Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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21 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Dexter, unser Lieblings-Psychopath, 17. November 2009
Staffel eins kleckert nicht, sondern klotzt gleich von Anfang an: Die Charaktere werden nicht behutsam und langsam eingeführt, die Geschichte an sich braucht nicht viel Vorlauf. Hart und schnell steigt der Zuschauer ein, lernt Dexter kennen und lieben. Gleichzeitig lernt man auch schon in der ersten Folge den Kühllaster-Killer kennen, denn die Jagd des Serienmörders stellt die Rahmenhandlung dar, die die Folgen der ersten Staffel zusammenhält. Zwischendurch lernt man Dexter näher kennen, seine Beziehung zu der zurückhaltenden Rita und ihren beiden Kindern, die Spannungen zwischen ihm und Doakes, und auch Dexters dunkle Seite kommt nicht zu kurz, bringt er doch in schöner Regelmäßigkeit Verbrecher um die Ecke.
Was Michael C. Hall als Dexter da zustande bringt, ist aller Ehren wert. Der nicht nur mit dem Emmy ausgezeichnete Darsteller, den Serienjunkies wohl am ehesten aus Six Feet Under" in Erinnerung haben werden, spielt den netten Psychopathen von nebenan so glaubwürdig, dass es den Zuschauer bei jedem Mundwinkelzucken, bei jedem Augenbrauenheben wohlig schaudert. Ihm gelingt perfekt die Gratwanderung zwischen Vorzeige-Saubermann und blutrünstiger Bestie. Indes kann der ganze Cast überzeugen, von Julie Benz als Rita über Jennifer Carpenter als Debra - im wahren Leben ist sie übrigens mit Michael C. Hall liiert - bis hin zu Erik King als misstrauischer Kollege Doakes liefern hier alle Schauspieler gute Leistungen ab. Aber auch das Setting kann überzeugen: Die Mischung aus Miami-Beach-Atmosphäre, Latinomusik und knallharten, blutigen Szenen macht rabenschwarzen Spaß.
Die FSK-18 ist absolut berechtigt, denn hier bekommt man keine Soap-Opera-Krimiserie zu sehen oder einen Detective, der sämtliche Indizien und Beweise zusammenknobelt und am Ende den Täter präsentiert; hier geht es darum, dass der Protagonist tagsüber brav seiner Arbeit nachgeht und sich nachts auf die Jagd begibt, um jemanden zu töten. Dass er dabei wenigstens hehre Ziele verfolgt, nämlich diejenigen zu bestrafen, die es verdient haben, erleichtert das Gewissen des Zuschauers nicht immer, geht Dexter doch wenig zimperlich mit seinen Opfern um.
Einen kleinen Wermutstropfen gibt es bei den Extras zu verzeichnen: Außer Untertiteln in diversen Sprachen sowie der deutschen und der englischen Sprachausgabe haben es nur ein paar Featurettes auf die DVDs geschafft, bei denen man zum Beispiel erfährt, worin sich eine Wunde, deren Blut aus einer Arterie spritzt, von anderen Verletzungen unterscheidet. Das passt natürlich perfekt zur Serie, ein wenig mehr Hintergrundinfos, ein Making-of und ähnliches hätten es aber gern sein dürfen.
Eine Serie wie Dexter" gab es bisher noch nicht: Kompromisslos und brutal, voll schwarzen Humors und glaubwürdiger Charaktere und mit einer faszinierenden Hauptfigur, die man trotz aller Unmenschlichkeit schnell ins Herz schließt. Wer den Glauben daran verloren hat, dass gute Unterhaltung auch für das Fernsehen gemacht werden kann, wird mit Dexter" wieder bekehrt. Volle Punktzahl!
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20 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
der etwas andere serienkiller., 25. Oktober 2009
dexter morgan arbeitet als forensischer experte für blutspritzer beim miami metro police department.
er hat eine hübsche freundin deren kinder ihn lieben und ist angesehen in beruf und privatleben.
was niemand ahnt ist, das dexter eine zweite, düstere seite hat.
nachts ist er ein eiskalter serienkiller der kunstvoll seine opfer tötet.
allerdings tötet er nicht wahllos, sondern nur verbrecher die aus mangel an beweisen oder anhand von formfehlern freigesprochen wurden.
sein zweites problem ist, das er nicht fähig ist menschliche gefühle zu empfinden.
seine ganze beliebte art, sein zwischenmenschliches handeln, basiert auf schauspiel und täuschung.
als eines tages eine kunstvoll drapierte leiche gefunden wird regt sich allerdings dexter's spieltrieb.
