Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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24 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Kurzweiliges Märchenfutter für zwischendurch, 21. Oktober 2009
Die Statements:
1) Ich kenne das Buch nicht.
2) Ich konnte der Handlung problemlos folgen.
3) Große Schauspielernamen halten was sie versprechen
4) Die geniale Grundidee der Geschichte vermochte mich durchweg zu fesseln.
5) Die Effekte sind beeindruckend, die Stimmung düster-märchenhaft
6) Kurzweilige Unterhaltung deutlich über dem Mittelmaß
Die Begründung:
1) Das Buch nicht zu kennen, erweist sich mal wieder als großer Vorteil für meinen Filmgenuss, denn wenn ich mich auf die anderen Rezensionen verlassen möchte, dann hätte ich wohl anders herum wenig Spaß an dem Film gehabt.
2) Die Handlung des Films, so wie ich sie, übrigens als durchaus zusammenhängend, wahrgenommen habe:
Mo(rtimer) ist eine Zauberzunge. Er kann Figuren und Gegenstände aus Büchern herauslesen und auch hineinlesen. Bevor ihm seine Fähigkeiten klar werden, hat er damit schon großen Schaden angerichtet. Denn er hat vor Jahren den Bösewicht Capricorn aus dem Roman Tintenherz heraus gelesen und seine eigene Frau darin verschwinden lassen. Seither hat Mo sein Leben dem Wiederfinden seiner Gattin verschrieben. Natürlich trifft er bei dieser Suche, auf der seine pfiffige Tochter Meggie ihn begleitet, ebenso fiese wie interessante Typen und erlebt fantastysche Abenteuer. Und natürlich müssen die Guten, wie in jedem anständigen Fantasywerk, verhindern, dass das ultimativ Böse über die Welt gebracht wird.
3) Alleine die Darsteller sind so großartig, dass sie über eine holperige Handlung (falls es denn eine zu beklagen gäbe) schlicht hinwegspielen. Brendan Fraser und Hellen Mirren waren Cornelia Funkes Wunschbesetzung für Mo und Tante Elinor, und Hellen Mirren als wahre alte Dame ist ein echter Knaller. Diese Frau rettet jeden Film, und auf jeden Fall rettet sie zusammen mit Paul Bettany, der den sehr vielschichtigen Staubfinger umwerfend spielt, diesen Film deutlich über das Mittelmaß hinaus.
Weitere große Namen, die hier für meine 4-sternige Zufriedenheit verantwortlich sind, lauten: Eliza Bennett, die im Verlaufe des Films immer besser wird, Sienna Guillory einfach nur zum Anschauen, weil wie immer elfenschön, Andi Serkis-Gollum, der zum Fiesling geboren scheint und nicht zu vergessen Rafi Gayron als Ali-Baba-Räuber, der so witzig spielt, dass die meisten Lacher auf sein Konto gehen.
4) Aus dieser genialen Idee hätte man sicher weitaus mehr machen können, und es ist mir schon klar, dass es genau das ist, was die Buchkenner bemängeln, aber für mich als Buchunkundige stellt sich Cornelia Funkes Idee, so wie sie der Film präsentiert, als absolut originell und äußerst fesselnd dar.
Die Bücher wispern verlockend. Es gibt ein paar Wenige, die die Macht haben sich hineinzulesen oder auch jemanden herauszulesen. Staubige Antiquariate, protzige Bibliotheken, schrullige Autoren, exzentrische Sammlerinnen, Fleisch gewordene Helden und Sand gewordene Wüste... die Liebe zum Buch als Medium der Verzauberung quillt diesem Film aus allen Poren.
Ich war gespannt wie nix, ab dem Moment wo Rotkäppchens Umhang vom Himmel hernieder flatterte und diese Spannung hat sich bis zum Schluss gehalten. Ja, ich bin filmisch vom Buch verzaubert worden.
5) Ich bin kein großer Experte in Sachen computergenerierte Effekte, hatte aber den Eindruck, dass Regisseur Ian Softley eher sparsam mit CGI-Animationen hantierte und stärker auf gute alte Kulissen und stimmungsvolle Drehorte setzte. Dennoch gibt es einige sehr gute Szenen (z.B. der Hurricane oder der schwarze Schatten), wo das CGI-Potenial packend ausgespielt wird
6) Vielleicht sollte man bei all der peniblen Aufzählung von Schwächen und Lücken nicht ganz vergessen, dass es sich bei Tintenherz um ein Film gewordenes Kinder- und Jugendbuch handelt, und dass die meisten Kids sehr pfiffig sind und auch komprimierte Inhalte leicht verstehen und vor allem sollte man nicht vergessen, dass Kids meist sehr viel weniger anspruchsvoll sind, was die so oft beschworene Logik in Märchen- und Fantasyfilmen angeht, als der erwachsene Kritiker.
Das heißt:
Ein sehenswerter Film für Jung und vielleicht auch für Kindlich-Alt, dessen Wiederansehensfaktor sich aber - ganz nach dem persönlichen Geschmack - zwischen 0 und 10 bewegen dürfte. ;-)
DVD im Amaray Case:
Laufzeit ca. 102 Minuten,
Bildformat: 16:9 (1.78:1) anamorph, Die Angabe 16:9 (2.35:1) anamorph auf der Hülle ist falsch
Tonformat: Deutsch: Dolby Digital 5.1, Englisch: Dolby Digital 5.1,
Untertitel: Deutsch, Deutsch für Hörgeschädigte,
Ausstattung: Szenenauswahl, Bonus-Feature, US-Kinotrailer
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
1.0 von 5 Sternen
Schwach und von niedrigem handwerklichen Niveau, 13. Juni 2009
Eines vorweg: ich kenne die Preis gekrönte Buchvorlage von Cornelia Funke nicht und daher stellt sich vielleicht die Frage, ob man dann diesen Film bewerten sollte.
