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25 von 32 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Verspätet endlich ein angemessener Bond fürs Neue Millennium, 23. Juli 2007
Mein Vater hat mich als kleiner Junge ins Kino geschleppt, um 007 Filme zu sehen und dadurch begleitet mich diese Figur nun über 20 Jahre. Ich war ziemlich enttäuscht, dass ein bereits verfilmtes Werk der neue Bond Film wird. Und ich war geradezu entsetzt, als feststand, dass Daniel Graig der neue Bond wird. Relativ unbekannt, blond, mit Segelohren und wohl nicht gerade der Typ, auf den Frauen fliegen. Die Medien hatten ebenfalls schon weit vor Filmstart mit ihren Lästerschriften angefangen und Stimmung gegen Craig gemacht. Sogar Anti-Craig Webseiten entstanden! Der lange als Favorit gehandelte Clive Owen wäre von der Erfahrung, dem Bekanntheitsgrad und auch optisch sicherlich die weitaus bessere Wahl gewesen. Mein Interesse war gleich Null.
Doch bereits nach dem ersten Trailer wollte ich den Film unbedingt sehen! Als der Film dann ins Kino kam, vollzogen selbst die Medien eine 180 Grad Wendung. Auf einmal hieß es, es wäre der beste Bond aller Zeiten. Nur warum eigentlich?
Der Film beginnt am Anfang von Bonds Karriere, als er noch kein Doppel-Null Agent mit der Lizenz zum Töten ist. Diese muss er sich erst durch zwei Tötungen verdienen. Daher beginnt der Film auch in schwarz/weiß, was eine optische Veränderung gegenüber allen Bondfilmen bedeutet. Außerdem gibt es erstmals Rückblenden zu sehen.
Eine weitere größere optische Veränderung ist, dass (im gesamten Film) der Tod nicht mehr verharmlost dargestellt wird. Kein einfacher Schuss, kein kurzer (unblutiger) Abgang. Hier wird das Sterben vielfach in seiner langsamen, grausamen Realität gezeigt.
Inhaltlich liegt die große Veränderung darin, dass man die Bond typische Figuren Mrs Moneypenny und Q ersatzlos gestrichen hat. Die Actionsequenzen beruhen dadurch aber auch nicht mehr auf den Gimmicks, die Bond in jedem Abenteuer erneut von Q erhält. Stattdessen stehen sehr viel handgemachte Action und die Protagonisten selbst im Vordergrund (u. nicht vermehrt Computergraphik). Dadurch sind endlich auch die Kämpfe mal auf einem Niveau, das an eine echte Nahkampfspezialausbildung eines Agenten erinnert. Super!!!
Sehr angenehm ist auch, dass Bond nicht schon wieder die gesamte Welt vor irgendeinem visionären Spinner oder einer aggressiven Gruppierung retten muss. Hier ist das Ziel "nur" einer der größten Finanziers für das Terroristenmilieu. Das kommt aber wohl der Realität eines Geheimagenten wesentlich näher.
Obwohl alle Bondfilme stets (sehr) unterhaltsam waren, kann dieser mit einer weiteren neuen Facette aufweisen: Es ist der erste (!!!) Bondfilm, der tatsächlich mal echte Spannung aufbaut! Die über 140 Minuten Länge merkt man zu keinem Zeitpunkt. Das Geschehen wird überwiegend von Dialogen und Atmosphäre bestimmt. Es gibt eigentlich nur 3-4 längere Actionsequenzen. Aber die haben es wirklich in sich - denn wenn es erst mal zur Sache geht, dann kracht es richtig und ausgiebig! ;-)
Und der neue Bonddarsteller selber?
Der Charme früherer Bondfilme und insb. ihrer Darsteller ist sicherlich irgendwie verflogen. Dieser Bond hat Schwächen, er hat Angst, er schwitzt, er blutet, er leidet, wird gefoltert, er liebt und er ist sogar für ein paar Sekunden klinisch tot. Er ist viel weniger der Übermensch, zu dem Bond in den letzten Filmen geworden ist und der schon fast Klamauk pur war. (Man denke da nur an Pierce Brosnan, der in "Stirb an einem anderen Tag" schlecht animiert auf einer Motorhaube auf einer Welle surft - wie kurz zuvor Vin Diesel als "xXx".) Wenn man ehrlich ist, dann wirken viele Bondfilme mit ihren Figuren und Welteroberungsszenarien und den dazugehörigen Unterwasserbauten etc. heute geradezu peinlich.
Die gesamte schauspielerische Leistung von Craig hebt sich deutlich von allen anderen vorherigen Darstellern ab. Am meisten erinnert er an Timothy Dalton in "Lizenz zum Töten".
Auch die Flirtdialoge sind frivoler und direkter und der Humor ist ein anderer. So antwortet Bond auf die Frage ob er seinen Martini gerührt oder geschüttelt haben möchte mit " Sehe ich so aus, als wenn mich das jetzt interessiert?" Und er trifft damit genau den richtigen Ton in der Situation!
Muss ein Bond zwangsläufig dunkle Haare haben? Wenn die blonden Haare so schlimm gewesen wären, dann hätte man Daniel Graig diese ja schwarz färben können. Vermutlich war das aber genau die Intention der Produzenten. Mit der optisch so anderen Fassung des Bonddarstellers schien man von vornherein klar zeigen zu wollen, dass eine neue Ära anfängt und man neue Wege geht! Und das ist voll und ganz gelungen. Daniel Graig ist der coolste, charismatischste und menschlichste der 007-Agenten.
Klar ist er brutaler und kein Charmeur wie insb. Sean Connery. Aber dabei darf man nicht vergessen, dass selbst der Autor Ian Flemming mal sagte, dass er nie vor hatte, aus Bond eine besonders liebenswerte Person zu machen! Leider hat man sich in den Filmen dann immer mehr von der Ursprungsversion entfernt.
