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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
You've just entered... the Twilight Zone!, 31. Dezember 2007
Die originale "Twilight Zone"-Serie (1959 - 64), geschaffen von Rod Serling, gehört zu den einflussreichsten und sicherlich einprägsamsten Fernsehserien aller Zeiten. Es ist daher nicht verwunderlich, dass die Reihe 1983 aufgegriffen wurde, um einen Kinofilm draus zu machen, der aus vier Episoden (oder besser: Segmenten) und einem Prolog besteht.
Der nur ein paar Minuten dauernde Prolog um zwei Männer, die nachts im Auto unterwegs sind, ist vom Gefühl her zwar weniger "Twilight Zone" als eher "Creepshow", doch funktioniert diese kleine Geschichte durchaus als Einleitung, zumal die beiden Männer sich während der Fahrt über die alte Fernsehserie unterhalten - und immerhin endet der Prolog auch mit einem ziemlichen Schockmoment, was einen gut einstimmt auf die Dinge, die da kommen mögen...
Das erste Segment um einen üblen Rassisten ist von den vieren das einzige, das keine Neuverfilmung einer alten Fernseh-Episode darstellt. Jedoch scheint mir dieses Segment möglicherweise beeinflusst von der alten Folge "Deaths-Head Revisited" (1961), in welcher ein ehemaliger Konzentrationslager-Aufseher nach dem Krieg zurück kehrt in das jetzige Museum, um in alten Zeiten zu schwelgen, und dort auf die Geister der Vergangenheit trifft, die über ihn richten. Das Filmsegment allerdings schickt seinen Rassisten wie auf einer Achterbahn quer durch das Nazi-Reich, Vietnam und die vom Ku Klux Klan heimgesuchten Südstaaten und verpasst anschließend auch ihm ein angemessenes Schicksal.
Vic Morrow, der Hauptdarsteller dieser Geschichte, ist bei den Dreharbeiten tragischerweise zu Tode gekommen (er wurde von einem Hubschrauber getötet, ebenso zwei Kinder), weshalb sich der Regisseur dieses Segments, John Landis, anschließend wegen fahrlässiger Tötung vor Gericht verantworten musste. Er wurde aber freigesprochen.
Das zweite Segment ist eine Neuauflage der Episode "Kick the Can" (1962), die ich persönlich schon in der Fernsehserie für absolut langweilig hielt, und hier ist es nicht besser. Aber dies ist ja durchaus Geschmackssache. Man kann aber wohl auf jeden Fall sagen, dass das Segment dadurch, dass es eine sehr ruhige und langsam erzählte Geschichte ist, das Tempo des Kinofilms auf nahezu null herunter bremst, was schade ist. Wenn überhaupt, hätte man dieses Segment als erstes einreihen sollen, nicht in der Mitte.
Es folgt ein Segment, das die Episode "It's a Good Life" (1961) wieder aufleben lässt, und zwar sehr wirkungsvoll. Sicherlich ist dies die bizarrste Geschichte des Kinofilms, und die Kreaturen, die der Junge erscheinen lässt, sind zugleich erschreckend und komisch, so dass man nicht weiß, ob man lachen oder schreien soll. Aber wenn der Hase auftaucht, bleibt einem dann doch das Lachen im Halse stecken...
Kathleen Quinlan, die die junge Lehrerin spielt, ist neben einem optischen Blickfang zugleich auch sehr gut besetzt in dieser Rolle. Die Figur muss sowohl Angst als auch Beherrschtheit zeigen, und Quinlan meistert dies in wunderbarer Balance. Ein schönes Beispiel dafür, wie man Angst überwinden kann, solange man es schafft, die Kontrolle nicht zu verlieren. Gut gespielt!!
Der Film endet mit einer Neuverfilmung der bekanntesten aller "Twilight Zone"-Episoden: "Nightmare At 20 000 Feet" (1963), die übrigens auch schon (wie zahlreiche Episoden) in "Die Simpsons" Verwendung fand. Und diese Geschichte, liebe Leute, ist definitiv nichts für Menschen mit Flugangst! John Lithgow verkörpert hier den panischen Fluggast. 1963 hatte William "Kirk" Shatner diesen Part inne. Lithgows Figur ist leider schon zu Anfang der Panik derart nahe, dass eine Steigerung im Verlaufe der Geschichte nicht ganz so wirkungsvoll zu bewerkstelligen ist wie Shatner dies damals vermochte. Shatner war seinerzeit zu Beginn des Fluges zunächst nur unruhig und nervös, nicht aber bereits hier dem Zusammenbruch nahe. Lithgows Darstellung ist zwar auch gut gelungen, aber eben ein wenig übersteigert und daher nicht so glaubwürdig wie Shatners damals. Allerdings ist der Gremlin auf der Tragfläche im Kinofilm sehr viel gruseliger. Der 1963er-Gremlin wirkte ein wenig zu kuschelig, wenn auch das Gesicht durchaus ausreichend abstoßend war. (Kleine Anmerkung zum Begriff "Gremlin": Das Wort wurde im Zweiten Weltkrieg von Piloten geprägt, die in ihren Flugzeugen koboldartige Wesen gesehen haben wollen, die dann manchmal für das Ausfallen oder die Schadhaftigkeit von Maschinen verantwortlich gemacht wurden. Auch in Fabriken wollen Leute schon welche gesehen haben. Ein Gremlin ist also eine Art Kobold, der im Zusammenhang mit Technik steht.)
