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12 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
ALLES GEHT DRUNTER UND DRÜBER, 10. August 2009
ALLGEMEINES ZUR SERIE: Die Erstausstrahlung von Staffel 1 erfolgte auf einem US-amerikanischen Sender namens FX-Network am 12.3.2002 und die Ausstrahlung der letzten Staffel erfolgte wohl 2008. Bis dahin ein langer Weg, den die tranigen Schlafnasen des Deutschen Fernsehens, samt der Werbekanäle, natürlich verpennten oder ohne Gefühl für die unbestreitbar vorhandene Klasse falsch platzierten, sodass selbst ein routinierter Fernsehglotzer wie ich die stattgefundenen Versuche auf Pro7 (2004) und Kabel 1 (2007) nicht wahrnahm. Ich bin nicht böse darum, denn in der Serien-DVD-Fassung hat man mehr davon.
Menschen, die bei der ZDF-Revierserie HAFENKANTE Herzklopfen bekommen, sollten allerdings die Finger davon lassen, denn ich verspreche jedem, der auch nur ein bisschen Gefühl für ungeschminkte Polizeiarbeit auf den Straßen der Großstädte dieser Welt hat, der die Nervenkraft aufbringt, die zugespitzte, deshalb in großer Breite nicht weniger realistische Darstellung polizeilicher Routinearbeit in einer amerikanischen Metropole (und nicht nur dort) zu verkraften, wird sich die Scheiben der einzelnen Staffeln so schnell wie möglich reinziehen! Und das am Stück! Garantiert!
Der Aufbau des Gesamtwerks kommt einer Dokumentation sehr nahe und die oft verwendete Handkamera vermittelt, mittendrin dabei zu sein. Bald ist es einem egal, mit was sich die Revierpolizisten beschäftigen, ob mit Mord, Drogen, Gewalt in Familien oder reiner Bandenkriege um Märkte: Sie wollen nur noch mitbekommen, wie es den Protagonisten der Serie gelingt, die doch eigentlich nur gute Polizeiarbeit abliefern wollen, immer wieder den Kopf aus der Schlinge zu ziehen.
Die Realitätsnähe der einzeln Staffeln ist dermaßen offenkundig, dass die Produktion sogar die Polizeimarken, die die Polizisten der Serie tragen, total unterschiedlich in Form und Trageweise gestaltete, damit sie sich von denen des wirklichen Lebens deutlich unterschieden, denn die echten Polizisten des LAPD legten Wert darauf klarzustellen, dass sie sich vom Korruptionsvorwurf, der klar immer wieder zum Tragen kommt, distanzierten und möglichst wenig Ähnlichkeit im äußeren Erscheinungsbild zu sehen sein sollte.
INHALT STAFFEL V:
Lieutenant Jon Kavanaughs - brilliant Forest Whitaker - wühlt in den alten, dunklen, verdrängten und somit fast vergessenen Sachen, nämlich den Umständen des Todes des Detectives Terry Crowley, herbeigeführt durch Vic Mackey und die Unterschlagung von Geldern einer Bande. Dieser schmierig und zugleich hartnäckig agierende Offizier der Dienstaufsicht beißt sich an Vic die Zähne aus und doch, er schärft seine Hackelchen und beißt immer wieder erneut zu. Dabei bedient er sich längst all der fiesen Tricks, die er an Vic verabscheut und man wundert sich bald nicht mehr, dass man sich längst auf die Seite Vics geschlagen hat, denn Nötigung ist Kavanaughs Lieblingswaffe. Und die wirkt auch bei Stadtrat Davic Aceveda, gegen den er wegen Bestechlichkeit ermittelt. Der wiederum laviert auf dünnem Seil, und je nach welcher Seite er abstürzt, droht er von diesen oder von den anderen Haien zerrissen zu werden. Auch er sucht nach der geschicktesten Lösung für seine ganz spezifische Situation zwischen allen Fronten.
Captain Rawlins (Glenn Close) war mit ihrem Programm gescheitert und hinterlässt ein in sich zerrissenes Revier, dass kommissarisch vom schwächsten Glied des Reviers für eine Weile geleitet wird. Auch dadurch funktioniert noch das Strike Team, doch längst eher der Not gehorchend als aus Neigung, denn fast nur noch ihre anrüchigen Taten verbinden diese Polizisten nach wie vor. Noch halten die Bande, obgleich Kavanaugh eine von Vics Informantinnen bearbeitet hatte. Die verriet, dass Lem (das Gewissen des Strike Teams) einmal Heroin unterschlug. Er wird von der Dienstaufsicht verhaftet. Kavanaughs Deal: Lem soll sich verkabeln lassen, um das Strike Team auszuforschen. Gegenleistung: mildere Strafe.
Lem lässt sich auf den Deal ein, informiert jedoch unauffällig das Strike Team. Man findet einen Weg, dass Lem an den Teamsitzungen teilnehmen kann, während seine Wanze wo ganz anders spazieren geht. Für Kavanaugh wird sein Abhörtrick zum Bumerang, denn Vic versorgt ihn mit Fehlinformationen, die seine Mission ins Chaos stürzen lässt, ohne, dass sich die von ihm ausgehende Gefahr deutlich mindert. Der Druck bleibt hoch.
