Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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10 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Dylan bleibt sich treu, 21. Oktober 2009
Sicher war es eine Überraschung, zu hören, dass Dylan eine Weihnachtsplatte machen würde, aber wenn man den ersten Schock erst einmal überwunden hat, scheint es nur konsequent, und die Platte klingt auf erstaunliche Weise eben genauso, wie man sich eine Weihnachtsplatte von Dylan vorstellt - das kann man natürlich mögen oder nicht. Dylan hat bereits vor zwei Jahren eine zweistündige Radioshow zum Thema Christmas gemacht, und alle seine Platten seit "Love & Theft" orientieren sich an einem Sound und einer Tradition, die noch hinter seine ersten LPs aus den frühen Sechzigern zurückgeht. Mit seinem Ultra-Retro-Weihnachtsalbum ist er damit nur ein kleines bisschen stockkonservativer als heute jene "Fans", die 2009 noch versuchen, ihn auf eine Protestsong-Schiene festzunageln, die er spätestens 1964 verlassen hat. Und dass er nun nach vier von der Kritik hochgejubelten und allseits freundlich abgenickten "Meisterwerken" endlich wieder eine Platte gemacht hat, die für heftige Kontroversen sorgt, ist doch sehr zu begrüßen und sollte ihm selbst neue Energie geben. Was kommt wohl als Nächstes?
Sicher ist es nicht seine beste Platte (he, wer könnte das erwarten?), aber wie schon "Together through life" zeichnet sie sich eben auch durch eine erfrischende Unbekümmertheit und eine Freude an der Musik aus, die alle Unvollkommenheiten wettmacht. Dylan weiß, dass er "Blonde on Blonde" nicht noch einmal neu erfinden wird, aber endlich schert er sich auch nicht mehr darum, sondern macht, was ihm Spaß macht. Ich denke, dass ihm die weltlichen "Crooner"-Balladen hier am besten gelungen sind, "I'll be home for Christmas", "Have yourself a merry little Christmas", "The Christmas Song". "Must be Santa" ist eine grandiose Mischung von Polka, Punk und Kindergarten-Abzählreim, und "The Christmas Blues" ist nun wirklich ein grundsolider Dylan-Blues, den sich jeder Fan auf einen Sampler brennen könnte, ohne sich deshalb schämen oder rechtfertigen zu müssen.
Ich bin kein großer Freund von Weihnachten und Weihnachtsliedern - diese Scheibe wird mir aber in Zukunft die Glocken etwas süßer klingen lassen, und ich freue mich, jetzt neben Bachs Weihnachtsoratorium noch etwas anderes zu haben, mit dem ich fortan alle Jahre wieder meine Familie quälen kann.
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5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
vielleicht hat es sich wie folgt zugetragen ..., 31. Oktober 2009
manager: servas zimmerman bertl, heast weihnachten is bald, machma heuer endlich die weihnachtsscheibn, von der ma scho ewig redn ? bob: waßt wos oida, heia hob i wirklich bock drauf, des moch ma. manager: waßt oba eh wos sie sagn werdn, 50 % san begeistert, 50 % sagn bullshit. bob: geh bitte, is doch eh jedesmal des gleiche, heast des geht doch scho so, seitdem i die stromgitarr' angsteckt hab. oba soll i dir was sagn - des ist mir - wie damals a scho - sowas von wurscht. manager: des waß i eh. bob: und jetzt sog i da no wos - trotzdem werdn sas olle kaufn, und waßt wos - die einnahmen spend ma. manager: zimmerman, du bist echt a wahnsinn, des hätt ma söba a einfalln kennan. mir treffn uns nächste wochn im studio. und jetzt gemma auf a bier.
was soll man da noch sagen - KAUFEMPFEHLUNG
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10 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Schräge Weihnachten!, 12. Oktober 2009
Im Prinzip hätte das Album allein deshalb schon 5 Sterne verdient, weil bekanntlich sämtliche Einnahmen wohltätigen Zwecken zugute kommen - eine tolle Sache!
Dylan-Fans werden sicher ihre Freude an "Christmas in the Heart" haben, jede Veröffentlichung (erst recht so kurz nach dem letzten Studio-Album) löst eben eine unglaubliche Euphorie aus. Mir gefällt die Scheibe auch gut, aber bei dem ein oder anderen Song fehlt mir dann doch die individuelle Note. Die ist zwar ohnehin schwer bei Liedern, die man schon von unzähligen anderen Interpreten gehört hat; aber mancher Song klingt fast so, als nuschele Dylan seinen "Gesang" über Jahrzehnte alte Arrangements.
Trotzdem macht das Album im Großen und Ganzen Spaß. Wer wollte nicht schon immer mal "Winter Wonderland" oder "Little Drummer Boy" von Dylan interpretiert hören?!? ;-)
Und entgegen mancher Kritik (die CD klinge wie "santa with throat cancer") macht Dylan seine Sache gesanglich dann doch recht gut. Wer also nichts gegen ein wenig Kitsch zur Weihnachtszeit hat, dem sei dieser Scheibe wämrstens empfohlen. "Christmas in the Heart" vermag ich zwar noch nicht wirklich im Dylan'schen Gesamtwerk einzuordnen (am besten ganz außerhalb der regulären Alben; zu den Live-Alben, Zusammenstellungen, etc.), aber besser als die die meisten Weihnachtsalben ist sie allemal!
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