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Reise nach Indien (Arthaus Premium Edition - 2 DVDs)
 
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Reise nach Indien (Arthaus Premium Edition - 2 DVDs)

DVD ~ Peggy Ashcroft
4.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (7 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Darsteller: Peggy Ashcroft, Judy Davis, James Fox
  • Regisseur(e): David Lean
  • Komponist: Maurice Jarre
  • Format: Dolby, HiFi Sound, PAL
  • Sprache: Deutsch (Dolby Digital 2.0), Englisch (Dolby Digital 2.0), Englisch (Dolby Digital 5.1)
  • Untertitel: Deutsch
  • Region: Region 2
  • Bildseitenformat: 16:9 - 1.77:1
  • Anzahl Disks: 2
  • FSK: Freigegeben ab 6 Jahren
  • Studio: Kinowelt Home Entertainment/DVD
  • Erscheinungstermin: 11. August 2006
  • Produktionsjahr: 1984
  • Spieldauer: 157 Minuten
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (7 Kundenrezensionen)
  • ASIN: B000GB729U
  • Amazon.de Verkaufsrang: Nr. 37.033 in DVD & Blu-ray (Die Bestseller DVD & Blu-ray)

Rezensionen

Movieman.de

Mit "Reise nach Indien" hat David Lean weniger ein weiteres Monumentalwerk geschaffen, als eine hoch emotionale, poetische Charakterstudie mit einem wohl dosierten Schuss Romantik wie Phantasie. Das Indien, in dem sich die Charaktere bewegen, stellt sich als das exotisch reiche, von wundervollen Bildern und Düften durchwobene Land voller Geheimnis dar, das man aus Märchenbüchern kennt. In diese magische Welt, von der die Protagonistin Adela Quested gerade zu hypnotisiert ist, bricht das Unvorhersehbare als eine Krise herein, welche das Leben der gesamten Stadt umwirft. Unabhängigkeit, Rassismus und Culture-Clash werden hier aufwühlend, rauschhaft aber auch ästhetisch umgesetzt. Zu jedem Film David Leans finden sich stets Kommentare, dass es sich bei dem jeweiligen um den besten des Regisseurs handelt. Ob dieser Ihr Favorit ist, sollten sie deshalb besser selbst entscheiden. Was zu all dem noch bemerkt werden sollte, ist, dass der Film in Widescreen aufgenommen wurde und Sie hier leider nicht in den vollen Genuss kommen. Fazit: Ein kleines Monument

Moviemans Kommentar zur DVD: Das farblich wie schärfetechnisch sehr stabile Bild hat nur selten mit Rauschen und Artefakten zu kämpfen. Akustisch vermittelt sich eine lebendige, mit vielen Feinheiten ausgestattete Kulisse, die nicht nur als dichte DD 5.1-Fassung, sondern auch als Stereo-Version überzeugen kann. Bei all diesen erfreulichen Werten erfreuen auch die Extras, die eine Menge nacherzählter Informationen zur Produktion enthalten.

Bild: Das etwas in die Jahre gekommene, ursprünglich in Widescreen vorliegende Bild, kommt mit natürlichen wie kraftvollen Farbstimmungen daher (Sonnenuntergang, 00:06:32), die lediglich selten etwas durch Rauschen ins Graustichige tendieren. Prinzipiell aber sollte erwähnt werden, dass die Farbwerte äußerst stabil bleiben, und selbst grelles Rot nicht zum Ausbrennen neigt (00:26:34). Auch die Schärfewerte fallen gut aus und dies nicht nur im Detail, sondern gerne auch auf Distanz. Im Sonnenlicht ergeben sich die in dunkleren Szenen etwas matten Kontraste sehr schlüssig. Rauschen beschränkt sich meist auf monotone Flächen (Himmel, 00:21:42) und Artefakte halten sich sehr dezent im Hintergrund.

Ton: Die selbst in den Stereofassungen unheimlich vital angelegte Kulisse weiß durch eine große Vielfalt an herrlich plastischen Soundsignalen zu überzeugen. Da der Dolby Decoder auch in den Stereospuren Signale auf die hinteren Boxen überträgt, ergibt sich sogar hier eine angenehme Illusion von Weiträumigkeit. Das turbulente Leben auf den indischen Marktstraßen aber auch deftige Effekte wie das Stampfen eines vorbeifahrenden Zuges (00:07:14) bewegen die Front mit enormer Kraft. Richtungswechsel sind auch in den Stereospuren keine Seltenheit, sondern die Regel. Dabei ist aber das Original in seiner Räumlichkeit etwas saftiger als die deutsche Fassung, die hingegen mit dichteren Sprachsignalen ankommt. Und wenn schon die Stereofassungen durch ihre außergewöhnliche Lebendigkeit überzeugen, warum sollte dies nicht auch die DD 5.1-Fassung können? Sie schafft es mit großer Wucht, wobei inmitten der prallen Kulissensounds und sonoren Effekte auch die kleinen Details nicht unter gehen. Sprachlich fallen Original wie Synchronisation klar aus, während das Original seine Sprachsignale ab und an aber auch mal von der starken Kulisse verdecken lässt. Der Synchronisation ist angenehm plastisch, ohne zu aufgesetzt zu klingen.

