Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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12 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Eine wahre Trashperle :-), 2. August 2008
Über die "Story" brauch ich mich denke ich hier nicht großartig auslassen. Es ist das alte Gut gegen Böse. Aber dennoch ganz kurz: Alle 500 Jahre versucht eben die böse Schlange Buraki an die "Energie", welche in einem auserwählten 20-jährigem Mädchen steckt, zu kommen und sich so in einen Drachen zu verwandlen. Ein auserwählter Krieger und sein Lehrling, mit der guten Schlange Imoogi im Schlepptau, versuchen eben genau das zu verhindern, bzw. das Imoogi sich in den Drachen verwandelt ^^
Und genau so Blöd wie sich das anhört ist es eigentlich auch. Es folgt ein Dialog um den anderen, der den voherigen, was Schwachsinn angeht, noch übertrifft. Logikloch folgt auf Logikloch und zur aller "Schande" will der Film auch noch halbwegs ernst sein (siehe dazu das Making of ^^) was ihm aber alles andere durch die unfreiwillige Komik gelingt.
Ja, aber warum denn dann 4 Sterne?
Eben genau deswegen :o) Der Film ist, obgleich er das nicht sein will, Trash in Reinkultur. Und genau unter diesem Gesichtspunkt macht der Film meiner Meinung nach Spass. Die Schlangen und Dinos sind, was das Budget angeht, recht ordentlich animiert und wenn Sie (wenn auch nur knappe 10 Min. gegen Schluss) LA in Schutt und Asche legen, macht das einfach Spass mit anzusehen ^^
Wer auf B- und C-Movies steht sollte einen Blick risikieren (vielleicht lieber vorher ausleihen), aller anderen sollten den Film ignorieren. Sie werden definitiv nicht glücklich mit ihm ;)
Zur Blu-Ray:
Das Bild und der Ton (True-HD)sind eine Wucht und lassen eigentlich keine Wünsche mehr offen! Da gibts wirklich nichts zu meckern und so mancher Blockbustertitel könnte sich davon ne Scheibe von abschneiden. (Gerade was die True-HD Tonspuren angeht! Sind ja auf deutsch oft noch Mangelware)
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17 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Sehenswert trotz Schwächen, 11. Mai 2008
Mit 75.400.000 $ der teuerste südkoreanische Film aller Zeiten. Trotzdem an der Kinokasse ein Flop.
Qualitativ gibt es gute und schlechte Aspekte.
Gut:
- viele sehenswerte Effekte + Kulissen
- ordentliche Akustik
- einfallsreiche Kämpfe mit verschiedenen zahlreichen Bestien (Flugdrachenschwärme, Kriechechsen, Reptilienreiter, Fußtruppen) gegen Soldaten, Panzer, Hubschrauber. Es geht deftig und verlustreich für beide Seiten zur Sache, auch wenn es nie blutig wird.
Immerhin holt er die Luftkämpfe (viele Hubschrauber gegen viele Drachen) nach, die der mittelmäßige "Herrschaft des Feuers" auf seinem Plakat versprochen, aber nie gezeigt hatte.
Schlecht:
- miese, klischeehafte Dialoge
- eine Story, die das Schema von "Terminator" immitiert
- altbekannte "Monster wüten durch Städte"-Szenarien á la "Godzilla"
- uninteressante und unlogische Charaktere
- in einigen wenigen Szenen prallen Gewehrkugeln an Schilden ab
(ohne daß die ungeschützten Beine getroffen werden)
Fazit: ich werde ihn öfter sehen, wegen der guten Gefechte. Kann es aber niemand verübeln, der der Film zu naiv findet.
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17 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
CGI auf höchstem Niveau ohne eigene Vision, 8. Juli 2008
Liest man die Besetzungsliste von DRAGON WARS, so entgeht einem auf den ersten Blick, dass dieser Film in erster Linie eine koreanische Produktion ist - obendrein die teuerste, die das Asia-Kino bis dato erlebt hat!
Die Beteiligung solcher Mimen wie Jason Behr (bekannt aus der Teenie-Serie ROSWELL), Amanda Brooks (bisher relativ unbekannt) oder Robert Forster (Film-Veteran, der bereits seit den 60ern zahllose Auftritte in Spielfilmen und TV-Produktionen absolviert) suggeriert, dass der Streifen auch fürs westliche Publikum tauglich sei, der Hauptteil der Handlung wurde praktischerweise nach Los Angeles verlegt, wo ausschließlich amerikanische Cops, Panzer und Kampfhubschrauber zum Einsatz kommen, um Drachen und ähnliche Phantasie-Wesen zur Strecke zu bringen, die auch recht kosmopolit aussehen und sich ihre Herkunft aus asiatischen CGI-Studios nicht ansehen lassen.
Regisseur Hyung-rae Shim ist ein ausgesprochener Fuchs - hat er doch die Zeichen der Zeit erkannt und ist dem Weg aller erfolgreichen Asia-Kino-Filme zuvorgekommen, der da nämlich ist: die Nachverfilmung fürs westliche Kinopublikum mit amerikanischen Schauspielern und vor amerikanischer Kulisse.
Nein, diesen Teil des Kuchens wollte sich Shim selbst holen und unternahm alle nur denkbaren Vorkehrungen, um sowohl seine Landsleute als auch die amerikanischen und europäischen Zuschauer an sich zu binden.
Ganz aufgegangen ist diese an sich geniale Idee freilich nicht - an der Kinokasse floppte der Streifen gnadenlos, vermutlich gerade aufgrund seines Charakters als orientierungslose Chimäre.