Und Shane Vendrell, Vics engster Freund, bleibt dünnhäutig. Er glaubt nicht daran, dass Lem dem Druck der dienstaufsichtlichen Ermittlungen standhält, obgleich Vic ihn abtauchen ließ, um der drohenden Verhaftung zu entgehen. Shane kommt auf eine perverse Idee, mit der er meint, das Team, hauptsächlich aber sich selbst, schützen zu können. Es kommt zu einem Anschlag, mit dessen Ausgang keiner glücklich sein kann.
Claudette bekommt am Ende der Staffel die Stelle des Captains angeboten und akzeptiert widerwillig, obgleich das immer ihr Ziel war.
Dunkle Wolken ziehen auf!
FAZIT: In dieser Gesamtserie haben wir es pro Folge immer mit mehr oder weniger abgeschlossenen Fällen zu tun, die aber pro Staffel von einem großen Bogen überspannt sind, der einmal mehr, ein andermal weniger unheilvoll über allem schwebt und woraus die Revier-Polizei-Serie ihre immerwährende Spannung zieht, denn letztlich geht es immer um Leben oder Tod, Untergehen oder Überleben von Einzelpersonen oder Gruppen, mit denen man ungewollt mitfiebert oder die man notgedrungen ablehnt. Freiheit oder Knast ist das Problem, das für die Polizisten ebenso gilt wie für die Gangster.
Die Dialoge sind knapp und situationsbezogen gehalten. Da gibt es kein Seriengeschwafel oder -gefühlsel, wie man es aus deutschen Serien jeder Art kennt, sondern unromantisch wie die abgenutzte Einrichtung des Reviers wird kommuniziert. Die eingestreuten Witze, bevor es wieder um Mord, Vergewaltigung, Kinderpornos oder Bandenkriege geht, sind eher zynisch und bitter als heiter oder humorvoll.
Alle Schauspieler leisten brillante Arbeit, in ihrem Erscheinungsbild ganz allgemein weit weg vom Hollywoodstandard. Barbies oder Beautysalonknaben haben da nichts zu suchen. Jeder Charakterkopf repräsentiert auch einen nachvollziehbaren Typen, egal, auf welcher Seite da einer agiert. Man nimmt denen exakt das ab, was sie sagen oder tun. Der abgewrackte Penner kommt da so typengenau rüber wie der widerlichste Gangster oder der raffinierteste Bulle. Nichts da von Klischee!
Jede Folge innerhalb der Staffel kommt auf 40 Minuten, die schneller rumgehen als eine Achterbahnfahrt und doch immer wohl dosiert verabreicht werden. Trotzdem, man fiebert mit und sinkt erschöpft zurück in die Kissen und wundert sich, dass man sich wieder aufseiten dieser Fiesbullen gefunden hat, die in keinem Ausbildungsfilm für angehende Polizisten auch nur andeutungsweise auftauchen dürfen.
Eine Serie ohne Beispiel. Auch diese Staffel V beinhaltet inhaltliche Wendungen, mit denen man nicht rechnet. Längst ist man auf Seiten der Schlitzohren, wenngleich deren Aktionen immer krasser werden. HMcM
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11 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Runde 5 bei The Shield, 12. Oktober 2008
The Shield ist zurück und verspricht wieder Action,Spannung und Emotionen pur.Ein Geheimtipp unter wahren Krimifans.
Gegenüber der englischen DVD-Auswertung bekommen die deutschen Fans sogar eine ungekürzte Staffel präsentiert.
Staffelübersicht:
Die Killeruhr (Extraction)
Das Böse (Enemy of Good)
Kinderhandel (Jailbait)
Verrat an Mackey (Tapa Boca)
Trophy
Unter Druck (Rap Payback)
Task Force (Man Inside)
Die Schwachstelle (Kavanaugh)
Zugedröhnt (Smoked)
Deal mit dem Teufel (Of Mice and Lem)
Grenzgänger (Post Partum)
"Grenzgänger" läuft auf der deutschen DVD 67 Minuten anders als die
42 Minuten aus England und ist somit ungekürzt.
Bonusmaterial:
Audiokommentare zu den Episoden 01,03,04,05,06,09,10,11
Deleted Scenes (mit optionalem Audiokommentar)
Making a Scene
Remembering Scott Brasil
Wins and Looses
Making of der Episode "Grenzgänger" (88 Minuten)
Season 5 Promo
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14 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Und wieder 5 Sterne!!, 16. März 2009
Tja, The Shield ist für mich unangefochten die Serie, die es schaft sich ständig weiter zu entwickeln und dabei nie seltsame Storylines konstruiert, nur um noch einen drauf zu setzen.Konsequent genial wird seit Staffel 1 eine Haupthandlung verfolgt, ab und zu etwas neues eingebaut, aber der Zuschauer hat eigentlich nie das Gefühl, dass die Autoren aufgrund von Quotendruck oder aus anderen Gründen ihrer Phantasie hemmungslos freien Lauf lassen.Zu der Story in dieser Season will ich eigentlich nicht viel erzählen, der Schock sitzt noch zu tief und ich habe Angst etwas zu verraten.Ich kann aber verraten, dass Vic Mackey (nach all den Gangsterbossen der Vergangenheit) endlich einen Gegner auf absoluter Augenhöhe gefunden hat, sich die Ereignisse um das Strike-Team (privat und beruflich) unglaublich dramatisch zuspitzen und auch im Hauptquartier nichts mehr so ist, wie es mal war.
Ich bin nach den heftigen letzten 2 Folgen jetzt so gespannt und vorfreudig wie nie!!
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