Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Schlechte Kritik unbegründet, 23. Januar 2010
In dem Film "Die Geisha" wird die Geschichte der jungen Chiyo erzählt, die von ihrem Vater an ein Geisha-Haus verkauft wird.
Fortan ist sie der grausamen Behandlung einer in diesem Haus lebenden Geisha ausgesetzt. Auch der Versuch mit ihrer Schwester Satsu, die an ein Bordell verkauft wurde, zu fliehen, scheitert.
Erst die Begegnung mit dem freundlichen Direktor lässt Chiyo neuen Mut schöpfen und sie entschließt hart zu arbeiten um eine Geisha zu werden.
Ich persönlich habe mich nie sonderlich für diesen Film interessiert. Es lag auch mehr an meiner Langeweile, dass ich mich überhaupt dazu durchgerungen habe, ihn mir anzusehen.
Und ich bereue es nicht!
Die Geisha ist der erste Film seit langer Zeit, der mich zum weinen gebracht hat. Er erzählt nicht nur einfach den Werdegang einer Geisha, sondern die Entwicklung eines aussergewöhnlichen Mädchens, dass trotz vieler Schicksalsschläge nicht aufgeben will.
Die Geschichte an sich ist so rührend beschrieben, dass jeder die Gefühle der Protagonistin ohne Probleme nachvollziehen kann. Trotzdem gibt es noch sehr viel, was man zwischen den Zeilen "lesen" kann, was den Film auch für mehrfaches Anschauen interessant macht.
Die Regieführung ist super und die Entwicklung der Geschichte und der Charaktere ist weder zu schnell, noch zu langsam. Auch die Schauspieler agieren sehr überzeugend.
Ein sehr wichtiger Kritikpunkt ist für mich auch bei jedem Film der Soundtrack. So mag ich es zum Beispiel nicht, wenn dieser lieblos aus bereits bestehenden songs zusammgewürfelt wurde, oder nur dazu dient, damit im Hintergrund nicht komplette Stille herrscht.
In diesem Fall war ich aber sehr positiv überrascht, da der Soundtrack sehr packend und gefühlvoll ist und an bestimmten Schlüsselszenen auch wieder die gleichen Themen auftauchen, je nach Charakter und Situation angepasst.
Obwohl ein sehr großer Kritikpunkt ist, dass in der Romanvorlage von Arthur Golden und somit auch in dem Film das Dasein einer Geisha verfälscht wird, bekommt der Film von mir dennoch volle 5 Sterne.
Wer sich für das Leben der Geishas wirklich interessiert sollte ohnehin mehrere Quellen vergleichen und nicht nur einen SPIELFILM als Grundlage verwenden (Es handelt sich hierbei ja um keine Doku).
Alle Anderen können den Film getrost als erstklassige Unterhaltung ansehen. Dazu muss allerdings gesagt werden, dass es nicht einfach nur so ein Film für "mal eben zwischendurch" ist.
Um nocheinmal kurz zusammen zu fassen:
- tolle Story
- gute Regie
- überzeugende Schauspieler
- packender Soundtrack
Alles in allem ein sehr gelungener Film, den ich jedem empfehlen kann.
Ein Film der sowohl glücklich, als auch süchtig macht.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Die geheimnisvolle Welt Japans vor dem Zweiten Weltkrieg, 30. Dezember 2009
Bei diesem ausdrucksstarken Frauenepos gehen die Meinungen stark auseinander, doch auch ich gebe fünf Punkte für den bildgewaltigen Hollywoodstreifen Steven Spielbergs, der auf dem gleichnamigen Roman von Arthur Golden Die Geisha: Roman beruht. Über den Film wird in anderen Rezensionen bemängelt, dass er nicht wirklichkeitsgetreu das Leben von Geishas widerspiegelt - doch ich bin mir nicht sicher, ob Realitätsnähe die Hauptaufgabe des Films sein will.
Der Film hat mich vor allem durch exotische Bilder und die farbenprächtige Darstellung der japanischen Geisha-Welt beeindruckt. Die junge Chiyo wird als Hausmädchen an ein Geisha-Haus verkauft. Später avanciert sie selbst zur Geisha, nicht ohne Intrigen zu überstehen und eine hartnäckige Rivalin auszustechen. Chiyo hat keine andere Chance: da sie mittellos ist, gibt es für sie nur die Möglichkeit, als Geisha zu überleben. Wider Erwarten erfährt sie auch tatkräftige Hilfe auf ihrem Weg, die berühmteste Geisha zu werden. Der Tanz, den sie hierzu bei einem Schauspiel aufführt, ist atemberaubend schön. Für mich hat der Film unmissverständlich klar gemacht, dass Geishas nicht mit Prostituierten gleichzusetzen sind, daher verstehe ich diese Kritik an anderer Stelle nicht.
