Drei Alben in drei Jahren. Fin Greenall löst sich nun komplett von seiner Techno-Rave-Wurzel und festigt mit seiner Band Fink das Dasein im Singer-/Songwriter-Metier.
Es beginnt alles in der Brightoner Rave- und Trip-Hop-Szene, in der sich Fin Greenall als DJ einen Namen macht. Allerdings verliert er am DJ-ing zunehmend die Lust, hört sich parallel immer weiter ins Singer/Songwriter-Fachgebiet hinein, was sich 2006 schließlich zum Album "Biscuits For Breakfast" entwickelt. Nach seinem Debüt und dem zweiten Werk "Distance And Time", nur ein Jahr später, veröffentlicht das Trio um Fin Greenall sein drittes Studio-Album. Die zehn neuen Songs auf "Sort Of Revolution" wirken entspannend und sind sehr minimalistisch arrangiert.
Nähe zu seiner musikalischen Vergangenheit lässt sich auf "Sort of Revolution" nur vereinzelt erahnen. Idyllisch startet der Titeltrack "Sort Of Revolution". Ein friedliches und harmonisches Gitarren-Bass-Arrangement, gepaart mit der warmen, zurückhaltenden Stimme Greenalls. Der Opener gibt auch gleichzeitig die Richtung der noch bevorstehenden Titel vor. Zu den größtenteils moll-lastigen, lediglich von Gitarre oder Piano getragenen Stücke, wie "Nothing Is Ever Finished" oder "If I Had A Million" reihen sich beatgesteuerte Titel wie "See It All", die stimmlich ein wenig an Thom Yorke von Radiohead erinnern. "Q&A" besteht in bester acapella-Manier allein aus Stimme und minimaler Percussion. Prominente Unterstützung erhalten Fink vom R&B-Musiker John Legend, der am Stück "Move On Me" mitschrieb und für "Maker" den Gesangspart beisteuerte. Dies bleiben schließlich aber auch die einzigen Ausbrecher, die dem Rest der meist traurig anmutenden Songs gegenüber stehen.
Die Bandbreite von "Sort Of Revolution" hält sich durch das minimalistische Arrangement in Grenzen. Es ist ein gemütliches, modernes Songwriter-Album geworden, wovon aber auch fünf Titel zur musikalischen Untermalung eines ruhigen Abends ausreichen.
Sebastian Wiczak
Kurzbeschreibung
Fink (UK) nicht zu verwechseln mit der deutschen Band Fink zählt seit einigen Jahren neben Kollegen wie José Gonzalez oder Bright Eyes zur Speerspitze der Neo-Folk und Singer/Songwriter Bewegung. Nach seinem Debüt "Biscuits For Breakfast" und dem hochgelobten zweiten Werk "Distance And Time" veröffentlicht das Trio um Fin Greenall nun sein von vielen Fans langerwartetes drittes Studio-Album. Wie auch beim Vorgänger entstand unter Mithilfe des Bassisten Guy Whittaker und des Drummers Tim Thornton sein brandneuess Werk. Als Gäste mit von der Partie sind diesmal der Soul Star John Legend, sowohl als auch der Urban Blues Überflieger Son Of Dave (Ex Crash Test Dummies). Die zehn neuen Songs auf "Sort Of Revolution" wirken belebend und sind fantastisch arrangiert und bewegen sich zwischen laid-back groovenden Neo-Folk Songs bis hinzu souligen Stücken. Fin Greenall neues Album setzt die Messlatte im Bereich Singer/Songwriter erneut ein Stückchen höher und sein einzigartiger Mix aus Folk, Soul und relaxten Grooves wird uns nicht nur diesen Sommer über begleiten. Toll!