Extras: Das sehr informative Aufgebot an Extras beschäftigt sich mit Rückblicken auf die Produktionszeit. Darunter befinden sich die Erinnerungen des Produzenten Richard Goodwin (23:29 Min.), in denen über Interviews sehr exakt erläutert wird, was für die Produktion alles nötig war und wie die Vorbereitungen und Dreharbeiten verliefen. Neben dem Originaltrailer (3:27 Min.) beinhaltet die DVD noch die Biographie David Leans in Textform, eine Fotogalerie als Slideshow (1:40 Min.), die vor allem interessante Aufnahmen vom Dreh mit sich bringt sowie Auszüge aus den Memoiren Richard Goodwins,die sich im DVD-Rom-Teil der Disc befinden. Zehn Programmtipps beenden das aufschlussreiche Material. --movieman.de



Produktbeschreibungen

Arthaus Reise nach Indien 2er Digipack, USK/FSK: 6+ VÃ-Datum: 11.08.06

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22 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen David Leans letzter Film, 7. September 2007
Von Mathias "deepred" (Berlin) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 10 REVIEWER)   
"Reise nach Indien" war der letzte Film des großen David Lean, der dem Kino unvergessene Filmwerke schenkte wie z.B. "Lawrence von Arabien" und "Die Brücke am Kwai", und an ihm scheiden sich noch immer die Geister. Viele halten ihn für ein Meisterwerk, andere für Leans schwächsten Film. Die Wahrheit liegt wahrscheinlich wie so oft in der Mitte.
"Reise nach indien" erzählt von zwei Frauen, die ins Indien der Kolonialzeit reisen und dort mit einer völlig anderen Welt konfrontiert werden. Beim Besuch mysteriöser Berghöhlen geschehen plötzlich seltsame Dinge, die den Lebensweg aller Beteiligten drastisch verändern...

Das Positive zuerst. "Reise nach Indien" ist visuell - was zu erwarten war - ein Genuss. Regisseur Lean schafft insbesondere in der ersten Hälfte unvergessliche Bilder und Sequenzen (in der besten Szene wird Judy Davis von einer Horde Affen bedroht). Besonders in seinen stummen Momenten ist der Film äußerst effektiv. Maurice Jarres Filmmusik hält sich erstaunlicherweise sehr zurück, was dem Film ebenfalls zugute kommt. Das Drehbuch - Leans eigene Bearbeitung des Romans von E.M. Forster - versucht auf sehr intelligente und anspruchsvolle Weise, das Aufeinanderprallen indischer und britischer Kultur zu schildern, und die Unfähigkeit der beiden, zu koexistieren. Hier weicht übrigens der Film stark vom Buch ab. Schilderte Forster diesen Konflikt anhand der beiden männlichen Hauptfiguren Dr. Aziz (Victor Banerjee) und Fielding (James Fox), verlagert Lean die Erzählung auf das Verhältnis Aziz und Miss Quested (Judy Davis), die in Indien eine Art sexuelles Erwachen erlebt, was sie selbst und in der Folge das gesamte Land in Aufruhr versetzt.
Die britischen Darsteller - allen voran die großartige Judy Davis in einer ihrer ersten und besten Filmrollen - agieren brillant (Peggy Ashcroft erhielt als Davis' zukünftige Schwiegermutter einen Oscar und so ziemlich alle Filmpreise, die in diesem Jahr vergeben wurden). Die indischen Darsteller lassen allerdings teilweise zu Wünschen übrig, und David Lean neigt dazu, sie als Clowns zu inszenieren. Über Alec Guiness als indischen Bahran kann man ebenfalls geteilter Meinung sein - für mich hat er überhaupt nicht funktioniert, ich habe mich unentwegt gefragt, warum man keinen indischen Darsteller verpflichtet hat. Ebenfalls negativ fällt auf, dass David Leans Hang zu epischer Breite dem Film im Weg steht, denn weder ist die Geschichte von ihrer Natur her episch angelegt (sondern vielmehr intim und persönlich), noch nützen die vielen Massenszenen der Handlung. Mit einer Länge von 160 Minuten ist der Film deutlich zu lang und hängt im letzten Drittel mehrfach durch. Kritiker haben dem Film ebenfalls ein fehlendes Realitäts-Bewusstsein vorgeworfen, weil ihm die Nöte einer verklemmten jungen Engländerin wichtiger sind als die vielen Menschen, die an Hunger und mangelnder medizinischer Versorgung sterben. Dem Vorwurf schließe ich mich nicht an, aber er soll nicht unerwähnt bleiben.
"Reise nach Indien" ist erfreulicherweise kein Sonnenuntergangs-Schmalz á la "Jenseits von Afrika" - es gibt tatsächlich keine Liebesgeschichte im gesamten Film - sondern ein psychologisches und politisches Drama mit einem Hauch von Mystery. Er ist beinahe vergleichbar mit Peter Weirs "Picknick am Valentinstag", denn auch "Reise nach Indien" ist schwer zu entschlüsseln und beantwortet die brennendste aller inhaltlichen Fragen (Was ist wirklich in der Höhle passiert?) nicht.
Fazit: "Reise nach Indien" hat definitiv Schwächen und ist sicher nicht Leans bester Film, aber der Film kann aufgrund seiner Intelligenz, Darsteller und überragenden Szenerie überzeugen. Man sollte nur keinen "Lawrence von Arabien" erwarten, dann dürfte man enttäuscht werden.

