren, was Übung braucht. Bei einem Zoom wählt man am besten die Brennweite vorher und lässt dann tunlichst die Finger vom Zoomring, das gibt zumindest bei Handaufnahmen nur Geruckel. Für diese finde ich die Kombination mit dem leichten und kleinen EF 50 mm/ 1,4 ideal, zumal man mit dem lichtstarken Objektiv hollywoodmäßig mit flacher Schärfentiefe arbeiten kann - toll! Die leichte Telewirkung an der 7D (80 mm Kleinbildäquivalent) kommt der Aufnahme von Menschen entgegen. Bei schwereren Objektiven ist schnell zumindest ein Einbein-Stativ fällig. Die 7D ist halt ergonomisch eine klassische Spiegelreflex und fürs Ansetzen ans Auge und Abdrücken designt. Profis bauen videofähige DSLR deshalb gerne in Schultergestelle ein.
FAZIT:
Wer viel bewegte Objekte, Tele oder Makro fotografiert und dabei maximale Auflösung will, bekommt mit der 7D die derzeit wohl beste APS-DSLR. Wer auf Video verzichten kann und sonst eine sehr gute, robuste Spiegelreflex will, erhält in der Canon-Welt mit der 50D günstig ein zuverlässiges Arbeitspferd. Im Gegensatz zu den Mini-DSLR der EOS XXXD-Reihe bietet sie schon einen Sucher mit Mattscheibe, der dem Auge genau zeigt, wo die Schärfe sitzt und so voll manuelle Fokusarbeit zulässt (also echte, kreative Spiegelreflexfotografie).
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83 von 87 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Vielen Dank Canon!, 14. Januar 2010
Ich bin von der 20d auf die 7d umgestiegen. Ich nutze die "Alte" noch weiter, weil sie bis ISO 800 eine ansehliche Bildqualität liefert. Ich kaufe grundsätzlich nicht jedes neue Kameramodell sondern erst dann, wenn sie der Umstieg für mich lohnt. Bis zum Erscheinen der 7d waren die jeweiligen Verbesserungen der 30d/40d/50d (bis auf das größere Display) nicht so beeindruckend, dass sich ein Kauf für mich gelohnt hätte.
Die 7d hat mich vollends überzeugt!
Highlights/Verbesserungen gegenüber der 20d:
AF - Die deutlichste Verbesserung! Mit den 4 verschiedene Modi (alle 19 AF-Punkte, Zonen, Einzel-AF und Einzel-AF mit Unterstützung) kommt man in jeder fotografischen Situation klar. Im AI-Servo-Modus ist die Ausbeute wirklich scharfer Fotos wesentlich höher. Toll ist auch der Spot-AF - hier wird nur ein kleiner Punkt fokussiert - funktioniert bestens z.B. bei kleinen Vögeln, die auf einem Strauch zwischen Ästen sitzen - bei der 20d ist der AF-Punkt so groß, dass er auf die Äste scharf stellt.
ISO bis 6400 - ab Iso 3200 waren die Bilder bei der 20d nicht wirklich zu gebrauchen,Iso 1600 war als RAW o.k, JPG direkt aus der Kamera rauschten schon ein bischen, bei der 7d sind sogar JPGS out of the cam bis ISO 6400 bis A4 ausbelichtet ohne sichtbares Rauschen möglich. Auch die Farben und Knackigkeit ist bei dieser hohen ISO-Einstellung bestens (bei der 20d ab 3200 deutlich schlechter als bis Iso 1600). ISO 12800 halte ich für nicht praxisfähig.
Auto-ISO - fehlt bei der 20d, ist praktisch z.B. bei Actionaufnahmen mit fester Blende/Belichtungszeit und wechselnden Lichtverhältnissen.
100% Sucher - die Verbesserung ist deutlicher, als ich es beim Lesen des 7d Prospektes vermutet hatte. Man sieht wesentlich mehr Details und bekommt so einen besseren Einruck für die Bildgestaltung.
neue Belichtungsmessung - auch hier eine deutliche Verbesserung, das Histogramm zeigt seltener Lücken an den Seiten, die Tonwerte sind sehr gut verteilt.
Bildfrequenz 8 Bilder/sec. - Wow! Für Sport und Action super.
3 Zoll Display! - Klares Bild, schöne Farbdarstellung,Schärfe kann gut beurteilt werden, bei den meisten Lichtverhältnissen gute Darstellung. Man bekommt einen guten Eindruck vom Foto.
Drahtloses Blitzen - toll für Makros mit weißem Hintergrund (kann separat ausgeblitzt werden und erscheint so nicht grau). Auch für (licht-)stimmungsvolle Fotos - hier hat man sehr viel Gestaltungsspielraum.
Sensorreinigung - hat die 20d nicht, halte ich für sinnvoll (Wirkung kann ich noch nicht beurteilen).
