Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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67 von 83 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Ich hätte es nicht zu hoffen gewagt, 13. Oktober 2008
Seit heute ist das komplette Album offiziell im Internet zu hören, und ich konnte es nicht erwarten. Das erste vorab zu hörende Lied RnR-Train hat meine Hoffnungen ehrlich gesagt stark gedämpft, das zweite (War Machine) ließ mich wieder etwas aufhorchen.
Jetzt habe ich das ganze Album gehört, und bin bereit, ihm guten Gewissens subjektive fünf Sterne zu geben. Brendan O'Brien hat als Produzent einen tollen Job abgeliefert; denn ich vermute, dass er die Band zu einigen der Überraschungen auf diesem Album ermutigt hat, und der Sound ist der beste seit "Razors Edge".
Zu den Songs:
RnR-Train - Ohnedies schon länger bekannt, als Einstieg zu unspektakulär. Aber ein guter Song, typsich für die Aussies.
Skies on Fire - Überraschend guter, hoher Gesang von Johnson, Midtempo-Rock mit herrlichen Melodien. Treffer.
Big Jack - Nimmt rasch Fahrt auf und wird zu herrlicher Mitwipp-Nummer, Steigerung gipfelt in einem kräftigen Refrain, den bald jeder Fan mitbrüllen wird. Ebenfalls auf die Zwölf.
War Machine - Böööse. Eines der Lieder, die klingen, wie der Titel vermuten lässt. Speziell das rauhe Bellen von Malcolm beim Refrain gibt ihm Charme.
Anything goes - Für AC/DC ungewöhnliche Nummer, aber richtig cooler Gute-Laune-Rocker. Nächster Volltreffer.
Smash 'n' Grab - Langsame Stampfnummer, teilweise leicht bedrohliche Atmosphäre. Nach wie vor hohes Qualitätslevel.
Spoilin for a Fight - Straighte Nummer, auf dem AC/DC-Reissbrett geschrieben, fällt ein wenig aber, aber immer noch richtig gut.
Wheels - Anfang etwas dünn, fängt sich aber schnell. Fröhlicher Boogie, der gekreischte Titel hört sich an wie quietschende Reifen. :-)
Decibel - Anfangsriff mit ganz leicht indianischem Touch, stellenweise Ähnlichkeit zu "Cover you in oil", kein Höhepunkt, hat aber seine Momente.
Stormy May Day - Ungewöhnlicher Anfang. Ich glaub ich spinne, ist das eine Slide-Gitarre? Coole Eigentlich-Southern-Rock-Nummer.
She likes RnR - Taufrische Rocknummer, enthält auch wieder ein paar Kleinigkeiten, die ich von AC/DC noch nie gehört habe, Johnson stimmlich sehr überzeugend. In den Höhen eher singend als kreischend.
Money made - Hört sich anfangs auch wieder ein wenig nach Southern Rock an. Gemächliche Nummer. Wenn man mal mit einem Bier und einer Zigarette an einer Bar stehen und dabei cool aussehen möchte, sollte man vorher beim DJ dieses Lied bestellen.
RnR Dream - Fängt so verträumt an, wie der Titel vermuten lässt. Nächste Überraschung: Hat zwar auch kräftige Momente, aber im Grunde eine Ballade. Die erste und einzige von AC/DC seit "Love Song".
Rocking all the way - Und schon wieder kann ich meinen Fuß nicht am wippen hindern. Typische AC/DC-Nummer. Kein Knaller, aber 'n schönes Solo und gut zum Autofahren.
Black Ice - Der Titeltrack ist für mich nicht sofort so eingängig wie der Großteil vom Rest, aber ich spüre, dass er noch kommt.
Ich bin's zufrieden. Ehrlich gesagt hatte ich befürchtet, dass die lange Pause ein Zeichen dafür ist, dass den Jungs einfach nichts mehr einfällt oder dass sie langsam zu alt werden, um gewisse Trademarks noch überzeugend rüberzubringen, z.B. Johnsons markante Stimme. Aber das war eine der ersten Überraschungen auf dem Album. Seine Stimme hat Kraft und klingt frisch, und - was mir völlig neu war - er singt in den hohen Bereichen oft, statt zu kreischen.
