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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Innovativer Mix aus GTA 2 und 4, 26. Oktober 2009
Spaßfaktor:4.0 von 5 Sternen
Natürlich war ich auch gespannt auf die PSP-Portierung des NDS-GTAs.
Was einem natürlich sofort ins Auge springt, ist die Vogelpespektive und die eigentlich sehr filigrane Optik, die Rockstar Games sehr gut gelungen ist, wenn man's halt von weit weg sieht. Man sieht den 2-D Menschen an, dass hier versucht wurde, ein Comic-Look anzubringen, was ich zumindest aber nicht so wahrnehme. Allerdings kann die Grafikengine nichts Detailgetreues aus der Nähe darstellen, außerdem werden hohe Gebäude sehr verniedrigt, da die Kamera ja sehr hoch zoomen müsste, um sie ganz zu zeigen. Schon lustig, wie dann die Freiheitsstatue aussieht...
Die Radiostationen sind wirklich großer Mist, wie in GTA 2, wenn man da überhaupt von welchen sprechen kann. In Chinatown Wars sind diese zwar zahlreich vorhanden, allerdings fehlen Moderatorsprüche, satirische Werbeblöcke oder sonstige lustige Einlagen. Die Musik ist auch furchtbar, nämlich dröge Instrumentalmusik ohne irgendwelche menschlichen Stimmen. Ich sehe es wirklich mit Entsetzen, was Rockstar hier aus dem alten Hauptmerkmal der GTA-Serie (ab GTA3) gemacht hat.
Sehr gut finde ich, und das wurde von GTA 4 übernommen, dass man Missionen per Tastendruck direkt neustarten kann. Außerdem darf man ein Taxi nehmen, und so lästige Fahrten übersringen. Die Gesundheit wird auch bei Missionsbeginn ganz aufgefüllt. Blöd ist aber, dass der Held beim automatischen Anvisieren oft daneben schießt, aber manuell geht bei der Vogelperspektive nicht. Das gilt nicht bei den Drive-Bys, die hat Rockstar Games wirklich sehr gut hingekriegt.
Sehr charakteristisch für Chinatown sind die vielen Minispiele, die man zB. absolvieren muss, um ein Auto zu knacken. Diese fahren sich sehr arcadig, was aber auch bei dem arg beschränkten Sichtfeld nach vorne unerlässlich ist. Letzteres stört wirklich etwas, denn wenn man eine Route über GPS berechnet hat (ja, das geht auch) und dann die nächste Abzweigung bei hohem Tempo erwischen möchte, muss man sich sehr konzentrieren.
Die Storymissionen machen Spaß, wenn sie auch nicht ganz so abwechslungsreich wie bei Vice City Stories zB. sind. Durch sie verdient man sehr wenig Geld, genauso wie bei den Nebenmissionen, die es auch gibt. Das meiste verdient man beim Drogendeal. Den gibts nämlich zum ersten Mal in einem GTA. Vielleicht ist es ein bedenklicher Aspekt, der direkte Kontakt mit dem Drogendeal. Auch die Gewalt wird so hart wie möglich dargestellt, bei einer Ansicht von weit weg und oben ist aber nicht viel zu sehen.
Die Spielwelt gefällt mir sehr gut, auch die Map ist die von GTA 4 und damit ziemlich riesig. Leider hat's die ganz linke Insel nicht auf die PSP geschafft. Liberty City wurde vom Hersteller sehr gut inszeniert, dann ist mal da ein Feuer ausgebrochen inklusive Feuerwehr und allem, dann da mal eine Polizeisperre (nein, nicht des Spielers wegen!). Interessant ist, dass dem Spieler von Anfang an alles Stadtteile zur Verfügung stehen, entgegen aller vorherigen GTA-Teile (ab GTA 3).
Zum Schluss habe ich noch einen sehr gravierenden Kritikpunkt, nämlich die Zwischensequenzen, welche ein schlechter Witz sind. Die sind zusammengesetzt aus Comicbildern (sehr wenige wohlgemerkt), die völlig ohne Sprecher mit Untertiteln abgespielt werden. Die Dialoge sind zwar sehr amüsant, aber wo sind die hochkarätigen Sprecher, von denen die anderen Grand Theft Autos so profitiert haben? Sind sie Rockstars Sparmaßnahmen zum Opfer gefallen oder sollte einfach nur etwas neues geschaffen werden?
Fazit: Dieses GTA ist ein ganz anderes, GTA-Enthusiasten werden wahrscheinlich das typische GTA-Flair vermissen, aber ich kann's trotz der mieserablen Zwischensequenzen und Radiostationen
empfehlen, weil's einfach Spaß macht.
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