Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Ring frei für Runde 3!!, 12. Februar 2009
"Boston Legal", die kultig-geniale Serie um die Anwaltskanzlei Crane, Poole & Schmidt geht endlich in die dritte Runde - und wie! Während sich das Personalkarussell munter weiter dreht - viele neue kommen (u. a. die süß-bezaubernde Constance Zimmer, der schüchterne, aber liebenswerte Gary Anthony Williams oder - vorübergehend - Craig Bierko) und auch manche Altbekannten schauen wieder mal vorbei (Lake Bell aus der 1. Staffel) - und so stets für frischen Wind sorgt, ist an dem bewährten Konzept nicht viel geändert worden: neben durchweg spannenden und interessanten Fällen - von einem mehrere Folgen umspannenden Prozess um die Ermordung Richterin Hoopers über sexistische Barbiepuppen, eine blutüberströmte Braut oder eine Sterbehilfe leistende Ärztin -, geben sich wieder hochkarätige Gaststars - unter anderem Katey Sagal ("Peggy Bundy" ist in ihrer Rolle als Mutter eines unter Mordanklage Stehenden erschreckend gut), Betty White, Megan Mullally, Michael J. Fox und Tom Selleck - die Klinke in die Hand und garantieren wieder einen perfekten Mix aus Spannung, Wortwitz und Situationskomik (die man unbedingt im englischen Original genießen sollte). Noch intensiver als in den Staffeln zuvor steht in der dritten Runde das Privatleben der Anwälte im Mittelpunkt: Alan Shore schließt Freundschaft mit dem am Asperger-Syndrom leidenden Anwalt Jerry Espenson und gerät nicht nur deshalb, sondern auch wegen Shirley mit Denny Crane aneinander (was in einem brüllend komischen Boxkampf gipfelt). Denny landet derweil mehr als einmal vor Gericht (u.a. wegen Terrorverdacht und Verkauf von Körperfett) und steht zwischen zwei Frauen - der resoluten und streitlustigen Zwergin Bethany Horowitz (Meredith Eaton-Gilden) und ihrer Mutter, dem Vollblutweib Bella (Delta Burke). Der vielleicht fesselndste und interessanteste Handlungsstrang ist aber die drollige Liebesgeschichte zwischen der neuen Anwältin Claire Simms und ihrem Assistenten Clarence, der aus Schüchternheit und mangelndem Selbstbewusstsein permanent in verschiedene Rollen (Clarice, Clavant,...) schlüpft.
Highlight ist - und bleibt - aber weiterhin der herrlich schräge Humor und manche zum Brüllen komische Szene (etwa die um eine lebensechte Shirley-Schmidt-Gummipuppe oder Alan als Shirley), die das Vergnügen schließlich unnachahmlich abrunden.
Wie bei den vorhergehenden Staffelboxen gibt es auch diesmal lediglich zwei Featurettes als Zugabe - zum Thema "Die Richter" ("Out of Order", in dem Gail O'Grady (Judge Gloria Weldon), Shelley Berman (Judge Robert Sanders) und Howard Hessemann (Robert Thompson) in knapp 6 min. ihre Rollen als Richter beleuchten) und "Die Gaststars" (in "Character Witness" plaudern David Dean Bottrell (Lincoln Meyer), Christian Clemenson (Jerry Espenson) und Meredith Eaton-Gilden (Bethany Horowitz) über ihre jeweilige Rolle und wie sie dazu gekommen sind, knapp 13 Min.). Beide Featurettes (in denen sich die deutschen Untertitel problemlos abstellen lassen) sind nett, aber nicht mehr.
Auch in der dritten Staffel macht "Boston Legal" von Anfang bis Ende wieder ungeheuren Spaß und sorgt wieder für stundenlange Unterhaltung vom Feinsten. Also nix wie Knabberkram geschnappt, ab aufs Sofa und genießen!
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17 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Immer noch ein unbekanntes Juwel, 11. Dezember 2008
Endlich ist die dritte Staffel auf Deutsch verfügbar. Auf sechs DVDs finden sich 24 Folgen und ein Extra mit Äußerungen zweier Gaststars in dieser Staffel.