Außerdem liefern sie uns Southern Rock (subjektive Meinung, korrigiert mich, wenn ich mich irre), eine Halbballade, Rock'n'Roll abseits vom AC/DC-Schema, und ab und zu spielt Phil Rudd sogar Fills. :-)
Meine Hoffnung war, dem Album guten Gewissens vier Sterne geben zu können. Da haben mich die Jungs aber ganz schön an den Eiern erwischt. Es ist klar besser als die letzten beiden, die Zeit wird zeigen, ob es ""The Razors Edge"" trotz Fehlens eines "Thunderstruck"-Äquivalents schlägt. Aber selbst wenn nicht, haben wir hier eines der zwei besten AC/DC-Alben seit 1981.
Ich schätze, dieses dicke Grinsen kriege ich jetzt wochenlang nicht aus meinem Gesicht. :-)
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14 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
AC/DC pur..., 17. Oktober 2008
Man hat es schon gar nicht mehr zu hoffen gewagt. Die australische Göttertruppe leiert sich doch nochmal ein Album aus dem Kreuz. Und das klingt (surprise surprise) so, wie eine ordentliche AC/DC-Scheibe zu klingen hat. Fette Produktion, stampfende Faustbanger ohne Ende, kein Firlefanz, keine Experimente dafür ein paar echte Hits. Alles perfekt? Kommt auf die Erwartungshaltung an. Wer so utopisch war, eine neue "Highway to hell" oder "Back in black" zu erwarten, wird sicherlich enttäuscht werden. Wer allerdings mit einer Steigerung zur "Stiff upper lip" oder "Ballbreaker" zufrieden ist, sollte dieses Album unbedingt kaufen! Das ist den Mitfünzigern nämlich wirklich eindrucksvoll gelungen. Der Sound ist druckvoll, Johnson liefert ne Top-Leistung ab und das Songwriting über weite Strecken durchaus zwingend. Vielleicht hätte man nach 8 Jahren noch mehr echte Knaller erwarten können, doch gibt es auf der "Black Ice" schon den ein oder anderen richtig super starken Song.
Zur Einzelbewertung:
Rock N Roll Train: Kennt und liebt wohl jeder... Für mich der stärkste AC/DC-Track seit Thunderstruck. Einfach ein echter Hit, mit einem Refrain, der bereits beim ersten Hören zündet. So was können nur AC/DC 10/10
Skies On Fire: Ähnlich stark wie der Opener. Gelungenes Riff und Refrain 8/10
Big Jack: Typischer AC/DC-Gute-Laune-Nummer. Auch hier bleibt der Chorus beim ersten Hören hängen. Ich befürchte allerdings, daß er mich ab dem 20sten Mal nerven wird...;o)) 7/10
Anything Goes: Perfekte Cabriomusik. Treibend, melodisch, eingängig und wirklich nicht sonderlich hart. Eher ein AC/DC-"Popsong". Trotzdem eines der Highlights! 10/10
War Machine: Harter, mächtig treibender Hardrock-Kracher. Live bestimmt ein Abräumer. 9/10
Smash N Grab: Der nächsten richtig starke und tonnenschwere Hit. Hätte gut auf die "Flick of the switch" oder "For those about to rock" gepaßt. 10/10
Spoilin' For A Fight: Geiler Angus, aber nur mittelmäßiger Song. Zu sehr Reißbrett... 6/10
Wheels: Flott und gelungen 8/10
Decibel: Erinnert mich zeitweise an "Danger", gibt mir gar nix... 5/10
Stormy May Day: Treibender Rocker im Country-Style. Interessant, weil eher untypisch 8/10
She Likes Rock N Roll: Der Refrain ist einfach großartig! Der Rest des Songs zwar nicht ganz so, könnte live aber ein Reißer werden 8/10
Money Made: Langweilig. Plätscher, plätscher... 5/10
Rock N Roll Dream: Eine AC/DC-Halbballade. Das ist mal ne Überraschung, aber sicher nicht beste Song des Albums. 7/10
Rocking All The Way: Noch ein AC/DC-Reißbrettsong. Gabs vorher schon 50 Mal und auch nicht schlechter... 6/10
Black Ice: Das würdige Ende einer richtig starken Hardrock-Scheibe. 8/10
Gibt im Schnitt ne gute 7,6 = 8...
