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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Libertad rockt nicht wie Contraband!!!, 5. Juli 2007
Rezension bezieht sich auf: Libertad (Audio CD)
Ich bin ein großer Fan der ersten Platte "Contraband". Deshalb griff ich auch bedenkenlos zu ihrem neuen Longplayer, auf den ich mich auch lange gefreut habe. CD rein und ab geht die Post. "Let It Roll" ist ein würdiger Opener. Slash haut einem ein fettes Riffgewitter um die Ohren und die Stimmung steigt. Hohes Tempo, coole Lyrics, geiler straight Rock- der alte LA-Sound, wie ihn heute nur noch wenige Bands zocken. Doch schon bei "She Mine" und "Get Out The Door" stellt sich bei mir Ernüchterung ein. Einfallslos, uninspiriert, einfach ziemlich langweilig. Der Refrain von "She Mine" beispielsweise, geht einem sehr schnell auf die Nüsse. Mir war nie klar was viele Leute an der Contraband zu bemängeln hatten, von wegen sie hätten sich noch nicht gefunden und so ein Schwachsinn. Doch zumindest rockte die Platte von vorne bis hinten. Libertad hat auch seine Kickass-Rocksongs, z.B. "She Build Quick Mashines", "Just Sixteen", "Spay", oder wie eben erwähnt der Opener. Aber das sind leider viel zu wenige, für eine straighte Rockband wie Velvet Revolver, die mit Contraband bewies, dass einfacher schneller, dreckiger Rock n Roll noch immer unwiederstehlich sein kann. Überwiegend Songs die man schnell vergessen hat, sobald die Scheibe wieder im Schrank steht. Schade eigentlich! Da greif ich lieber wieder zur "Contraband", oder noch besser, zu Slashs Snakepits "Aint Life Grand".
Anspieltips:
Let It Roll
She Build Quick Mashines
Mary Mary
Just Sixteen
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12 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Es ist alles nicht einfach!!, 17. Juli 2007
Rezension bezieht sich auf: Libertad (Audio CD)
Die Herren von Velvet Revolver haben es wirklich nicht leicht. Slash, Duff und Matt Sorum haben ihre erfolgreichste Zeit sicherlich bei Guns n' Roses gehabt. Sie verkauften die Alben AfD, UYI I + II mehr als 65 Millionen mal und wurden weltweit von millionen Fans vergöttert. Diese Fans gibt es auch heute noch und das ist das größte Problem der Band. Viele warten eher auf eine Guns n' Roses Reunion als auf ein neues Velvet Revolver Album. Jedes Album von VR wird sich mit den früheren GnR Alben, welche zu den größten Alben der Rockgeschichte gehören, messen lassen müssen. Auch wird sich die GnR Fangemeinde nie 100%ig mit einem VR Album zufrieden geben, ganz egal wie gut es ist. Die Vergangenheit wird einfach nicht ruhen gelassen.
Aber dem Gegenwind zum Trotz veröffentlicht Velvet Revolver dennoch neue Alben und geht dabei neue Wege. Das ist sehr mutig, und freut mich. Ich bin froh, dass sie dieses Album veröffentlicht haben, da ansonsten an der Rockfront sich auch nicht wirklich viel tut.
Dennoch kann auch ich mich nicht total davon frei machen, was diese Herren schon alles produziert haben. Wobei nicht nur die GnR Alben erwähnt werden müssen, sondern auch die beiden Snakepit Alben und Duffs Soloprojekte.
Wie dem auch sei, so objektiv wie möglich versuche ich nun, dieses Album zu bewerten:
Die meisten Stücke gefallen mir sehr gut. Sie haben sehr schöne Rhythmen und Melodien, gute Basslines und natürlich ein sehr gutes Gitarrenspiel von Slash. Die einzelnen Instrumente sind von den Aufnahmen her perfekt auf einander abgestimmt und man hört, dass die Band sich wirklich mühe gegeben hat einen vernünftigen Sound zu erhalten.
Auch besticht das Album durch seine wirklich schönen Kompositionen. Es passt einfach. Positiv sind auch die teilweise ausgefallenen Klangstimmen. Besonders bei den Liedern "Gravedancer" und "The last fight" wird dieses deutlich.
Scott Weilands Stimme auf diesem Album ist sehr gut. Zu diesen Lieder passt sie deutlich besser als zu einigen Liedern von Contraband. Die Lieder sind einfach wie gemacht für diese Stimme.
Als negativ Punkt muss ich jedoch anführen, dass die Lieder für meinen Geschmack nicht rockig genug sind. Wenn ich an das Contraband Album denke, sind dort Stücke wie "Set me free" oder "Suckertrainblues" zu finden. Diese gibt es hier eigentlich nicht. Auch ist die Leadgitarre von Slash nicht so prägnant, wie man es erwarten dürfte. Wenn man es nicht wüsste, würde man Slash bis auf einige Ausnahmen gar nicht an der Leadgitarre vermuten. Slasher nimmt sich zu sehr zurück.