ist jemand in der stadt der vielleicht besser ist als er?
im laufe der ermittlungen stößt dexter auf anzeichen, das der täter ihn und sein geheimnis zu kennen scheint.
aber wer könnte das sein? und woher kennt er dexter scheinbar in und auswendig?
moralapostel werden die serie wahrscheinlich zereissen, da hier ein serienmörder zum helden erhoben, und auch das thema selbstjustiz glorifiziert wird.
ich jedenfalls bin begeistert, denn so eine serie hat es noch nicht gegeben.
innovativ, frisch und spannend auf der einen seite, beängstigend, düster und blutig auf der anderen.
ich hoffe das die anderen staffeln auch schnell erscheinen, denn dexter stellt eine riesige bereicherung der serienlandschaft da.
die darsteller, allen voran michael c. hall als dexter und jennifer carpenter als seine schwester debra, machen ihre sache sehr gut.
auch die anderen darsteller wie z.b. julie benz, david zayas, lauren velez, james remar, c.s.lee, erik king, und christian camargo liefern spitzen performances ab.
die dialoge sind hervorragend.
die storylines spannend, fazinierend und überraschend.
der soundtrack ist ok.
die gewaltdarstellungen rechtfertigen das 18er siegel, da sie teils recht explizit sind.
alles in allem also eine herausragende serie die es so noch nicht gab.
hoffe die anderen staffeln können das niveau halten und erscheinen möglichst bald.
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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Ein liebenswerter Serienkiller, 6. Januar 2010
Das Böse ist meist interessanter als das Gute, so darf es nicht verwundern, daß endlich eine Serie einen Serienkiller zum Protagonisten erhebt. Dexter Morgan, Forensiker und notorischer Einzelgänger, sucht sich seine Opfer nach einem strengen Kodex aus. Nicht Unschuldige, sondern Schuldige bringt er um die Ecke, was ihm die Sympathie des Zuschauers sichert und die Taten überhaupt erst erträglich macht.
In der ersten Staffel wird Dexter mit einem weiteren Serkienkiller konfrontiert, der seine Opfer ausbluten lässt und scheinbar alles über Dexters dunkle Seite weiß. Außerdem muss Dexter sich mit seiner eigenen Vergangenheit auseinander setzen: Wie wurde er zu jenem emotional abgestumpften, nach Blut dürstenden "Monster"? Welche Rolle spielt sein Vater hierbei?
In der nur 12 Folgen umfassenden Staffel wird einiges aufgefahren: Dexters Duell mit einem Serienkiller, das Aufarbeiten seiner eigenen Vergangenheit, die problematische Beziehung mit seiner Freundin Rita, die Befremdlichkeit eines emotional und gefühlsmäßig leeren Individuums mit seiner Umwelt, die instinktiven Verdächtigungen eines Kollegen und der stetige Drang, zu töten. Es gibt unzählige Handlungsstränge. Für Spannung und hohes Tempo ist also gesorgt. Hierzu tragen auch die oft witzigen, derben Dialoge bei sowie die verschrobenen Gedanken Dexters aus dem Off. Zu sehen, wie sich ein Serienkiller mit seiner liebebedürftigen Freundin und ihren Kindern rumschlagen muss, wie er alle Gefühle nur vortäuscht und sich krampfhaft bemüht nach außen hin als normaler Familienmensch zu erscheinen, bereitet viel Vergnügen.
Extra erwähnt werden muss der Hauptdarsteller, Michael C. Hall. Eine echte Entdeckung, der es schafft seiner Figur Charisma und Tiefe zu verleihen, dank dessen Liebenswürdigkeit und zugleich abgründigen Spiels die Serie überhaupt erst funktioniert. Zurecht wurde er bereits mehrmals für die wichtigsten Fernsehpreise - den Emmy und den Golden Globe - nominiert.
Was mir nicht so gefallen hat ist die Darstellung der Polizeiarbeit. Zu oft hatte ich das Gefühl, nur Schauspielern bei der Arbeit zuzusehen, und nicht wirklichen Polizisten; zum Teil Schuld daran sind die Dialoge, aber auch der fehlende Realismus bei der Polizeiarbeit - ganz klar der schwächste Part der Serie, aber insgesamt überwiegen die Stärken und so gibt es keinen Stern Abzug.
"Dexter" ist eine innovative, spannende und nicht zuletzt ungemein unterhaltsame Serie über einen sympathischen Serienkiller, der als personifozierter Todesengel in Erscheinung tritt. Vielleicht nicht die beste Serie aller Zeiten, aber ganz sicher ein großer Spaß.
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