Fazit:
Ob das nun die stärkste Scheibe seit der Back in Black oder nur seit der Razors edge, möchte ich nach 5 mal hören noch nicht abschließend bewerten. Aus heutiger Sicht finde ich alle Scheiben von der "Let there be Rock" bis zur "For those about to rock" 2-5 Klassen besser als die "Black Ice". Ich bin allerdings mit diesen Alben aufgewachsen und habe viele in den letzten 30 Jahre zig 100 mal gehört. Deshalb finde ich derartige Vergleiche/Jubelarien am Erscheinungstag ziemlich fragwürdig. Die großen Bandklassiker haben alle den test-of-time mit Bravour gemeistert. Ob das der "Black Ice" auch gelingt, wird man sehen. Die Scheibe hat durchaus einige richtig starke Momente und zeigt, daß die Australier noch nichts verlernt haben. Was dem Album, wie auch vielen seiner Vorgänger, abgeht, ist dieses Feuer, diese Wucht, dieser mörderische Punch, der AC/DC zur intensivsten Hardrock-Band der Welt gemacht hat. Live haben sie das immer noch auf dem Kasten und deswegen gehe ich davon aus, daß die meisten Black-Ice Songs bei der Tour ganz anders abgehen werden. Starkes Album, aber kein Bandklassiker!
8/10
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23 von 31 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
erleichterung, 21. Oktober 2008
ich machs kurz, hier stehen ja ohnehon schon geschätze 2000 rezis, mit einer schönen verteilung von 1 bis 5 sterne, wobei die 5er den überhang haben.
es kommt auf das bezugssystem an. in relation zum desaströsen "stiff upper lip" und zum hüftlahmen "ballbreaker" ist das ein sensationelles album. in relation zu "the razors edge" ein gutes. in relation zu "back in black" oder "highway to hell" ist es fein und nett, aber bedeutungslos.
das ist, beim besten willen, kein klassiker, diese lüge bring ich nicht runter, und wenn ich noch soviel flüssige fanbegeisterung dazuschütte - und vor allem erleichterung, denn nach der langen pause und dem niveau der vorgängeralben war die angst doch groß.
alsdern: dieses album hat endlich wieder einen starken sound, herrn o'brian sei ein loblied gesungen, der klang erinnert stark an "the razor's edge", als noch der große, späte (wie wir amerikaner sagen) bruce fairbairn die knöpfe regelte bzw. die regler knöpfte: transparent, hell, warm, bei aller härte "freundlich" in der anmutung. weitere positive überraschung: hörbar wurde am gesang gearbeitet, brian johnson SINGT und quietscht nicht. die young-gitarren waren eh immer über jeden zweifel erhaben.
die songs... 15 sind einfach zu viel. ac/dc hatten fast immer (außer auf ihren allergrößten taten) eine tendenz zum füllen, aber bei 15 tracks wird die hit-filler-rate problematisch. will sagen: ui, da hat's längen!
was mir besonders auffällt und besonders gut gefällt: bei aller notwendigen lebenslangen verliebtheit in den zum hardrock beschleunigten blues trauen sich die alten weiterentwicklungsverweigerer ac/dc hier sidesteps zu, die ich ihnen nie zugetraut hätte und die ihnen bestens zu gesicht stehen.
so finde ich die mainstream-rock-nummer "anything goes" in all ihrer kommerziellen schönheit einfach unwiderstehlich. natürlich kann man da bruce springsteen ("born in the usa") heraushören - oder bryan adams, def leppard, sammy hagar, vor allem aber the who (die gitarre zitiert ständig "won't get fooled again" !!!) - für mich schließt das stück einfach perfekt an "money talks" an. großartig, wie angus young hier sein schneidendes gitarrenspiel in wirklich schmeichelweiche licks fließen lässt.
oder, gleich die nächste nummer: "war machine" klingt überdeutlich nach accept, brian singt hier tatsächlich wie udo dirkschneider, malcolm spielt klassische accept-grooves. "decibel" wieder klingt zu beginn so sehr nach billy gibbons (gitarre und gesang), dass bei einer blindverkostung vermutlich jeder zweite auf zz top tippen würde. im nächsten stück, "stormy may day", heult die slidegitarre wie im klassischen southern rock.
vier sterne, totz mancher durchhänger im songwriting, a) aus erleichterung, b) in alter zuneigung, c) für den tollen sound, d) für die stilistische bandbreite und kreativität.
und e) vor allem wegen des eingangs erwähnten bezugssystems. bezogen auf sonstige derzeit zu hörende sachen ist das hier nämlich allerweil großartig.
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