Es fehlt mir deutlich die Energie, die Power und die Let's-Kick-Some-Ass-Attitude, für die diese Musiker eigentlich standen.
In diesem Album ist nichts mehr von dem rebellischen Auftreten vergangener Tage zu finden, was natürlich aufgrund des fortgeschrittenen Alters auch irgendwie verständlich ist. Sie hätten sich weiterentwickelt und wollten etwas neues machen, und das haben sie. Matt Sorum meinte, dass dieses das erste seiner eigenen Alben sei, welches er sich auch privat anhören würde bzw. könnte.
Und so sieht es leider aus. Das ist der größte Schwachpunkt. Es ist ein nettes, sehr schön komponiertes Album,, welches man sich mal anhören kann. Es stimmt halt alles, aber dadurch geht es leider mehr in Richtung POP als in Richtung Rock.
Mit diesem Album haben sich Slash, Matt und Duff endgültig vom GnR-Stil verabschiedet, was wohl dazu führen wird, dass alle Menschen, die noch die Gunners im Herzen haben, enttäuscht sein werden.
Allen, die sich davon frei machen können oder komplett neu mit VR in Berührung kommen, wird dieses Album als Rock-Album gefallen, da es wie gesagt, durchaus ansprechende Lieder hat.
Ich persönlich höre es mir sehr gerne an und finde es wirklich gut.......aber es wird keine Rockgeschichte schreiben und kommt definitv nicht an die Guns n' Roses Alben und auch nicht an die beiden Snakepit Alben ran, denn das waren richtige Rockalben.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
2.0 von 5 Sternen
Bestenfalls Durchschnitt, 9. Juni 2009
Rezension bezieht sich auf: Libertad (Audio CD)
Es ist müßig, bei Velvet Revolver Vergleiche mit den Guns n' Roses der späten 80er und frühen 90er, deren übermächtiger Schatten alle damaligen Bandmitglieder verfolgt, zu ziehen. Der damaligen Magie rennt sowohl diese Band, die aus der Kernmannschaft der erfolgreichsten Gunners-Periode besteht, als auch die neue Band von W. Axl Rose hoffnungslos hinterher. Somit muss man "Libertad" als eigenständiges Rock-Album betrachten, das von Musikern eingespielt wurde, um deren Talent man längst Bescheid weiß.
Gerade aus dieser Sicht ist die Platte aber eher enttäuschend ausgefallen. Dabei ist der Einstieg mit "Let It Roll", der zwar kein Übersong, aber doch ein furioser Rocker ist, noch sehr gut gelungen. An 3. und 4. Stelle der Tracklist gibt es mit "Get Out The Door" (sehr gute, interessante Gesangslinie, die stellenweise an ...ähem... Axl Rose erinnert...) und der Single "She Builds Quick Machines" (exzellenter, psychedelischer Mittelteil, Spitzen-Bass und fetziges Solo inklusive) sogar zwei wirkliche Kracher, an denen absolut nichts auszusetzen ist. Leider kommt der Rest der Scheibe unspektakulär, um nicht zu sagen: langweilig aus den Boxen - bestenfalls sind die Songs durchschnittlich. So beispielsweise die zwar recht gefälligen im Endeffekt aber doch belanglosen "She Mine", "Just Sixteen" und "Can't Get You Out Of My Head". Von diesen Stücken will einfach nichts richtig hängenbleiben. Ein wenig besser macht es die Band in der entspannten, westernmäßigen Ballade "The Last Fight". Der zweite Song dieser Kategorie, das finale "Gravedancer" gerät im Gegensatz dazu recht schnell in Vergessenheit. Ebenso wird es einigen Totalausfällen ergehen, die man in der Mitte der LP findet. Vor allem über "American Man", "Mary Mary" und "Spay" sollte man besser den Mantel des Schweigens breiten.
Sehr schade, da vor allem Gitarren- und Bassarbeit insgesamt praktisch bei allen Stücken überzeugen können. Auch der Gesang, an dem sich bisweilen die Geister scheiden, geht in Ordnung, wenngleich er stellenweise doch arg uninspiriert klingt. So kann man "Libertad", den beteiligten Spitzenmusikern zum Trotz, lediglich 2 Sterne geben. Bei mir persönlich liegt das keineswegs an der überzogenen Erwartungshaltung, vielmehr ist das Songwriting einfach nicht gelungen. Man hört das Können aller Beteiligten heraus, eine ungezwungene Einheit ist hingegen nicht zu spüren.
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