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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Nicht Eßstörung ist das Thema, sondern seelischer Schmerz!, 10. Februar 2009
Dies ist ein außergewöhnlich mutiger Film. Ein stiller Film und gleichzeitig so laut, das man/frau sich die Ohren zu halten möchte.
In diesem Film werden absolut NICHT Eßstörungen thematisiert. Nein, es ist das Thema Vergewaltigung und deren Folgen. Es wird gezeigt, wie eine junge, schöne Frau vergewaltigt wird, die Schuld dafür bekommt (weil sie so schön ist und sich sexy kleidet) und der Täter laufen gelassen wird. Sie zerbricht an den Folgen der sexualisierten Gewalt. Niemand erkennt wie traumatisiert das Mädchen ist, wie dringend sie Hilfe bräuchte. Sie will häßlich werden und ist siuzidal, deswegen beginnt sie zu fressen und zu kotzen, zu hungern und Sport bis zum umfallen zu betreiben. Ein(e)"wahre" Eßgestörte erledigt das alles ziemlich heimlich und lautlos. Dieses Mädchen kotzt überall, sie findet das alles buchstäblich zum kotzen.Und es ist Selbstmord auf Raten, was sie da tut. Ihre Seele ist schwerst gestört. Das zeigt sich im weiteren Verlauf des Films immer mehr.
Die Schauspielerin, die Macher des Films haben Mut zur Häßlichkeit, Mut seelischen Schmerz äußerst eindrucksvoll darzustellen und den Mut ein solches, immer noch tabuisiertes Thema, sehr offen darzustellen.
Ich fand es jedoch übertrieben, das wirklich alle Männer ihr nicht widerstehen konnten und nicht mehr Herr ihrer Sinne waren und sogar sterben wollen für sie. Ich denke, das
es doch ein paar Exemplare gibt, die sich und ihre Hormone halbwegs im Griff haben....!
Der Film ist sehr sehenswert, aber kann auch triggern (für Betroffene). Ein Film der unter die Haut geht. Und er hat auch kein Happy-End, was zum Nachdenken einlädt....!
Anmerkung:
Eßstörungen sind sehr selten nur wegen dem streben nach einem Schönheitsideal. Vielmehr sind sie Ausdruck seelischen Schmerzes in welcher Art und Weise auch immer. Siehe dazu auch das Buch: "Die Frau die im Mondlicht aß"
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1 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Nach Berlinale, 23. September 2008
Den Film konnte man sich während BERLINALE anschauen und auch ich hatte dieses Glück.
Im koreanischen Kino wird nicht viel gesprochen, trotzdem werden zahlreiche Emotionen gezeigt. Wer auf anspruchsvolle Dramas aus Asien steht, wird es nicht bedauern, diesen Film gesehen zu haben.
Gerade heutzutage ist das Thema aktuell - so viele leiden an Eßstörungen, so viele Frauen wollen schön aussehen. Aber was heißt eigentlich "schön"? Ist es gut, schön zu sein? Bringt es nur Vorteile mit sich? Die Hauptfigur im Film ist einer anderen Meinung...
Und würde eine Frau bei einer Vergewaltigung den Vergewaltiger umbringen, wenn sie eine Pistole in der Hand hätte? Jede Frau?
Ein interessanter Film!
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3.0 von 5 Sternen
Sensibles Thema ad absurdum geführt..., 7. März 2009
Inhaltsangabe vom Label:
Eunyoung ist eine Frau von außerordentlicher Schönheit. Doch gerade diese Schönheit ist es, die ihr zum Verhängnis wird in einem Zeitalter, das Schön heitsideale verabsolutiert und in dem es zur Selbstverständlichkeit ge worden ist, dass Frauen sich dem Skalpell eines Schönheitschirurgen aus liefern, wenn sie diesen Idealen nicht zu genügen meinen. Für Eunyoung jedoch ist Schönheit nicht mehr als ein ganz alltägliches Ge schenk. Sie muss nur über die Straße gehen, und schon drehen sich die Män ner nach ihr um, während die Frauen wegen ihres guten Aussehens der pu re Neid packt. Als sogar der Freund ihrer besten Freundin hinter de ren Rücken versucht, bei ihr zu landen, führt das zum Streit und schließlich zum Bruch zwischen den beiden Frauen. Auch dies trägt dazu bei, dass Eunyoung sich mehr und mehr genervt fühlt von den unverschämten Bli cken der Männer und den eifersüchtigen Frauen. Eines Tages wird sie vergewaltigt ein Mann, der sie schon längere Zeit verfolgt hat, fällt über sie her. Danach stellt er sich freiwillig der Polizei und er klärt noch auf dem Weg zum Gefängnis, er sei unsterblich in sie verliebt. Eunyoung macht ihre Schönheit für die Tat verantwortlich und fängt an, ihr Aussehen zu hassen so sehr, dass sie ihre Schönheit schließlich zerstören will. Zu diesem Zweck schließt sie Freundschaft mit einer Fettleibigen, de ren Fresssucht sie imitiert. Doch vergeblich obwohl sie Unmengen isst, verweigert ihr Körper jede Gewichtszunahme. Die ganze Prozedur ist nur eine einzige Qual. Doch auch gegenteilige Maßnahmen haben keinen Ef fekt: Als sie zu essen aufhört, wird sie nicht etwa magersüchtig, sondern einfach nur krank. Und dann sieht sie eines Tages auf der Straße ihren angeb lich inhaftierten Vergewaltiger.
Zunächst mal bekommt man eine schonungslose Geschichte, die sich in jedem Land der Welt abspielen könnte. Und genau hier liegt der größte Kritikpunkt:
Zu viele Klischees werden bedient und auch bewußt überzogen dargestellt.
Deshalb verkommt der Film ab und an zu einer Tragikomödie, die er eigentlich gar nicht sein möchte. Die Intention, die sexuelle Gewalt in dem so konservativen Korea in den Fokus zu rücken, ist leider etwas schief gegangen.
Die Leistung der Schauspieler kann ebenfalls nicht hunderprozentig überzeugen. Die deutsche Sprachausgabe hingegen kann sich sehen lassen.
Insgesamt hätte ich mir einen etwas differenzierteren Umgang mit diesem sensiblen Thema gewünscht.
Schade, denn der Ansatz stimmte.
Hier sollte man vor dem Kauf auch evtl. erstmal leihen, bevor man enttäuscht wird.
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