Eigentlich ist der Streifen ein durch und durch amerikanisch-europäischer Film geworden. Nicht nur die Schauspieler, auch die Monstren (die eigentlichen Stars des Films) kommen einem von diversen Beiträgen des westlichen Phantasie-Kinos und -Fernsehens bekannt vor.
Anleihen (oder sagen wir es, wie es ist: Akte von unverhohlenem Ideenklau) wurden reihenweise aus bekannten Produktionen abgekupfert:
Die Massenaufmärsche von finsteren Soldaten in Rüstungen scheinen direkt aus dem HERRn DER RINGE rekrutiert worden zu sein, ebenso wie das Aussehen des Oberbösewichts in seiner schwarzen Rüstung mit der bedrohlichen Helmmaskerade fatal an HdR-Oberschurke Sauron erinnert.
Und wo würde sich ein Sauron-Klon wohlerfühlen als in gewohnter Kulisse am Fuße seiner zwei unheilvollen Türme des Bösen? Ja, auch dieses Gebäude hat der Film zu bieten, nämlich im düsteren Finale, wobei der Film die Antwort auf die Frage schuldig bleibt, an welcher Stelle auf der Landkarte wir uns in diesem Abschnitt von DRAGON WAR auf einmal befinden.
Die fliegenden Kleindrachen, sozusagen die Kavallerie des Oberdrachen, wurden nahezu 1:1 der Drachen-Doku DRAGON'S WORLD entnommen, inklusive explodierender Feuerbälle.
Das Design der beiden Haupt-Drachen oder Riesenschlangen scheint von denselben Machern zu stammen wie Roland Emmerichs GODZILLA und sämtliche Saurier der berühmten BBC-Urzeit-Dokus.
Oh, und dann sind da noch die irgendwie nicht so recht ins Bild passen wollenden Riesendickhäuter mit den praktischen raketenabschussrampen auf dem Rücken, für die eindeutig die Schutzschild-Träger der Naboo aus George Lucas' STAR WARS EPISODE I Pate standen.
Selbst die beiden Hauptfiguren scheinen von anderen Streifen abgekupfert worden zu sein.
Jason Behr erinnert mit seiner leicht ausufernden Haarpracht an Tom Cruise in MISSION IMPOSSIBLE II. Und die Figur von Amanda Brooks heißt Sarah und wird von einer wahren Killermaschine quer durch LA gejagt - nur die Tatsache, dass sie mit Nachnamen nicht Connor heißt, erinnert einen daran, dass man nicht damit rechnen darf, jederzeit Arnold Schwarzenegeger um die Ecke stürmen zu sehen.
Was ist überhaupt typisch asiatisch geblieben und originell an DRAGON WARS?
Nun, da ist zunächst eine alte koreanische Legende als Story-Background, die wundervoll traditionell in historischen Trachten und vor landestypischer Kulisse in Szene gesetzt wurde. Selbstverständlich durften hier auch einmal Mimen aus Shims Heimatland vor die Kamera treten - ausnahmsweise. Bedauerlich, dass sich der koreanische Monster-Filmemacher auf diesen kurzen Abschnitt beschränkte. Ein asiatischer Spielort und einheimische Schauspieler hätten dem Film vermutlich besser gestanden. (Nebenher gefragt: Wie kommen eigentlich die Seelen zweier koreanischer Liebender aus dem tiefsten Mittelalter in die hübsch anzusehenden Körper zweier US-Twens? Ich frag ja nur!)
Die ausufernden und großzügig inszenierten Fights zwischen Army und Monstren inmitten einer vor die Hunde gehenden Metropole ist allertypischstes Asia-Kino nach japanischem Vorbild, hier freilich ohne alberne Ganzkörper-Maskerade, sondern mit State of the Art-Computertricktechnik umgesetzt - massenweise Kollateralschäden inklusive.
Erst im Finale des Films sehen wir ein urasiatisches Fabelwesen in Reinform, ein Original, der Höhepunkt von Shims Films, der wohl auch jedes Asiaten-Herz höher schlagen lassen soll: Die perfekte CGI-Version eines typisch chinesischen Drachen. Muss man mal gesehen haben.
So - das war's dann aber auch schon.
Das Erlebnis von DRAGON WAR ist alles in allem ein wenig zwiespältig - einerseits kann man sich wunderbar an den gelungenen und virtuos inszenierten Tricksequenzen sattsehen, andererseits lassen einem Dialoge und der gesamte Verlauf der Handlung schnell die Zehennägel kräuseln.
Hier ist Naivität hoch drei angesagt, und kein Klischée wird ausgelassen. Wirkliche Überraschungen hat der Film nicht zu bieten und irgendwie berührt einen das Ende des Films dann auch nicht mehr, vielmehr schlägt man sich mit der flachen Hand an die Stirn und grunzt: "Oh, Mann! Das also auch noch!"
Wer auf gelungene CGI-Effekte steht, kann DRAGON WAR uneingeschränkt genießen. Wer auf eine logische und schlüssige Handlung und halbwegs ernstzunehmende Dialoge Wert legt, sollte diesen Streifen getrost auslassen.
Trotz der offensichtlichen Mängel seines Werks sei Regisseur Shim eines bescheinigt: Die Amis hätten das auch nicht besser hinbekommen.
PS:
Wer den Film bis zum Schluss sieht, hat die einmalige Gelegenheit, anhand des Nachspanns den Wahrheitsgehalt der Aussage zu überprüfen, dass jeder dritte Koreaner mit Nachnamen Kim heißt. Viel Spaß!
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