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18 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Nicht so heiß wie erwartet...., 24. Juli 2007
50 Jahre in der Zukunft: Die Sonne stirbt, die Erde hat bereits unter
den Auswirkungen des ewigen Winters zu leiden. Der erste Versuch, den
Motor der Sonne mit einer gewaltigen Explosion wieder neu anzuwerfen,
ist gescheitert, von der Raumfähre Icarus I und ihrer Besatzung fehlt
jede Spur. Nun ist unter der Leitung von Kaneda ein zweites Team mit den restlichen Sprengstoffreserven der Erde
unterwegs, um diese letzte Überlebenschance der Menschheit
wahrzunehmen. Kurz vor ihrem Ziel erreicht die Crew ein Funkspruch der
Icarus I. Nun hat Physiker Capa die Qual der Wahl. Er muss entscheiden, ob man es wie geplant mit der
einen Bombe versuchen, oder doch besser zur Icarus I fliegen und so
seine Sprengkraft verdoppeln sollte
Es ist nicht schlimm, dass sich Sunshine in der Tat
anfühlt wie ein Mix aus bekannten SF-Klassikern, die da wären:
Die Geschichte einer verlöschenden Sonne, die durch eine Crew mittels
einer Bombe wieder überbrückt werden soll, erinnert entfernt an die
Umkehr der Blockbuster Deep Impact und Armageddon, lehnt
sich visuell sehr stark an Kubricks 2001, De Palmas Mission to Mars und
"Solaris" (Remake ) an und mischt die Story
schließlich mit einer großen Dosis Alien und Event Horizon an.Nicht zu vergessen : Douglas Trumbulls Lautlos im Weltraum, und das Disney-Epos
Das schwarze Loch.
Sunshine markiert die nach The Beach und 28 Days Later
dritte Zusammenarbeit von Danny Boyle mit dem Drehbuchautor Alex
Garland, und ist recht gelungen. Der Film fasziniert
durch seine Bilder aber weniger durch seine Story, das wird aber weniger Leuten auffallen da die Bezüge zu den älteren Filmen nicht jedem bekannt sind. Die Story, die
sich am Anfang nachdenklich und beinahe philosophisch gibt, driftet
gegen Ende des Films sehr in Richtung Action und Horror ab was dem Film aber ganz gut tut da er in den ersten 40 Minuten doch etwas zu behäbig ist. Die Schauspieler zählen nicht unbedingt zu den Stärken des Films, sie agieren
teilweise sehr zurückhaltend und zeigen auch nur im letzten Drittel des Films was Sie können. Was bleibt, ist beachtliches Augenfutter
mit furios inszenierten Bildern und einer Story mit guten
Ansätzen, die am Ende etwas dünn wird. Kein Meilenstein des
Science-Fiction-Films, aber sehr unterhaltsame Kost mit
faszinierenden Bildern und einer wirklich starken Filmmusik die den Film bestens unterstreicht!
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Ohne viele Worte..., 7. August 2009
möchte ich eine kurze und knappe Rezension abgeben.
Der Film hat mich schokiert. Die Bilder, die Atmosphäre...Atemberaubend. Story= Science-Fiction. Vieles nicht machbar. Aber was soll's. Wer sich darüber aufregt aber Filme wie Rambo, Crank und James Bond gut findet sollte sich darüber nicht beschweren.
Ich selbst bin allem was außerhalb unseres Planeten stattfindet restlos verfallen und daher habe ich mir einige Szenen mehrfach angeschaut.
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22 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Atemberaubender, visuell berauschender Trip mit philosophischen Gedankengängen, 16. Oktober 2007
Danny Boyle, der so vielseitige britische Kult-Regisseur, der Filmfans unter anderem kleine Meisterwerke wie "Trainspotting - Neue Helden" (1996) oder "28 Days Later" (2002) bescherte, reiht eine neue, überaus imposante Science - Fiction - Oper in seine Filmografie ein. "Sunshine" ist ein berauschender, beklemmender Trip ins Ungewisse, ein Film, der wieder - wie es typisch für Boyle ist Genre-Konventionen sprengt und teilweise gar ein gänzlich neues Seherlebnis ermöglicht.