Über die Serie muss man nichts sagen. Wer sie kennt, wird sie wohl mögen; wer sie nicht kennt, dem muss man sie empfehlen. Allerdings wird es das selbe Problem wie in den USA/Kanada sein: die Serie kommt entweder als Anwaltskrimi-Serie oder als Sit-in-Komödie herüber und erfüllt in dieser Form nicht die Erwartungen der Fans eines dieser Genres. Sie gefällt gerade durch die Mischung und sogar die Nichteindeutigkeit bezüglich eines Genres. Und auch ihr Humor prasselt nicht sekündlich herab, sondern findet sich eingebettet in dramatischeren und sogar sozialkritischen Inhalten, reichend vom Klamauk (body-check gegen William Shattner) bis zur feinsten Note mit zum Teil bitterbösen Anspielungen auf zeitpolitische Akteure. Das Ganze ist schlicht ein wenig zu intellektuell, dass es ein Kassenschlager sein könnte. Aber es ist so gut!
Die dritte Staffel bietet zum einen den gewohnten Rahmen. Zentral die Figuren von Spader und Shattner, an ihrer Seite vier bis acht häufigere Akteure, dazu immer wieder der eine oder andere Gaststar wie Michael J. Fox oder Tom Selleck. Doch man versuchte hier auch, die Gruppe der Hauptakteure zu erweitern. Es ist spürbar, dass die vier neuen Rollen anfangs ein wenig unsicher waren und schließlich gegen Ende zumeist heraus gekickt wurden. Im Vergleich zu den beiden vorherigen Staffeln gibt es auch einen Unterschied bei den behandelten Straffällen, die in dieser Staffel überwiegend weniger kritisch in ihrem Gehalt sind (Ausnahme etwa der Fall des Guantanamo-Häftlings). Insofern ist die dritte Staffel ein wenig diffuser, ein wenig schlechter als 1, 2 oder auch 4. Aber man kann auch einfach die Schauspieler genießen, denn solch ein Feuerwerk an Spitzenkräften und gelungener Darbietung wird man in keiner anderen Fernsehserie finden und selten nur in großen Filmen.
Die Maximalwertung erhält die Box nicht, aber nicht einfach nur, weil die anderen Staffeln besser waren. Nein, ärgerlicher ist es, dass für die dritte Box schon wieder eine andere Form gewählt wurde. Schlimmer noch ist die Qualität der Zusammenstellung. Wenn man als deutsche Firma ohnehin nur die fertig synchronisierten Folgen auf DVDs kopieren muss, wieso gibt es dann so viele Mängel dabei? Das Menü hat einen Fehler, einige Folgen beginnen eine Sekunde zu spät mitten im Ton, eine startet mit Untertiteln, die Enden sind abgeschnitten, es gibt einige wenige Aussetzer. Das sollte alles nicht sein und verwundert ebenso wie der verschobene Veröffentlichungstermin, der ohnehin gewaltig den Vorlagen hinterher hinkt.
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17 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
absolute Spitzenunterhaltung auch noch mit Niveau, 13. November 2008
Die Serie ist wirklich ausnehmend gut und intelligent.
Sie bewegt sich politisch auf sehr klugem und humanistischem Niveau, zeigt dem Zuschauer immer beide Seiten der Medaille.
Und appeliert an die leisen Stimmen in unseren Herzen.
Der Humor ist unschlagbar gut und clever.
William Shatner ist um Großes über Käptn Kirk hinausgewachsen.
Er ist ein begnadeter Komödiant und auch wenn Danny Crane politisch total incorrect ist, so erkennt man sich immer wieder selbst in ihm.
Und James Spader ist brillant !
Seine snobistische Haltung, seine Art zu reden und doch als absoluter Menschenfreund über jeden Zweifel erhaben zu sein ist absolut glaubwürdig und man wünscht sich es gäbe solche Menschen in der Realität.
Manchmal erinnert er mich an Charles Laughton und das ist ein großes Kompliment für einen Schauspieler.
Absoluter Highlight.
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