Zur DVD: die Special Edition von Arthaus besticht durch die wunderbare Bild - und Tonqualität, die dem Film absolut gerecht wird. Der deutsche Ton liegt zwar nur in 2.0 vor, der O-Ton ist aber mit 5.1 ein reiner Genuss. Dazu muss man sagen, dass laut filmhistorischen Quellen der Film in Cinemascope gedreht wurde, es existiert aber nirgendwo eine adäquate Fassung, alle weltweit veröffentlichten DVDs benutzen das 1,85er-Format. Wenn man es nicht weiß, fällt es nicht auf, der Film wirkt auch in diesem etwas kleineren Format durchaus bombastisch. Als Extras befinden sich auf der 2. Disc die Erinnerungen von Produzent Ron Goodwin, der Trailer, eine Fotogalerie und Auszüge aus Ron Goodwins Memoiren. Dazu ein 11-seitiges Booklet und eine insgesamt sehr schön aufgemachte Box. Fans des Films werden ihre Freude an dieser DVD haben.
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15 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Ein bewegendes Stückchen Kolonialgeschichte, 7. September 2006
Von Romana "romykl" - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REVIEWER)   
David Lean drehte im Laufe seiner Karriere einige der besten Filme aller Zeiten.
Vierzehn Jahre nach seinem nur mäßig erfolgreichen Werk Ryan's Tochter, überzeugte der Altmeister epischer Verfilmungen wieder mit einem opulenten Drama.
Die "Reise nach Indien sollte gleichzeitig seine letzte Arbeit werden.
Wie immer aufwändig, farbenfroh und bildgewaltig inszeniert, konzentriert sich Lean fast ausschließlich auf die Verurteilung des Kolonialismus. Damit gelingt es ihm zwar nicht, die Vielschichtigkeit und den zeitkritischen Grundton der Romanvorlage vollständig wiederzugeben, was jedoch letztlich schlicht am Medium Film liegen mag.
Die Gegensätze zwischen orientalischer und westlicher Lebens- und Denkweise, sowie die arrogante Überheblichkeit der britischen Kolonialherren werden sehr gut hervorgehoben.
Bei genauerer Betrachtung wird man aber auch die Gemeinsamkeiten im Denken und Fühlen der Menschen, speziell zwischen Dr. Aziz und Mrs. Moore bemerken.
Wie kaum einem anderen gelang es Lean in seinen monumental angelegten Filmen, den Spannungsbogen zu halten. Auch Reise nach Indien flacht nicht ab und stimmt am Ende nachdenklich.
Wer Filme dieses Genres mag, wird garantiert nicht enttäuscht werden.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Rationalismus contra Magie, 26. Juli 2007

Obwohl dieser Film in opulenten Bildern Indiens schwelgt und mit seinem Zauber betört, ist er hauptsächlich eine kritische Abrechnung mit dem britischen Kolonialismus. Zwei Kulturen, die rationale der westlichen Welt und die magische des Orients treffen aufeinander und geraten in Konflikt zueinander. Allein die britische Mrs. Moore und der indische Arzt Dr. Aziz finden Zugang zur jeweils anderen Welt. Der Film bietet ganz nebenbei Spannung und ein überrashendes Ende. Sehenswert
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Vor 3 Tagen von Tonio Gas veröffentlicht

5.0 von 5 Sternen Wunderbarer Film
Dieser Film ist ein Juwel - und er verrät viel über die Beziehung des kolonialen England zum Subkontinent Indien und seinen Menschen. Lesen Sie weiter...
Vor 19 Monaten von Leopold Berger veröffentlicht

4.0 von 5 Sternen Ein indischer "Doktor Schiwago" ?
Ich wäre auf einen Vergleich mit "Doktor Schiwago" gar nicht gekommen, hätte da nicht dieser Hinweis auf weitere Werke des Regisseurs auf dem Schuber gestanden. Lesen Sie weiter...
Vor 22 Monaten von doggo-doggo veröffentlicht

5.0 von 5 Sternen Endlich auf DVD (in Deutsch)
Nun sind fast alle Meisterwerke von David Lean auf DVD erhältlich. Nach dem es "Die Brücke am Kwai", "Doktor Schiwago", "Lawrence von Arabien" und auch "Ryans Tochter" schon... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 11. August 2006 von Musikliebhabär

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