Die Story eines Teams von Elite-Astronauten und Wissenschaftlern, die auf eine Jahre andauernde Mission ausgesandt werden, die die Rettung der sterbenden Sonne als Ziel hat, klingt nicht unbedingt neu, nichtsdestoweniger gelingt es Boyle und Drehbuchautor Alex Garland, einen äußerst facettenreichen Film zu schaffen. Anleihen bei Genre-Klassikern wie "2001: Odysee im Weltraum", "Alien" oder "Solaris" sind unverkennbar. Es gelingt den Filmemachern, ein audio-visuelles Meisterwerk zu kreieren, das den Zuschauer zum Staunen und Nachdenken bringt und ihn dazu bringt, keine Sekunde die Augen von der Leinwand zu nehmen. Dieser Trip saugt einen förmlich auf und lässt einen so schnell nicht mehr los.
Boyle wirft viele Fragen auf, die er allerdings zumeist unbeantwortet lässt. Warum stirbt die Sonne eigentlich? In welchem Jahr findet die Mission statt? Was genau sind die Hintergründe der Charaktere? Solche Fragen schießen dem Zuschauer unweigerlich in den Kopf, und dass Boyle und Garland keine direkte Antwort dazu geben, macht den Film zudem zu etwas Besonderem. Manch einer wird dies kritisieren, doch so gelingt es den Filmemachern, den Zuschauer dazu zu bewegen, ein eigenes Bild im Kopf zu entwerfen. Der Film wird dadurch, ähnlich wie auch schon bei "Children of Men" von Alfonso Cuáron, weit vielschichtiger. Man wird zum Nachdenken bewegt, der Film erreicht dadurch auch eine gewisse Zeitlosigkeit und Allgemeingültigkeit.
Mit einem verhältnismäßig geringen Budget von 50 Millionen US-Dollar werden hier wirklich überwältigende Bilder geschaffen: Boyle schafft es, dem Zuschauer die Situation der Crew spürbar zu machen, die berauschenden Bilder suchen ihresgleichen und wirken zu keinem Zeitpunkt unglaubwürdig. Die Bilderflut reißt einen so mit, dass man alles um sich herum vergisst, alles wirkt auf einer gewissen Ebene immer nachvollziehbar. Die Bilder sind so stark, dass man zeitweise sowohl ein Gefühl der Bedrohung als auch der Schönheit verspürt. Die fantastische, ungemein atmosphärische Musik von John Murphy tut natürlich noch einiges dazu, um "Sunshine" noch mehr Ausdruck zu verleihen.
Doch es sind natürlich nicht nur die sensationellen Bilder, die "Sunshine" zu einem der herausragendsten Science - Fiction - Werke der letzten Jahre macht. Der psychologische Tiefgang der Geschichte, die solch bedeutungsvolle Themen wie Leben und Tod oder auch Religion abhandelt, geht weit über das Mainstreamkino hinaus. Die Charaktere, wenn auch nicht übermäßig charakterisiert, sind auch eine Stärke des Films. Man fiebert mit ihnen mit, ihr Spiel ist durchweg enorm nuanciert. Boyle nimmt sich viel Zeit, das Leben an Bord plausibel darzustellen. Immer wieder kommen in dem Film solche Fragen auf wie "Was würde ich in dieser Situation tun?".
Der dritte Akt von "Sunshine" ist alles in allem gesehen vielleicht der schwächste Part des Films, doch meiner Meinung nach wird das Erlebnis, das einem der Film beschert, nicht getrübt. Der Film wird gegen Ende hin viel actionreicher, dennoch bleiben die Bilder absolut überwältigend. Hier nimmt der Film nun eine Wendung, die gewissermaßen an "Event Horizon" erinnert. Dieser Teil ist umstritten und es empfiehlt sich, sich eine eigene Meinung darüber zu machen.
Danny Boyle gelang mit "Sunshine" ein wahrlich überwältigender Trip. Das Aussehen des Films ist in gewisser Weise einzigartig, das Produktionsdesign ist betont realistisch und nachvollziehbar aufgebaut, man hat generell nicht das Gefühl, einen futuristischen Science - Fiction - Film zu sehen. Es handelt sich hierbei um realistische Science - Fiction, die einen mit vielen philosophischen Elementen zum Nachdenken bewegt. Somit ist "Sunshine" all denen zu empfehlen, die tiefgründige, visuell beeindruckende Filme mögen, denn eine gewisse Aufgeschlossenheit ist meiner Meinung nach schon erforderlich.
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