18 Megapixel - bisher dachte ich lieber weniger Megapixel und dafür weniger Rauschen - Canon hat hier aber ganze Arbeit geleistet - Rauschen ist bis ISO 6400 wirklich o.k. dafür bringen die Megapixel hervorragende Auflösung und Detailschärfe und die Möglichkeit zu cropen!
Elektronische Wasserwaage - tolle Sache bei Architekturfotografie bzw. bei allen Fotos ohne Stativ, in dem es zu stürzenden Linien oder einem schiefen Horizont kommen kann! Die Wasserwaage funktioniert sowohl horizontal als auch vertikal und kann im Sucher eingeblendet werden.
Spotmessung - hat die 20d nicht - genial z.B. zum Anmessen heller oder dunkler Bildbereiche.
Speicherbare Einstellungen (Einstellrad) - endlich kann man verschiedene Grundeinstellungen speichern und über das Wahlrad einstellen (ich habe einen Sportmodus, einen Normalmodus und einen Stativmodus gespeichert).
Custom Funktionen - Sehr viele individuelle Einstellmöglichkeiten für schnelles Fotografieren.
Video - brauch ich nicht.
Eins ist aber deutlich zu sagen:
Die 7d ist keine Einsteigerkamera. Der Kaufpreis rechnet sich nur, wenn man die Möglichkeiten, die sie bietet, auch nutzt. Man kauft sich ja auch keinen Porsche, wenn man damit nur zum Einkaufen fährt. Auch Fortgeschrittene sollten nur mit ihr liebäugeln, wenn sie bereit sind, sich mit der Technik auseinanderzusetzen - und dazu braucht es Zeit.
Die 7d wird in Fotoforen zerrissen, weil z.B angeblich der AF selten sitzt. Klar kann es sein, dass es einzelne Montagkameras gibt, die sind dann was für den Umtausch oder den Canon-Service. Grundsätzlich habe ich aber den Eindruck, dass viele zu naiv an die Sache herangehen. Einfach einschalten und loslegen dürfte in den wenigsten Fällen zu zufriedenstellenden Ergebnissen führen. Der AF ist vielfältig konfigurierbar und jede fotografische Situation bedarf die Kenntnis über die Funktionalität des AF-Systems. Hat man das einmal verstanden, wird man von der Leistungsfähikgkeit überzeugt sein. Das gilt insbesondere für den AI-Servo-Modus. Leider ist die Beschreibung im mitgelieferten Handbuch etwas dürftig. Zum besseren Verständnis kann ich die im Internet veröffentlichen Erläuterungen zur EOS 1d mark III empfehlen, die sich auf die 7d übertragen lassen - einen Link darf ich ja hier leider nicht veröffentlichen - einfach EOS 1d mark III AI servo in eine Suchmaschine eingeben und Treffer der Canon Seite Europa bzw. Deutschland ansehen - es gibt auch eine Erläuterung zu den verschiedenen AF-Modi der 7d, die man auf die gleiche Weise finden kann.
Ebenfalls teilweise zerrissen wird die 7d hinsichtlich ihres Rauschverhaltens und angeblichen Pixelmatsches. Auch das ist m.E. völliger Unsinn oder Stöhnen auf höchstem Niveau. Wenn man sich die Fotos bei 100%iger Ansicht betrachtet, kann man zu dieser Beurteilung kommen - aber wer schaut sich Fotos dauernd bei 100% an? Mein Tipp für Unentschlossene Interessenten: Beispielfoto schießen oder z.B. bei dpreview.com herunterladen und auf DIN A 4 ausbelichten lassen - wer hier übermäßiges Rauschen sieht oder eine wirkliche Low-Light Kamera sucht, sollte sich definitiv eine wesentlich teurere Vollformatkamera einschl. teurerer Objektie kaufen. Bei noch größeren Ausbelichtungen könnte ggf. schon Rauschen sichtbar werden, die mache ich persönlich aber nur bei Fotos mit geringen ISO-Einstellungen.
Allen ambitionierten Amateurfotografen, die eine Kamera für ein breites Anwendungsspektrum suchen, kann ich diese Kamera nur wärmstens empfehlen. Lasst Euch nicht durch irgendwelche negativen Kommentare verunsichern.
Ich jedenfalls hatte schon lange nicht mehr so viel Spass beim Fotografieren! Vielen Dank an Canon!
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schnell, robust, guter Klang ;-) - die geb' ich nicht mehr her, 14. Dezember 2009
Grundsätzlich kann ich mich den bisherigen Meinungen nur anschließen und gehe daher nur auf wenige Details der Kamera ein.
-- Umstieg und Vergleich von und zu anderen Canon-Modellen --
Die Kamera ist super. Für mich war es der Umstieg von einer 350D und genau der richtige Schritt. Wie es sich mit einem Umstieg von den Modellen dazwischen verhält kann ich nicht sagen.
