Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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20 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
wiener charme, 3. Januar 2009
Das diesjährige Wiener Neujahrskonzert wurde von Daniel Barenboim dirigiert. Wieder standen bekannte, aber auch unbekanntere Werke vor allem von Joh. Strauß Sohn auf dem Programm. Barenboim und die Wiener Philharmoniker brachten dabei vor allem die lyrischen, geheimnisvollen und auch leicht melancholischen Momente der Kompositionen zum Ausdruck.
Durch leicht verhaltene Tempi entstanden Blumensträuße tiefsinniger Valeurs. Das allerdings hinderte nicht daran,die schmissigen Werke sich zu feurigen Kaskaden entwickeln zu lassen. Insgesamt: Ein sensueller Hochgenuss! - Gerd Lindlar/Berlin
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19 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Neujahrsgruß aus Wien: Barenboim und die Wiener Philharmoniker, 11. Januar 2009
Seit 1939 findet nun schon alljährlich, wenn auch vielleicht nicht von Anfang an in dieser Form, statt und ist zu einem der größten Medienereignisse des Welt geworden: das Neujahrskonzert der Wiener Philharmoniker. Seit 69 Jahren stehen bei dieser Veranstaltung namhafte und verdienstvolle Dirigenten am Pult dieses Klangkörpers von Weltrang. Unter ihnen waren so große Namen wie Boskowsky, Muti, Abbado, C. Kleiber, Karajan, Maazel, Jansons, Pretre (der auch das Neujahrskonzert 2010 dirigieren wird)und eben in diesem Jahr Barenboim.
Daniel Barenboim hat sich seit Beginn seine Karriere sicher nicht nur durch seine Ehe mit der leider schon früh verstorbenen Violoncellistin Jaqueline du Pre einen Namen gemacht, sondern auch wegen seiner musikalischen und diplomatischen Tätigkeit. Aufgrund seines Engagements für die Entschärfung und Überwindung des Nahost - Konflikts wurde er etwa von der UN 2007 zum Friedensbotschafter ernannt und auch die Gründung des "West Eastern Divan Orchestra" hat großes Lob gefunden (dieses Orchester besteht aus jungen Musikern Israels, Palästinas und einiger arabischer Staaten). Musikalisch ist er sicherlich vielen als Pianist und Dirigent eines breiten Repertoires bekannt, wobei seine Aufnahmen teilweise mit "sehr gemischten Gefühlen" zur Kenntnis genommen worden sind und werden.
Dieses Jahr stand Barenboim nun auf Wunsch der Wiener Philharmoniker erstmals bei einem Neujahrskonzert am Pult. Den überwiegende Teil des Konzerts bestand aus Werken von Johann Strauß (Sohn). Daneben erklangen noch Werke von Johann Strauß (Vater), Joseph Strauß und Joseph Hellmesberger (Sohn). Insgesamt würden sechs Neujahrskonzert - Premieren geboten:
Johann Strauß (Sohn): Märchen aus dem Orient, Walzer op. 444
Johann Strauß (Sohn): Schnellpost - Polka, Polka schnell op. 159
Johann Strauß (Sohn): Alexandrinen - Polka, Polka francaise op. 198
Johann Strauß (Vater): Zampa - Galopp op. 62
Joseph Hellmesberger (Sohn): Valse espagnole
Joseph Haydn: Symphonie Nr. 45 fis-Moll Abschiedssymphonie" (4. Satz; als Beitrag zum Haydn - Gedenkjahr 2009; 200. Todestag Joseph Haydns)
Überhaupt war dieses Konzert mehr oder weniger in thematische Blöcke" aufgeteilt, wobei im ersten Teil eher, aber nicht nur, Bezüge zu Barenboim musikalisch umgesetzt wurden (seine Tätigkeit im Berliner Musikbetrieb, die Gründung des West Eastern Divan Orchestra", sein Einsatz im Nahost - Konflikt und der Walzer Rosen aus dem Süden" ist eines der Lieblingswerke seiner jetzigen Frau und bildete sozusagen die familiäre Komponente des ersten Teils). Im zweiten Teil wurde dann direkt und durch entsprechende Werkauswahl auf das Haydn - Gedenkjahr Bezug genommen und zusätzlich wurden auch einige neutrale" Beiträge zum Besten gegeben. So erklang eben neben dem Auszug aus der o. g. Haydn - Symphonie u. a. die Polka schnell op. 332 von Strauß (Sohn) Eljen a Magyar" ... als Zugaben wurden folgende Werke gegeben:
Erste Zugabe (frei wählbar): So ängstlich sind wir nicht, Polka schnell op. 413 (Strauß (Sohn))
Zweite Zugabe (fest gesetzt): An der schönen blauen Donau, Walzer op. 314 (Strauß (Sohn))
Dritte Zugabe (fest gesetzt): Radetzky - Marsch op. 228 (Strauß (Vater))
Dazwischen erfolgt wie immer der traditionelle Neujahrsgruß, der dieses Jahr zu einem Friedensappell" geriet und auch auf die Situation in Nahost Bezug nahm.
Barenboims Dirigat lässt ganz klar erkennen, dass er der Musik die Würde zugestand, die ihr gebührt. Dabei scheint er sich an Offenbachs Wort von den Schwierigkeiten der leichten Muse" erinnert zu haben. Jedes Detail ist herausgearbeitet und die Tempi sind m. E. sehr gut und überlegt gewählt. Kein Werk wirkt gehetzt oder dahin gepfuscht. Alles ist sehr akribisch, aber nicht oberlehrerhaft" ausgearbeitet. Diese Aufnahme ist wie ein gutes Buch: wenn man mit dem Hören angefangen hat will man mehr hören. Barenboim kann sich mit dieser großartigen Leistung hochverdient in die Reihe der Neujahrskonzertdirigenten einlassen. Er hat seine Wandlungsfähigkeit" und sein Gespür" für Gestaltung und Ausdruck erneut eindrucksvoll unter Beweis gestellt! Diese Aufnahme ist ein Muss für alle Liebhaber dieser Musik und für alle, die einmal eine andere Facette an Barenboim entdecken möchten. Der Kauf lohnt sich so oder so!!! ...
Ausblick:
Nächstes Jahr wird im Übrigen zum zweiten Mal nach 2008 wieder Georges Pretre am Pult der Wiener Philharmoniker das Neujahrskonzert leiten. Er wird dann 85 (?) sein und man kann sich nur wünschen, dass er seine Leistung von 2008 wiederholen kann, wenngleich seine Tempi nicht immer optimal gewählt waren (m. E. war Pretre teilweise ein wenig zu schnell unterwegs).
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11 von 40 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
1.0 von 5 Sternen
Kannse glatt vergessen !, 15. Januar 2009
Dieses Neujahrskonzert war das schlechteste seit langem. Eine seltsame Auswahl der Stücke, aber das schlimmste war, der typische Sound war nicht da, alles klang verhalten und nicht heiter, fröhlich wie sonst. Die Abschiedssinfonie von Haydn zu spielen, war eine Zumutung für das NJKonzert. Meine Videoaufzeichnung des Konzerts habe ich nach 2maligem Reinhören gelöscht. Wie schön klang dagegen ein NJKonzert mit Ricardo Muti oder Lorin Maazel ! Diese CD ist überflüssig.
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