Die hilfreichsten Kundenrezensionen
|
|
9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Harmlos, 10. August 2007
Journalistisch ambitioniertes graues Mäuschen wird Assistentin der garstig-elitären Chefredakteuren eines führenden Modemagazins. Zunächst passt sie weder optisch noch charakterlich in diese versnobte, auf Oberflächlichkeiten fixierte, Umgebung , aber die Anpassung gelingt schneller als ihren alten Freunden lieb ist. Gerade noch rechtzeitig erkennt sie, dass sie kurz davor ist, ihre Seele an einen Prada tragenden Teufel zu verkaufen.
Der Film bietet viel von dem, was er eigentlich anprangern will: Sterilen Hochglanz. Von dem Sarkasmus und der Ironie der Romanvorlage bleibt nicht mehr viel übrig. Diese ging mit der Scheinwelt noch schonungslos ins Gericht. Beim Film beschleicht einen hingegen mitunter der Verdacht, dass genau solche Modepüppchen noch am meisten Gefallen an den dünnen Frauen, teuren Kleidern und pompösen Kulissen haben - So zahm kommen Geschichte und die meisten Charaktere daher.
Dass der Film letztlich immerhin solide Unterhaltung bietet, liegt in erster Linie an Meryl Streeps phantastisch charismatisch Darstellung. Selbst Jack Nicholson hat noch keinen so boshaften und gleichzeitig faszinierenderen Bösewicht gespielt.
Mit etwas gutem Willen schmunzelt man sich so durch die knapp zwei Stunden und freut sich am Ende für dass dann nicht mehr ganz so graue Mäuschen, dass alles gut ausgeht.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
War diese Rezension für Sie hilfreich?
|
|
|
|
|
|
8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Witziger Film mit langweiliger Botschaft, 11. März 2007
Gestern hab ich "Der Teufel trägt Prada" gesehen und das ist wirklich mal ein recht unterhaltsamer Film, den ich empfehlen kann.
Handlung: Ein junges Mädchen, frisch vom College, möchte gerne in New York als Journalistin arbeiten. Aber natürlich hat keine der großen New Yorker Zeitungen ausgerechnet auf sie gewartet und so bewirbt sie sich zum Schluss, um die Miete bezahlen zu können, um den Job der zweiten Assistentin der Chefredakteurin einer führenden Modezeitschrift. Mit Mode hat sie eigentlich nix am Hut, das sieht man ihr auch an, und so wird sie schon beim Vorstellungsgespräch von allen Mitarbeitern teils mitleidig, teils ungläubig betrachtet. Wider Erwarten bekommt sie den Job - "Gib dem intelligenten, dicken Mädchen eine Chance," sagt Miranda Priestley, ihre zukünftige Chefin. Andrea, das junge Mädchen, trägt Konfektionsgröße 36....
Auch später ist ihre Figur ein Thema. Als sie in der hauseigenen Cafeteria zu Mittag essen will, wundert sie sich, dass die anderen weiblichen Angestellten NIE zu essen scheinen. "Nicht, seitdem Größe 30 zu 32 und 32 zu 34 geworden ist," erklärt ihr der hauseigene Stylist Nigel. "Ich hab 36," sagt Andrea. "Das ist die neue 44," antwortet Nigel.
Naja, und so geht es munter weiter.... Nach und nach wird sie infiziert und immer dünner und modischer, steigt auf von der zweiten zur ersten Assistentin und darf sogar mit zu den Prèt-à-Porter Shows nach Paris. Bis sie sich dann irgendwann eines Besseren besinnt und der Modezeitschrift den Rücken kehrt, um zu ihrem Freund zurückzukehren und einen Job in einer "richtigen" Zeitung zu finden.
Für mich war das drollig zu sehen, weil vieles mich an meine Zeit in der Werbung erinnerte. Es scheint tatsächlich so zu sein, dass je kurzlebiger, und im Grunde unwichtiger, die Branche, desto mehr Wirbel machen die in ihr tätigen Leute um ihre Arbeit. Niemand z.B. im Stahlhandel, im Bauwesen, in der Logistik, in der IT-Branche oder im Rechtswesen hat jemals so viel TamTam um eine Riesen-Stahlladung im Wert von mehreren Millionen, um ein neues Gebäude, um Schiffe mit tausenden von Tonnen Tonnage, um neue Programme oder einen Prozess gemacht, wie die Werber um ein einziges Plakat oder eine Anzeige - die schlussendlich kaum jemand bewusst wahrnimmt.
Was mir in dem Film nicht gefiel, war die Haltung des Freundes. Wäre *er* derjenige gewesen, der für ein Jahr (danach stehen Dir in NY alle Türen offen, hieß es) einen Sch...-Job machen muss, der schlecht bezahlt wird und dafür 20 Stunden Bereitschaft am Tag verlangt, so hätte er sicher von seiner Freundin erwartet, dass sie ihn unterstützt diese Zeit durchzustehen. Umgekehrt war dies nicht so. Er war nur am Meckern und erwartete ganz klar, dass *er* die Priorität in ihrem Leben hatte. Danke für die nette Botschaft, Hollywood!
Meryl Streep, die die Miranda Priestley spielt, sieht übrigens traumhaft aus in diesem Film!
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
War diese Rezension für Sie hilfreich?
|
|
|
|
|
|
6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Der Teufel trug Prada leider zu lange!, 11. April 2007
Das Buch ist eine Komödie für sich selber. Fängt man es an zu lesen, wird es schwer es wegzulegen.
Dann ist der Film eigentlich ein Muss.
Weit gefehlt. Miranda Priestly lange nicht so bösartig wie im Buch, der Rummel um die Kleider, noch lange nicht so groß, die Modewelt nicht so gnadelos wie die geschriebenen Worte.
Alles in allem ein ansehnlicher Film, aber wer das Buch gelesen hat, wird eine ziemliche Enttäuschung wahrnehmen.
Trotzdem 3 Sterne für David Frankels Buchverfilmung:
Einen für die Schauspieler (Meryl Streep grandios wie immer, Starlet Emily Blunt bösartig charmant), einen für New York und einen für die toll dargestellte Welt der Dünnen und Schönen.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
War diese Rezension für Sie hilfreich?
|
|
|
|
|
|
Die neuesten Kundenrezensionen
|