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Klaviersonaten (Ga) Vol.5
 
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Klaviersonaten (Ga) Vol.5 [Doppel-CD]

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Produktinformation

  • Komponist: Ludwig Van Beethoven
  • Audio CD (7. September 2007)
  • SPARS-Code: DDD
  • Anzahl Disks/Tonträger: 1
  • Format: Doppel-CD
  • Label: ECM Records (Universal)
  • Spieldauer: 106 Minuten
  • ASIN: B000TLPW5I
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)
  • Amazon.de Verkaufsrang: Nr. 7.563 in Musik (Die Bestseller Musik)

 
1. Sonata No. 16 G Major Op. 31/1
2. Sonata No. 17 D Minor Op. 31/2 The Tempest
3. Sonata No. 18 E-flat Major Op. 31/ The Hunt
4. Sonata No. 21 C Major Op. 53 Walds Ein
5. Andante Favori F Major Wo0 57

Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Eleonore Büning, Frankfurter Allgemeine Zeitung:
Schiffs Lesart der Sonaten ist texttreu, auch fallen seine Tempi nicht spektakulär aus dem Rahmen. Was ist also das Besondere daran? Es ist erstens die feine Durchdringung der Struktur, mitgeteilt durch dynamische und rhythmische Details, es sind zweitens Schiffs Anschlagsnuancen, seine Abschattierung der Klangfarben, und drittens ist es die haptische Qualität, die aus beidem folgt. Wie diese Intensität zu erreichen ist, das hat mit Schiffs spezifischer Poetik zu tun, seinem Wissen darum, dass es um kompositorische Ideen geht in der Musik, nicht ums Virtuosentum.

Egon Bezold, Klassik.com:
Ein überwältigendes pianistisches Affettuoso offenbart die Selbstbeherrschung, wie sich die Gefühlswelle von Schmerz, Einsamkeit und Freude in der Sonatenform manifestiert. Kein Sturm und Drang im herkömmlichen Sinn, sondern das Form bewusste Ausloten eines Notentextes, dem Schiff mit gezügelten Temperament und hoher Reflexion gerecht wird. Schiff erweist sich einmal mehr als einer der wichtigsten und kompetentesten Beethoven-Spieler unserer Tage. Man darf auf den großen Schlusspunkt der Beethoven-Edition gespannt sein.

Michael Tanner, BBC Music Magazine:
I’m a newcomer, I regret to say, to this series of the complete Beethoven piano sonatas, but this disc has made me determined to catch up with the rest as soon I can. … Schiff maintains a good sense of proportion, but in Beethoven’s case that is still something electrifying and perpetually fresh.


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2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Eine Aufnahme, die süchtig macht , 2. März 2009
Von András Schiff, der längst als Großpianist anerkannt ist, wurden in einem Zeitraum von 5 Jahren (2004 bis 2008) an 8 Abenden in der Tonhalle Zürich in chronologischer Reihenfolge sämtliche Klaviersonaten von Beethoven live und somit vor Publikum eingespielt (Vol. 1 - 8, teils auf 2 CDs). Weder Huster noch Applaus sind zu vernehmen, so dass der Hörer ganz störungsfrei und konzentriert dem Spiel von András Schiff folgen kann. Freilich besteht das Risiko, dass man von der Gesamtaufnahme süchtig wird. Man spürt förmlich den Atem und Geist Beethovens. András Schiff vermeidet jede Exzentrik und vordergründige Effekthascherei, sondern lässt im wahrsten Sinn des Wortes Beethoven den Vortritt. Unvoreingenommen und unpathetisch wie auch mit Klugheit und tiefem Einfühlungsvermögen macht er Beethoven für den Hörer vor dem inneren Auge geradezu sichtbar. Einen besseren Anwalt konnte Beethoven nicht finden. Der Hörer wird gleich in die erste Reihe des Tempels geführt, in der sich die Titanen der Klavierkunst befinden. Ein neuer und atemberaubender Meilenstein in der Rezeptionsgeschichte wurde geschaffen. Ohne damit die genialen Leistungen von Artur Schnabel, Arthur Rubinstein, Wilhelm Kempff und Edwin Fischer, nur um einige zu nennen, schmälern zu wollen, kann mit Berechtigung gesagt werden, dass Andras Schiff magisch den Hörer zum Erfassen und Bestaunen eines Kosmos großartiger Klavierkunst veranlasst. Eindringliche Interpretation durch authentisch erscheinende Deutung nebst perfekter Anschlagstechnik verbindet sich mit optimaler Klangtechnik unter den denkbar besten Aufnahmebedingungen der Tonhalle Zürich. Nachstehend einige Auszüge aus einem umfangreichen Artikel der ZEIT (Autor Wolfram Goertz) vom 9.10.2008:

...."András Schiff hat sich der Pflicht unterworfen, den ersten Satz der Mondschein-Sonate so zu spielen, wie er in den Noten steht. »Senza sordino« heißt es da, ohne Dämpfung, das Pedal dauerhaft getreten, Hall per Bleifuß - so hört man das nie."..." Das Gesetz gilt aber auch für seinen Diener András Schiff, der aus dieser Bewusstheit erst einmal das Legendengerümpel forträumt. Für ihn ist die Mondschein-Sonate (deren Titel nicht vom Komponisten stammt) nichts als die Klaviersonate cis-Moll op. 27/2, vor allem ist sie kein Lieblingsstück für galante Astronomen. Ihr berühmter Kopfsatz entsteht als absolute Musik, für die sich Beethoven eine fast abstrakte Idee imaginierte - den kopfkalt sich entfaltenden, für sein eigenes Echo tauben Klang. Schiff begreift das genial"..."Denn mit Schiff ist es wahrlich ein einziges Entdecken, dabei hilft ihm eine Anschlagkultur, die sogar unter Großpianisten eine Rarität ist. Er hat das spitzeste Stakkato, das bei Beethoven je zu hören war, es ist spitzer als dasjenige Glenn Goulds und Rudolf Serkins, es erinnert an den Reflex, wenn die Hand auf eine heiße Kochplatte gerät. Aber es kündet auch ein bisschen von jenem Humor, den Pianisten bei Beethoven gern ignorieren, es sei denn, sie heißen Alfred Brendel. Dieser Humor geht bis ins Skurrile, nicht nur im zweiten Satz der Mondschein-Sonate, sondern auch im Finale der D-Dur-Sonate op. 10/3 oder im Kopfsatz der G-Dur-Sonate op. 31/1. Wie überhaupt Schiff wunderbar viele Nuancen aufbringt, um die vorgeblich unverstellte Aussicht ins Tal der Klischees zu irritieren. Du aber sitzt nach einer Woche Beethoven fast ermattet vor deinen Lautsprechern. Doch jetzt ist auf einmal alles klar und unvernebelt. Eigentlich könntest du, reifer und wissender geworden, gleich wieder von vorn anfangen."
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