Ich denke schon, denn der Film ist - einfach für sich alleine genommen aus cineastischer Sicht - durchaus bewertbar. Leider kann die Bewertung aufgrund der gravierenden handwerklichen Schwächen nicht positiv ausfallen.
In "Tintenherz" krankt es eigentlich an allem, was einen guten Film ausmacht: es beginnt beim Storybook, das durch regelrechte Lücken auffällt, so dass man sich denken kann, dass hier die Romanvorlage stark gekürzt wurde, zieht sich über die - auch von Brendan Fraser - unterdurchschnittliche darstellerische Leistung und die schwach herausgearbeiteten Charaktere und mündet in der durchweg schwächelnden Dramaturgie. Es gibt über die gesamte Filmlänge nicht einen wirklich spannenden Moment, der den Zuschauer in die Geschichte zu bannen und fesseln vermag.
Man fühlt sich an die ebenfalls völlig lieblose Umsetzung des zweiten Teils der Chroniken von Narnia (Der König von Narnia) erinnnert.
"Tintenherz" kann man sich daher getrost sparen.
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Alle Erwartungen übertroffen, 29. September 2009
Ich muss sagen, dass ich wirklich nicht viel von diesem Film erwartet habe. Ich habe mich aus reinem Interesse an der Umsetzung einiger Szenen zum Ansehen entschlossen und war am Ende dementsprechend beeindruckt, dass meine Erwartungen dermaßen übertroffen wurden.
Ich habe hier eine Liste mit dem, was ich gut fand und mit dem, was ich nicht gut fand. Dazu muss ich sagen, dass ich das original beurteile und nicht die Synchronisation.
Gut fand ich:
- den Einfall mit den flüsternden Büchern, der immer wieder im Film auftaucht
- die Besetzung, vor allem Paul Bettany als Staubfinger, diese Stimme, und der sieht da einfach so unglaublich gut aus und spielt super, gut, dass er so oft auftaucht und andy Serkis (Gollum) als Capricorn, der nun wirklich der Böse, aber nicht unwitzig ist, genauso wie Staubfinger, der an manchen Stellen sehr lustige Gesichtsausdrücke zeigt
- Die Kostüme, Elinors großartiger Hut zum Beispiel
- die Umsetzung der Szenen in denen etwas aus einem Buch herauskommt bzw. hineingeht
- die Filmmusik
- Einige "dazuerfundene" Szenen, die nicht im Buch vorkommen aber trotzdem toll hineinpassen, z.B. den großen Wirbelsturm, der zur Flucht hilft und das herauslesen von Toto :) Der ist so süß
- Insgesamt die Komprimierung des Stoffes, denn das Buch ist ja nun doch sehr lang und alles kann man nicht hineinbringen, aber ich finde, dass fast alle guten und wichtigen Sachen auch im Film enthalten waren und man keineswegs das Gefühl hatte, das etwas fehlt oder alles zu knapp ist
- die Zeichnungen von Resa, die sehr gut getroffen sind
- deutlich ungruseliger als das Buch, was im Film wirklich super ist. die Bösewichte tun niemandem was an, außer in einer kleinen Szene, aber hauptsächlich beschränken sie sich aufs Drohen, weswegen sich kein Kind fürchten muss.
- Die Schlussszene, etwas anders als im buch aber trotzdem hervorragend.
nicht ganz so gut fand ich:
- den Anfang, eine mysteriöse Stimme aus dem Off, die einige nicht weniger mysteriös angehauchte Sätze über das Vorlesen von sich gibt, was sich anhört wie aus einem Märchenbuch.
- dass einige sehr gute Szenen (zum Beispiel die Anfangsszene) nicht im Film waren
- die Synchronisation, dieses näselnde, teenagerig-schwierige Gelaber von Meggie, die trockene Stimme von Staubfinger (wie kann man nur eine solche Stimme wie Bettanys derartig verschandeln??) und die nicht so schöne wie im buch beschriebene Stimme von Mo. Da diese Stimme ja nun wirklich wichtig ist hätte man auch ruhig eine besonders gute nehmen können.
- alle herausgelesenen Figuren haben Schrift quer übers Gesicht tätowiert, was an sich kein schlechter Einfall ist aber irgendwie sehr abstrakt und unpassend wirkt.
- einige logische Details, die aber nicht weiter schlimm sind
Ich glaube, dass viele, die hier schlechte Beurteilungen abgegeben haben, den Film auf Deutsch gesehen haben. Die Synchronisation macht wirklich viel kaputt, was eigentlich super war. So wirkt Brendan Fraser langweilig und emotionslos, Meggie ist eine Nervensäge und Staubfinger verliert jeden Humor und die vielen verschiedenen Charaktereigenschaften, die ihn so auszeichnen, wie zum Beispiel die Trauer und die Verbitterung über den Verlust seiner Heimat und seiner Familie.
So kann ich die Leute verstehen, die sagen, dass Tintenherz ein schlechter Film ist. Ich finde es nur schade, dass sie nicht das Original beurteilen sondern die deutsche Fassung.
Danke fürs Lesen dieser Rezension.
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