Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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57 von 68 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
1.0 von 5 Sternen
Finger weg von der DVD!, 24. März 2009
Den Inhalt der DVD oder des Films brauche ich hier nicht wiederzugeben. Da gibt es genügend verfasste Rezensionen, die dies schon taten und an sich hat der Film auch 8/10 Punkten verdient.
Ärgerlich ist jedoch, dass Paramount nur die R-Rated auf DVD veröffentlicht, also die zensierte Kinofassung. Viele werden aus Unwissenheit daher zur günstigeren DVD greifen und die unzensierte Blu-ray, hierzulande als "Director's Cut" bekannt, links liegen lassen.
Paramount entäuscht maßlos mit diesen Versuch, den BD-Markt anzukurbeln. Ich kann nur jedem raten, die Finger von der DVD zu lassen und auf eine Läuterung seitens Paramount zu hoffen oder abzuwarten, bis die Blu-ray im Preis fällt! Denn die unzensierte Fassung ist es bei weitem wert!
Für diese Frechheit kann ich der DVD nur 1 Punkt geben!
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42 von 60 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Rambo Go Home!, 7. Februar 2009
Wer Insider-Kenntnisse hat, ist bei dieser Anti-Vietnam-Kriegsfilm-Parodie von und mit Ben Stiller klar im Vorteil. Wer Rambo, Platoon oder Apokalypse Now kennt, wird hier genügend Witze, Szenen und Anspielungen finden, um sich krumm und buckelig zu lachen. Vorraussetzung ist allerdings ein eher ursprüngliches Gemüt, denn manche der (übrigens hervorragend synchronisierten) Zoten sind schon hart an der Grenze der Geschmacklosigkeit aber zum Scheckiglachen genial in Szene gesetzt. Wenn hier Blutfontänen in den Himmel spritzen oder Gedärme wild durch die Gegend schlabbern kann selbst ich - die ansonsten bei derlei ausgiebiger Darstellung von Ekel die Augen zumacht - mir das Lachen nicht mehr verkneifen. Die Dialoge sind "herzallerliebster" Soldaten- und Schauspielerjargon, der fluchenderweise keine menschlichen oder tierischen Körperteile bei seinen Beschimpfungen auslässt und dem "Political-Correctness-Gehubere" einschlägiger Kritikerkreise herrlich fies auf die Füße tritt.
Zum Teil sind die Dialoge dem Insider aus den parodierten Filmen wörtlich bekannt, allerdings derartig schräg und hirnrissig platziert, dass sie den berüchtigten Vorbildern noch nachträglich jede Ernsthaftigkeit nehmen. Herrlich!
Aber selbst der Antikriegsfilm Laie wird in diesen 102 Minuten Filmzeit noch Vieles zum herzhaft lachen finden, weil es natürlich unglaublich viele Anspielungen auf die großen (hier männlichen) Filmdiven, überbordende Dreharbeiten, unbezahlbare Filmproduktionen und das Filmbusiness als Solches gibt.
Alleine die drei Trailer in der Einleitungssequenz sind ein absoluter Knaller und machen den Film schon sehenswert.
Spitzenbesetzung:
Ben Stiller als Ramboverschnitt Tug Speedmann ist der Größte (Looser). Jack Black spielt einen furzenden Junkie, dem diese Rolle auf den Leib geschrieben ist ;-). Robert Downey Jr. gibt einen australischen Pseudo-Afro-Amerikaner mit politisch voll korrektem schwarzem Gewissen. Brandon J. Jackson als Alpa Chino(!) ist sein Alter Ego und dazu Jay Baruchel als (einzig normaler) junger Angsthase Kevin Sanduscy. Diese vier bilden die Kerntruppe, die sich schauspielernd durch den vietnamesischen Dschungel schlagen muss. In den Nebenrollen glänzen Nick Nolte als handloser Vietnam-Veteran, Matthew MacConaughey als gewissensgebeutelter Manager Rick Peck und Danny McBride als Sprengmeister Cody. Dass man ausgerechnet Tom Cruise eine Rolle in dieser absolut topp besetzten Parodie gegeben hat, hat mich zwar ganz schön abgeturnt, aber der Ehrlichkeit halber muss ich leider zugeben, dass er die Rolle des kahlköpfigen, Flüche schleudernden Produzenten Les Grossmann einfach super spielt. Ärgerlich zwar aber nicht zu ändern 8-). Alle Darsteller sind ihr Geld wert! (Immerhin schlappe 92 Millionen Dollar Produktionskosten)
Fazit:
Ein Non-Stop-Schlapp-Lach-Film, vorausgesetzt man lässt Meyers Konversationslexikon und den alten Knigge in der Schublade liegen. Von mir gibt es eine herzerfrischte, voll überzeugte, eisenharte, landsermäßige Unbedingt-Anseh-Empfehlung mit blutroten Schleifchen und Handgranate am Bande. ;-)
Ach so, halt! Besteht noch Interesse am Inhalt der Geschichte?