Allerdings muß ich sagen, daß der Unterschied in den Bildern von der 7D zur 350D eindeutig festzustellen ist. Vor allem, wenn man beide zur Hand hat und Vergleichsaufnahmen machen kann. Das Rauschverhalten der 7D ist besser. Das kann man auch ohne Testlabor feststellen (subjektiv geschätzt würde ich sagen, daß ein 200er Iso der 350D vergleichbar mit dem 1000er Iso der 7D ist; aber das werden sicherlich echte Tests besser herausfinden können)
-- Erfahrung mit verschiedenen Objektiven --
Der AF der 7D ist klasse. Fotografiert habe ich in den wenigen Tagen (ich habe sie seit einer Woche) mit drei verschiedenen Objektiven (das Kit-Objektiv 18-135; 100-400er und 28-105). Von der subjektiv gefühlten Geschwindigkeit schnitt das 28-105er merklich am besten ab. Das Kit-Objektiv hat bei manchen Vergleichsbildern doch ab und zu länger gebraucht.
-- was mir wirklich hilft --
Eine Super-Idee der Entwickler ist der "Q"-Button. Dieser steht für "Quick-View" und ermöglicht die schnelle Änderung verschiedenster Parameter. Auch wenn dieser Q-Button nichts mit dem "Q" aus James Bond zu tun hat, so hat es doch den Anschein, als wollten die Entwickler genau diese Assoziation damit erreichen. Denn schneller kommt man an seine "Geheimwaffen" nicht heran ;-)
-- Blitzdings --
Weiterhin gelungen ist die Umsetzung zur Ansteuerung externer Blitzgeräte. Getestet habe ich bisher mit einem 430ex II und kann nur sagen, daß alles ohne Probleme und ganz hervorragend funktioniert. Die entsprechenden Menüs sind recht selbsterklärend und der Blick ins Handbuch verrät, daß man bei Nichtgebrauch eines externen Blitzes den entsprechenden Parameter wieder deaktiveren soll. Den Rest aus dem Handbuch konnte ich mir auch ohne die Lektüre erarbeiten.
-- sonstiges --
Die Kamera macht insgesamt einen recht robusten Eindruck (bestätigt unter anderem auch ein Artikel eines Profifotografen, der am Südpol fotografiert hat) und ich habe bisher nichts negatives feststellen können.
Was mich immer wieder freut und mir ein Lächeln aufs Gesicht zaubert, ist das Auslösegeräusch. Vor allem dann, wenn man es ca. 8 mal je Sekunde hört :-)
Die Technik ist bei dem aktuellen Preis für unter 1.400 Euro (nur der Body) grandios. Aber selbst wenn der Preis um hundert oder zweihundert Euro steigen würde, lohnt sich derzeitig der Kauf.
-- Vergleich zu anderen Herstellern --
Einen Vergleich zwischen der 7D und einem entsprechenden Modell eines anderen Herstellers ziehe ich hier nicht, da ich auch schon in analogen Zeiten mit Canon fotografiert habe und zumindest derzeitig zu keinem anderen Hersteller wecheln würde.
Aber für für Einsteiger, die überlegen, sich eine DSLR anzuschaffen und sich noch nicht an ein System gebunden haben, sei empfohlen, die Modelle der engeren Wahl mal in die Hand zu nehmen. Ob das eine Modell etwas weniger Rauschunterdrückung hat als das andere, ist völlig belanglos, wenn man mit der grundsätzlichen Bedienung nicht klar kommt.
-- Anmerkung --
Bisher ist bei Canon ein Zyklus der Modell-Aktualisierung von 18 Monaten festzustellen. Ein Ausreißer war die Aktualisierung der 5D auf 5D Mark II - da hat es wesentlich länger gedauert, bis Canon ein neues Modell herausbrachte. Ob die Mark II daher im Jahr 2010 aktualisiert wird, ist also fraglich. Von daher sollte man sich überlegen, ob man einen Vollformat-Sensor benötigt und ob ein Zwischenschritt auf die 7D für die nächsten Jahre nicht ausreichend ist, bevor man genau jetzt eine 5D erwirbt.
Genauso sollten sich die potentiellen "Aufsteiger" der 40D- oder 50D-Modelle überlegen, ob sie jetzt eine neue Kamera wollen. Für mich war der Umstieg richtig und zur richtigen Zeit. Aber ich kam auch von einer 350D und die Modelle zwischen dieser und der 7D haben mich zu keinem Umstieg animieren können, weil die Unterschiede zu gering waren.
Was die Film-Funktion der 7D angeht, so kaufte ich mir eine DSLR, weil ich Fotos machen will. Das Filmen ist "nice-to-have". Vermutlich kann man hier weitaus mehr rausholen, als ich bisher genutzt habe.
Auf jeden Fall macht die Kamera riesigen Spaß und ich denke, daß andere Fotografen, die mit Canon-Modellen arbeiten dieses bestätigen können.
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