Die chinesische Schauspielerin Zhang Ziyi, die ich schon aus House of Flying Daggers (Einzel-DVD) kenne, finde ich als Geisha sehr überzeugend. Sowohl von japanischer, als auch von chinesischer Seite gab es allerdings Proteste darüber, dass eine Chinesin die Rolle einer japanischen Geisha übernommen hat. Auch das ist für mich als Europäerin jedoch nicht so relevant und ich werde mir dieses Feuerwerk für Auge und Ohr sicherlich noch öfters ansehen.
Die Gesamtspieldauer des Films beträgt 139 Minuten. Auf der DVD findet man noch umfangreiche Dokumentationen, wie das "Geisha-Trainingslager", die "Entstehung der Hanamachi", den "Geisha-Look", Fotogalerien und die Rubrik "Hinter den Kulissen".
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Zwischen Räucherstäbchen und Shamisen, 30. Dezember 2009
Eine opulent ausgestattete Romanverfilmung des Bestsellers von Arthur Golden, der die Geschichte der kleinen Chiyo (Suzuka Ohgo) erzählt, die von ihren mittellosen Eltern an eine Okiya (ein Geishahaus bzw. eine Geishafamilie) in Kyoto verkauft wird und dort Jahre später als Sayuri (Zhang Ziyi) hinter einer weiß gepuderten Maske mit schwarzem Lidstrich und rot geschminkten Lippen (den drei glückverheißenden Farben) von einer Maiko zur meistbegehrten Geisha der Hanamachi, dem Vergnügungsviertel der Stadt, aufsteigt. Das Leben als Geisha ermöglicht ihr einen Platz in der Welt des Mannes (Ken Watanabe), der ihr als junges Mädchen mit freundlichen Worten einst in der Stadt zum ersten Mal begegnete und der zur unnahbaren heimlichen Liebe ihres Lebens wird.
Auch wenn die Adaption der umfangreichen Buchvorlage mit zunehmender Dauer des Films trotz der Länge von 140 Minuten in ein bloßes zusammengekürztes Abarbeiten verfällt, ist der Film dennoch eine sehenswerte, präzise inszenierte Einführung in die japanische Geishakultur und räumt mit einigen westlichen Klischees auf. Geishas sind keine Kurtisanen, die ihren Körper verkaufen, sondern Hüterinnen der geheimen Welt traditioneller Künste, deren Unterhaltungswert an charmanter Konversation, Shamisenklängen, Teezeremonien, Kalligraphie und eleganten Tänzen nach der Brenndauer von Räucherstäbchen bezahlt wird. Eine Kultur, die in den 30er Jahren zunehmend durch die Okasans (Vorsteherinnen der Geishahäuser) und Bräuche wie die Mizuage, der Versteigerung der Jungfräulichkeit von Maikos, verwässert und verkommerzialisiert wurde. Bei derart anmutigen und geistreichen Geschöpfen wie Geishas, die einen Ort der ästhetischen Schönheit schaffen, bedarf es Schauspielerinnen, die solche Eigenschaften glaubhaft auf die Leinwand zaubern. Da ist Rob Marshall nicht um die Ikonen des asiatischen Kinos herumgekommen, die fast durch die Bank chinesischer Abstammung sind. Ein Umstand der sowohl in China als auch in Japan fast zum Kulturschock ausartete. Aber wer außer der grandiosen Gong Li als intrigante Hatsumomo verbindet derart perfekt die typisch asiatisch distanzierte Kühle mit der femininen Ästhetik einer Geisha? Ihre Gegenspielerin Mameha wird sehr warmherzig von Michelle Yeoh gespielt. Zhang Ziyi verkörpert die Geisha Sayuri als sinnliches und lebendiges Kunstwerk, die im Seidenkimono dahinschwebend in fragiler Anmut die Männer mit einem einzigen Wimpernschlag ihrer wunderschönen Augen aus dem Gleichgewicht bringen kann. Eingerahmt sind die Damen stets von opulenten Bildern, die in sehr ästhetische Visualisierungen getränkt worden. Was sowohl für die Kostümierung der Schauspieler als auch für die Ausstattung der Sets gilt. So erscheint das Vergnügungsviertel Hanamachi in pittoresken Kulissen. Exotische Gärten versinken in rosafarbenen Kirschblüten und einer idyllischen Pflanzenwelt. Passend unterlegt werden diese Bilder mit archaischen Motiven der japanischen Musikkultur. Insofern ist der Film tatsächlich ein Fest für jegliche Sinne. Er lässt allerdings manchmal unter der schön zurechtgemachten Oberfläche die Tiefe des Buches vermissen.
Umfangreich fällt das Bonusmaterial dieser DVD aus. So kann man sich in verschiedenen Dokumentationen die Entstehung des Geisha-Looks und der Hanamachi ansehen. Zudem sind noch Fotogalerien von Kostümen und Kulissen abrufbar.
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