Das "Nightmare"-Segment endet mit einer Szene, die zugleich als Epilog zum einleitenden Prolog gelten kann, denn diese Geschichte wird hier kurz wieder aufgegriffen und hinterlässt den Zuschauer dadurch nicht nur mit einem Schrecken, sondern auch mit einem Grinsen.
Insgesamt ist der Kinofilm eine würdige Neuauflage und zugleich Hommage an eine der einflussreichsten Fernsehserien, die es jemals gab. Zugleich wird einem hier ein guter Querschnitt von allem präsentiert, was die "Twilight Zone" zu bieten hat und was einen dort erwarten kann. Ein wenig verwunderlich mutet es an, dass trotz des Erfolges des Kinofilms kein zweiter produziert wurde, obschon es ja grade hier ausreichend Material gäbe.
Leider ist die "Twilight Zone" hierzulande vielen nur durch die zweite Serie aus den Achtzigern bekannt. Jedem, der jedoch Interesse an der Original-Serie hat und einigermaßen des Englischen mächtig ist, seien die ausländischen DVDs empfohlen, die alle Episoden beinhalten. Es lohnt sich auf jeden Fall, denn es gibt unglaubliche Dinge zu entdecken im Reich zwischen Licht und Schatten, im Bereich der... Twilight Zone.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Durchwachsener Fantasy-Horror mit bitterem Beigeschmack - Twilight Zone, 21. November 2009
Fans haben lange auf die DVD-Version von UNHEIMLICHE SCHATTENLICHTER gewartet. Gerüchten zufolge hatte Produzent Steven Spielberg lange überhaupt nicht vor, den Film zu veröffentlichen, weil ihm die Ereignisse rund um den Tod des Hauptdarstellers Vic Morrow und zweier Kinderdarsteller am Set noch in den Knochen stecken. So haftet dem Film für alle Zeiten ein bitterer Beigeschmack an (insbesondere Regisseur John Landis sieht sich heute noch mit Vorwürfen konfrontiert, von denen er sich nie wirklich freisprechen konnte). Über die vielen positiven Rezensionen wundere ich mich trotzdem, denn als Fan der klassischen TV-Serie "The Twilight Zone" kann ich nur sagen, dass die Kinoversion von 1983 äußerst schwach ausfällt und nur in zwei Episoden überzeugt.
UNHEIMLICHE SCHATTENLICHTER erzählt vier Episoden plus Rahmenhandlung. In der ersten Geschichte geht es um einen frustrierten Angestellten (Vic Morrow), der sich ständig über Ausländer und Minderheiten beschwert und sich plötzlich von Nazis und dem Ku-Klux-Klan verfolgt sieht. Dies ist die einzige Episode, die nicht auf einer der alten S/W-TV-Folgen basiert, leider besitzt sie auch nicht deren Qualität. Regisseur Landis beweist hier einen Hang zum Zynismus, der nicht mehr unterhaltsam ist. Das "Strafmaß" für seine Hauptfigur scheint vollkommen unangemessen (und passt nicht ins "Twilight Zone"-Universum), und der Witz hält sich stark in Grenzen. Sie ist eher unangenehm und von der Subtilität eines Holzhammers.
In der zweiten Episode erzählt Steven Spielberg von dem Besucher (Scatman Crothers) eines Altersheims, der den Bewohnern mittels magischer Kräfte neue Jugend schenkt. Diese Folge war bereits in den 60ern zu zuckrig, und Spielberg überzieht den Zucker noch mit zusätzlichem Kitsch. Mit Sci-Fi oder Horror hat das alles nichts zu tun, es bleibt geschwätzig, langatmig und kindisch.
