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Beerdigungen sind keine Spaßveranstaltungen, aber sie bergen neben dem Sterben eines alten auch das Werden eines neuen Lebens(abschnitts). Die vitale Jocelyn (Maria Bello) trägt zwar nur ihren Lieblingshund Pridey zu Grabe, aber der Schmerz sitzt tief, und ihre Freundinnen überlegen sich, wie man ihr eine Ablenkung, wenn nicht ein neue Lebensperspektive ohne Pridey verschaffen könnte. Das stellt sich als nicht so einfach dar, denn Jocelyn hat sich schon lange auf ihre Ranch abseits der Stadt zurückgezogen, um Rhodesian Ridgebacks zu züchten, eine sehr edle, elitäre Hunderasse. Bindungen und Liebesbeziehungen ging sie meist erfolgreich aus dem Weg, also sollte man zunächst woanders ansetzen, um Jocelyns Lebensmut zu stärken.
Das Leben von Jocelyns Freundin Bernadette (Kathy Baker) verlief da völlig anders: Bernadette stürzte sich gleich in sechs Ehen und hat die Hoffnung vielleicht doch noch den Richtigen zu finden, nie so richtig aufgegeben. Ihre unkonventionelle Art, ihre Kontaktfreudigkeit und ihre innere Ruhe machen sie zu einem Fixstern - nicht nur in Jocelyns Universum, sondern auch in dem von Sylvia (Amy Brenneman). Auch die befindet sich wie Jocelyn durch einen Verlust in emotionalen Turbulenzen: Nach über 20 Jahren Gemeinsamkeit gesteht ihr Gatte Daniel (Jimmy Smits) nicht nur eine schon länger andauernde Affäre, sondern drängt auch auf die Beendigung der Ehe. Sylvia fällt aus allen Wolken. Neben Jocelyn und Bernadette ist nun Sylvias Tochter Allegra (Maggie Grace) einziger Trost im Chaos der verletzten Gefühle: Allegra zieht wieder bei der Mutter ein, nachdem sie sich halbherzig und nicht gerade erfolgreich in Beruf und Liebe ausprobiert hat.
Bernadette gelingt es die drei Frauen zu einem Jane-Austen-Buch-Club zu überreden, in dem jeden Monat ein Werk der Autorin gelesen, besprochen und diskutiert werden soll. Den Club vervollständigt zunächst die scheue Prudie (Emily Blunt) - eine Französisch-Lehrerin, die Bernadette zufällig kennenlernt, als Prudies Ehemann Dean (Marc Blucas) gerade eine gemeinsame Reise nach Paris abgesagt hat -. Prudie hatte große Hoffnungen in diese Unternehmung gesetzt, schließlich, so meint sie, sollte eine Französisch-Lehrerin auch einmal in Frankreich gewesen sein. Überdies herrscht bei der verletzlichen, hochsensiblen Prudie auch so etwas wie emotionaler Ausnahmezustand, denn der High-School-Boy Trey (Kevin Zegers), eine interessante Alternative zu ihrem Macho-Mann, macht ihr offensichtlich Avancen. Und als letztes gesellt sich ein Mann zu der Damenrunde: Grigg (Hugh Dancy), eine Hotelfahrstuhl-Eroberung von Jocelyn, den sie sich als Tröster für Sylvia vorstellt. Aber der Science-Fiction-Fan und Computer-Experte hat weit mehr Interesse an Jocelyn selbst, denn an Sylvia, mit der ihn Jocelyn fortan zu verkuppeln sucht.
Monat für Monat treffen sich diese sechs Menschen, von denen jeweils einer stets den Gastgeber spielt, um sich über einen Jane-Austen-Roman auszutauschen. Die Ähnlichkeiten und Parallelitäten zwischen den Büchern und dem jeweiligen Privatleben nehmen erstaunliche Züge an: Sylvia, in deren Haus Mansfield Park behandelt wird, sieht sich bei dem Stoff mit häufigen Verweisen auf ihre bevorstehende Scheidung konfrontiert, da Lügen, Intrigen, Ehebruch und Enttäuschungen in dem Werk großen Raum einnehmen. Jane Austen zu lesen ist ein verdammtes Minenfeld, bemerkt Jocelyn präzise, als Sylvia von ihren Tränen und ihren verletzten Gefühlen überwältigt wird.
Ähnliches erfährt Jocelyn am eigenen Leib, als es auf ihrer Farm um Emma geht, einer raffinierten Kupplerin, die andere zu ihrem Glück nötigen will, weil sie genau zu wissen glaubt, was denen guttut. Allerdings verfügt sie über diese Fähigkeit nicht, was sie selbst angeht. So drängt Jocelyn Grigg fortwährend Sylvia auf: Der zeigt aus den genannten Gründen kein Interesse, und sie nimmt ihn, immer noch mit ihrer Trennung beschäftigt, auch nur am Rande wahr.
Und so lesen sie alle mit ihrer ganz persönlichen Brille die Romane von Jane Austen, sehen die Stories aus ihrem ganz persönlichen Blickwinkel. Und die werden im Verlauf der Handlung noch manchem, wenngleich auch zuweilen schmerzhaft, geöffnet werden. Jane Austen zu lesen, ist halt ein verdammtes Minenfeld ...
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