Es geht um den teuersten Kriegsfilm aller Zeiten, der aufgrund des Buches von Vietnamveteran Four Leaf Tayback (Nick Nolte) gedreht werden soll. Leider haben die vier Top-Darsteller ein paar kleinere Probleme mit der Realitätsnähe ihrer Darstellung. So dass der entnervte Regisseur Rob Slolom irgendwann beschließt, seine vier Filmdiven einem absolut realistischen Szenario auszusetzen. Sie sollen mitten im Urwald abgesetzt und einmal quer durch den Dschungel gejagt werden, und bei diesem Überlebenskampf sollen sie mit versteckten Kameras gefilmt werden. Tragischerweise wird Slolom das erste Opfer der Realitätsnähe, denn die Realität holt die unfähigen Darsteller tatsächlich schneller ein als es allen Beteiligten lieb ist. Nun beginnt ein Kampf durch und mit dem Dschungel, der ebenso haarsträubend wie witzig ist, und am Ende findet natürlich jeder der vier Durchgeknallten nicht nur zu sich selbst sondern auch zu neuem Ruhm. Und zwischendrin werden die Lachmuskeln und die Geschmacksnerven des Zuschauers arg strapaziert.
DVD:
im Amaray Case, Medien-Typ 1 x DVD-9 , Ländercode 2,
Laufzeit ca. 102 min, Format 16:9 (2.35:1) anamorph, Ton: Deutsch: Dolby Digital 5.1, Englisch: Dolby Digital 5.1, Türkisch: Dolby Digital 5.1; Untertitel: Deutsch, Englisch, Türkisch, Untertitel für Hörgeschädigte,
Ausstattung: * Kapitel- / Szenenanwahl, *Animiertes DVD-Menü, *Menü mit Soundeffekten, * Audiokommentare, *Tagebücher / Outtakes / Improvisationen mit Videoeinführung durch Ben Stiller, * Make-Up Test mit Tom Cruise, *Die Besetzung von Tropic Thunder, * Das heiße LZ, *Volle Magazine, * Rain of Madness Trailer, * Zusatzinfos
Altersfreigabe 16 J
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21 von 34 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
"Ich bin die Illusion eines Hühnchens.", 17. März 2009
Filme mit Ben Stiller konnte ich mir bisher immer ansehen, ohne eine großartige Enttäuschung zu erleben. Ich erwarte dabei auch nie philosophische Dialoge oder oscarverdächtige Drehbücher. Einfach jede Menge Spass, der auch gern mal unter die Gürtelline gehen darf.
In diesem Fall ist aber alles ein wenig anders (als von mir gedacht). Keine reine Blödelei ala "Verrückt nach Mary oder "Nach 7 Tagen ausgeflittert". Es ist auch keine Komödie im klassischen Sinn. Es ist eine schonungslose Persiflage, bei der ich ständig zwischen Kopfschütteln, nicken, schmunzeln und hemmungslosem Gelächter hin und her geschwankt bin. Wie hier das Filmbiz auf die Schippe genommen und blossgestellt wird ist schon erstaunlich. Am Ende habe ich mich gefragt, wie dafür eine Produktionsfirma und soviele Stars gewonnen werden konnten.
Hier gibt es Respekt vor nichts!
Nicht vor den Schauspielern, ob abgewracktes Drogenopfer, Mache-Alles-Darsteller oder Auslaufmodelle.
Auch nicht vor Regisseuren, Autoren und Managern, die ihre gesamte Verwandtschaft für etwas Erfolg verkaufen würden.
Und erst Recht nicht vor Klassikern der Anti-Kriegsfilm-Geschichte, wie z.B. "Rambo" oder "Apocalypse".
Aber es ist das Kunststück gelungen, dass der Zuschauer nie den Eindruck hat, es wird vollkommen respektlos, nur zu Gunsten einiger Gags vorgegangen. Das Augenzwinkern in fast allen Situationen war förmlich zu spüren.
Und eine Sache muss ich noch besonders hervorheben: Die Maske. Robert Downey Jr.s Auftritt als australischer, neuerdings maximal Pigmentierter war ja schon göttlich, aber was war das mit Tom Cruise? Ich wusste nicht, dass er mitspielt und habe ihn doch tatsächlich erst etliche Minuten nach seinem Auftreten erkannt. Einfach unglaublich.
Diesen Film werde ich definitiv so schnell nicht vergessen und beende meine Rezension mit dem denkwürdigen Satz: "Ich lese keine Bücher. Die Bücher lesen mich!". ;-)
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