Regisseur der dritten Folge ist der von mir sehr geschätzte Joe Dante, und er verwandelt eine 08/15-Story durch schräge Einfälle, technische Spielereien und sämtliche seiner Markenzeichen (Kevin McCarthy und Dick Miller sind wie immer dabei) in ein höchst unterhaltsames, böses Märchen. Die Story: eine einsame Lehrerin (Kathleen Quinlan) gerät in ein abgelegenes Haus, in dem eine ganze Familie unter der Tyrannei des jüngsten Sohnes leidet, welcher die Fähigkeit besitzt, alles wahr werden zu lassen, was er sich wünscht. Also stehen als Mahlzeiten nur Süßigkeiten auf dem Speisezettel, der Fernseher zeigt unentwegt Cartoons, und seine garstige Schwester kann nicht mehr sprechen. Er kann auch sehr unangenehm werden, wenn man ihn ärgert...
In der letzten und besten Episode beschreibt George Miller ("Mad Max") den Alptraum eines Flugpassagiers (John Lithgow in einer Bravour-Rolle, im Original wurde sie von William Shatner gespielt), der an Bord einer Maschine ein Monster entdeckt, was ihm aber niemand glaubt. Während ein Unwetter das Flugzeug durchrüttelt, gerät auch Lithgow immer mehr außer Kontrolle... hier stimmt alles, Tempo, Schauspiel, Effekte, diese Story lässt dem Zuschauer wirklich die Haare zu Berge stehen - Menschen mit Flugangst sollten vorher ein Beruhigungsmittel einnehmen. Schade, dass nicht der gesamte Film auf diesem Niveau liegt.
Insgesamt kann ich UNHEIMLICHE SCHATTENLICHTER Freunden von Episodenfilmen empfehlen, er ist guter Durchschnitt, neben sehenswerten Darstellern und einer amüsanten Rahmenhandlung (die am Ende einen echten Schocker liefert) bietet er noch einen fabelhaften Score von Jerry Goldsmith.
Die DVD-Qualität ist gut (16:9, Deutsch 2.0, Englisch 2.0 und 5.1, sowie weitere Sprachen und alle Untertitel), als Extra gibt es nur den Trailer. Da hat sich leider niemand getraut, die Hintergründe der Set-Katastrophe noch einmal aufzuarbeiten, was schade ist. Interessierte können sie im Internet nachlesen, sie wirft ein sehr düsteres Bild auf die Filmindustrie, hat aber immerhin dazu geführt, dass seitdem bei Dreharbeiten höhere Sicherheits-Standards gelten.
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11 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Juhuu!! Endlich wird eine weitere Lücke in der DVD Landschaft geschloßen!!, 22. November 2007
Und die Lücke war verdammt groß bzw. ist es ja noch denn bisher steht der VÖ letztendlich nur aber die Freude ist umso größer!
1982 machten sich die Regisseure John Landis(Blues Brothers , American Werewolf) , Joe Dante (Gremlins , Meine teuflischen Nachbarn) und Steven Spielberg daran der Kultserie THE TWILIGHT ZONE ein filmisches Denkmal zu setzen und drehten , basierend auf der TV Serie den Twilight Zone Kinofilm.
Dieser beinhaltet drei phantastische Kurzgeschichten die lose miteinander verwoben sind und in sich abgeschloßen sind.
Von einer bitterbösen Story über eine märchenhafte Geschichte bis hin zur absoluten Paranoia Geschichte (ja, genau die mit dem Flugzeug!) fährt dieser Film alle Facetten des Geistes der Serie auf und transportiert die Stimmung auf Spielfilmlänge!
Neben einer bei allen drei Geschichten spannenden Erzählweise schimmert auch immer diese Ironie und liebevolle Huldigung durch sodaß dieser Kinoausflug (der leider nur der einzige blieb!) ein wahrer Klassiker ist!
Unvergessen ist auch der legendäre Anfang mit Dan Akroyd als Anhalter :-)
Wieso das so lange gedauert hat mit einer DVD Auswertung bleibt wohl das Geheimnis der Verleihfirma - aber jetzt wird (demnächst) ja alles gut!
Soweit ist auch alles gut geworden denn nachdem die DVD raus ist kann man die technische Seite bewerten: Die Bildqualität hat WARNER ganz passabel hinbekommen und trotz der Jahre die auf diesem Film liegen ist die Bildqualität wirklich gut ausgefallen - in manchen Passagen etwas kraftlos aber dennoch gut. Die Tonqualität liegt im soliden Bereich. Extras scheint bei Klassikern und bei WARNER ein fremder Begriff zu sein denn diese hier sind recht enttäuschend und sehr minimal ausgefallen.
Film:*****
Bild:****
Ton:***
Extras:*
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