Sicherlich sind einige Szenen immer noch übertrieben, aber längst nicht so sehr, wie das in den letzten Bonds der Fall war.
Das einzige, was ich persönlich an dem Film wirklich bemängeln kann ist, dass man es versäumt hat, die Pokerregeln kurz zu erläutern, denn nicht jeder Zuschauer kennt diese. Dazu gehören insb. auch die verwendeten Begriffe wie Call, Check etc. Die max. 1-2 Minuten die dafür nötig gewesen wären, hätte man ruhig opfern können.
Abschließend man kann sich sicherlich darüber streiten, ob ein Film ohne Moneypenny, ohne Q und ohne seine technischen Spezialausrüstungen ein echter Bond ist - oder nur ein ganz normaler Action-/Agentenfilm. Ich persönlich habe (überraschenderweise!) das Fehlen dieser drei typischen Merkmale zu keinem Zeitpunkt vermisst. Dieser Film ist spannender als alle anderen Bonds zuvor, basiert viel mehr auf schauspielerischen Leistungen und weist grandiose, fulminante (handgemachte) Actionsequenzen auf.
Und so lautet mein Fazit: Bond ist tot, es lebe Bond!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Guter Film, allerdings schlechte Bond Figur..., 6. Dezember 2008
Als ich diesen Film zum ersten mal sah dachte ich mir zuerst... Oh mein Gott, schon alleine dass Daniel Craig alias James Bond eher aussieht als würde er zum KGB gehören als zum MI6 war mir unangenehm, dann auch noch die Synchronstimme von "Adam Sandler", nein bitte was soll das... das ist schon fast zuviel. Dann die Szene wie der eine Informant am Klo starb... Wow, echt Brutal, konnte mich nicht erinnern, dass einer der alten Bond's jemanden so derart Zusammen geschlagen hätte. Naja hab darüber hinweg gesehen, doch es traten immer mehr Sachen auf die nicht zu James Bond passen. Der Humor ist Anfangs Sehr lahm. Mochte ich doch immer den Sarkassmus und die Sprüche in den ganz alten Bond Filmen. Gut später im Film wurde der Humor wenigstens deutlich besser, doch hatte man das trotzdem das Gefühl dass James Bond ein Melankolischer Mensch wäre, es fehlte einfach der typische Charm. Dann noch dre Satz am Schluss klang so als ob er schon 20 Jahre 007 wäre und er deshalb eiskalt sein müsste. Also an Charme hat der james Bon von heute nicht mehr wirklich viel, aber schon die Filme mit Pierce Brosnan waren ja schon ein Mist. Ich finde Roger Moore war noch der letzte der James Bond gut gespielt hat, der Rest der danach kam war zum vergesssen, nur mehr Aktion und sonst nichts. Wich James Bond früher Kugeln aus und handelte überlegt, bleibt der Bond von heute regungslos im Gefährt sitzen und betet darauf dass sie ihn nicht treffen. Man hat das Gefühl als wolle James Bond egal mit welchen Konsequenzen an sein Ziel kommen. Auch das hacken in den MI6 schafft er natürlich mit links, denn er ist ja der eld der alles schafft, doch etwas schafft er zum schluss nicht und das wäre das kostbarste gewesen.
An Action biete der Film jede Menge, auch verrat und drama sind dabei doch recht gut, man sollte einfach keinem trauen. Von der handlung selber hätte ich 4 Punkte gegeben, auch von den Schauspielern selbst. Doch da Daniel Craig als Bond gar nicht überzeugt und allgemein der Charme von Bond fehlt reichten es nur für 3 Sterne.
Im grossen und ganzen erinnert mich der Film aber von der Nebensächlichen Geschichte stark an "Im Geheimdienst Ihrer Majestät".
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
der etwas andere bond, 26. März 2007
wer hier den typischen james bond erwartet wird mit sicherheit nicht zufrieden gestellt werden. allerdings ist dies auch nicht der anspruch des filmes, er will vielmehr die geschichte von james erzählen, der zu bond wurde. aus diesem grund ist dieser auch nicht mit dem typischen flair ausgestattet, sondern überrascht durch ein wenig plump- und rohheit. diese abweichung von den anderen bondfilmen ist zugegeben gewöhnungsbdürftig, hat jedoch ihren eigenen charme, der, obwohl er meiner meinung nach erst später seine wirkung zeigt durchaus glaubwürdig und auch passend ist, nur er ist eben nicht der typische bondstil. abgesehen davon ist die story meiner meinung nach gut gelungen im gegensatz zum vorgänger durchaus realitätsnaher und ich muss ehrlich zugeben, obwohl ich von daniel craig anfangs überhaupt nicht überzeugt war - im gegenteil- füllt er die rolle gut aus. die aktionszenen sind - wie in jedem film - nicht ganz realistisch, jedoch weitaus näher am tatsächlich machbaren, als bei anderen bonds. interessant finde ich, dass james bond nun auch andere kampfsportstile verinnerlicht hat - wie in der szene im treppenhaus, in der er mit 2 angreifern kämpft und den letzteren mit einem gut gekonnten würger zur strecke bringt.
fazit:
meiner meinung nach ist er sehenswert, vor dem kauf muss man sich allerdings darüber im klaren sein, sollte man ihn noch nicht im kino gesehen haben, dass es sich hier nicht um einen "normalen" bond handelt, da es sich um den "anfänger" james bond handelt, wer also gar nicht ohne den typischen bond flair auskommt sollte verzichten. wer jedoch eine neue seite von james bond entdecken will kann hier durchaus zugreifen, der relativ günstige preis macht das durchaus leichter. ich hoffe ich konnte weiterhelfen.
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