Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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92 von 94 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
So muss eine Loriot DVD aussehen!, 30. Oktober 2007
Diesmal lohnt sich der Kauf der DVD wirklich.
1. Loriot 1-6 sind diesmal vollständig drauf...mit Anmoderation und allem, was sonst noch dazugehört.
2. Soweit ich das beurteilen kann (ich bin ein wenig zu jung, um Loriots komplette Schaffenszeit miterlebt zu haben) ist die Sammlung diesmal tatsächlich komplett...minus der Filme, aber die werden die meisten ohnehin schon im Regal stehen haben. Die Politischen Spots sind diesmal dabei, auch die alten Werbungen...einfach alles. Sogar der Auftritt von Loriot in der DDR.
3. Sogar in den Extras lassen sich noch einige Perlen finden...alte Bilder von Produktionen z.B. oder auch der Auftritt auf Heinz Rühmanns 90. Geburtstag.
4. Die DVD ist schön gestaltet. Die einzelnenen Sketche sind thematisch geordnet und es liegt noch ein nettes kleines Booklet mit einem humorigen Text dabei.
5. Qualitativ können die alten aufnahmen natürlich nicht mit der neuen Technik mithalten, aber man hat wirklich herausgeholt, was herauszuholen war.
Ärgern muss man sich nur, wenn man bereits das sogenannte Sketch-Archive oder die angebliche Komplett-Edition im Schrank stehen hat.
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96 von 100 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Endlich!, 1. November 2007
Ich bin Besitzer der "Gesammelten Werke aus Film und Fernsehen" und war damit eigentlich sehr zufrieden. Jetzt habe ich die neue Box und bin über die alte Box sehr verärgert. Denn erst jetzt kann man erkennen, wie geschnitten einige Sketche sind.
Jetzt jedoch kann man sich am gesamten Schaffen von Loriot erfreuen (Es sei denn, es tauchen noch einmal irgendwelche unbekannten Sketche auf). Nun hat man über 12 Stunden Material und wer da noch meckert, den verstehe ich nicht. Was die Diskussion über Abzocke angeht, muss man sich nur vor Augen führen, wieviele versichiedene Boxen es von anderen Filmen gibt (Collectors Edition, Super-Edition, Limited Edition, Golden Edition (Twin Peaks) und ähnliches). Außerdem wird niemand gezwungen, die Box zu kaufen. Ich jedoch spreche eine klare Kaufempfehlung aus. Denn wer sieht, welche Qualität Loriot liefert (Humor, Tiefgang), der fragt sich, wie ein talentfreier Mensch wie Oliver Pocher als Comedian bezeichnet werden kann.
Eine solche Qualität vermisst man heute im Fernsehen.
"Ich lass mir von einem kaputten Fernsehen nicht vorschreiben, wann ich ins Bett zu gehen habe."
Traurig ist, dass Evelyn Hamann verstorben ist. Schade!!
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81 von 86 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
"Ach was?!", 26. November 2007
Als Loriot vom gezeichneten zum bewegten Bild wechselte und 1967 erstmals seine eigene Sendung "Cartoon" präsentierte, schlug er neue Wege ein. "Ich fand, dass die Zeichentrickfilme der damaligen Zeit eine ungeheuere Geschwindigkeit hatten", so das Multitalent, das sich als Schauspieler, Regisseur, Autor und Opern-Präsentator einen Namen gemacht hat. Als der Begriff "Entschleunigung" noch nicht bekannt war, setzte Loriot auf einen subtilen Humor, den man eher aus den angelsächsischen Ländern gewohnt war. "Die wirkliche Komik kann nur aus einer ernsten Quelle kommen: aus der Wirklichkeit", so der stets geistreich wie brillant formulierende Grandseigneur.
Fast wehmütig blickt man auf 40 Jahre Produktivität zurück, die so treffend den deutschen Alltag zwischen Sozialdemokratie, Steuererklärung und Schrebergarten beschreibt. Kein Krawall-Komödiantentum, keine schnelle Nummer, keine Flachwitze. "Wir haben nur vier Sendungen pro Jahr produziert, wir nahmen uns Zeit", so Loriot. "Heute müssen die armen Kerle 25 Sendungen machen. Da kann man Genauigkeit nicht verlangen." Von seinen jungen Kollegen findet er zwei jedoch richtig gut: "Olli Dittrich und Piet Klocke. Die kommen aus der Sprache, aus dem Ernst. Das hält länger vor."
Die tagesaktuellen Themen - ob sie nun ernst oder banal sein mögen - haben sich seit der Abschaffung der D-Mark und der Einführung des Privatfernsehens sicher geändert. Die Typen jedoch, die jeder Karikatur eine Steilvorlage liefern, bleiben gleich, laufen auch heute noch frei herum. Zum Beispiel jener Archetyp des Blasen werfenden Politikers in Gestalt von Dr. Walter Klöbitz, der in einer absurden Bundestagsrede die "Nudelkrise" heraufbeschwört. Oder der des völlig überforderten Rentners Erwin Lindemann, der mit seinem Lottogewinn eine Herrenboutique in Wuppertal eröffnen will, beim Fernsehinterview jedoch alles durcheinander bringt. Oder der gemeingefährliche Wissenschaftler, der einem angeblichen Frauenüberschuss entschieden entgegen tritt, indem er die weibliche Bevölkerung kurzerhand in Kaninchen umwandelt. In seiner Begründung nennt Professor Mutzenberger, so der Name der Figur, harte Fakten: "Es ist eine bekannte Tatsache, dass über 70 Prozent aller Ehemänner lieber mit einem Kaninchen zusammenleben würden - nicht wahr?" Antwort des Reporters (kleinlaut): "Natürlich."
Harte Fakten sprechen auch für den zu erwartenden Erfolg der DVD-Edition. 760 Minuten Spielzeit, vom "Jodeldiplom" bis zum "Bettenkauf", vom Feuerwehreinsatz mit der überragenden "H.S. zwo"-Spritze bis zu Wums Banjo-Hit "Ich wünsch mir 'ne kleine Mietzekatze" - alles drin. Man könnte noch viel mehr aufzählen. Manchmal reichen jedoch zwei Worte, um sein Erstaunen kund zu tun: "Ach was?!", würde Loriot sagen.
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