Aus der Amazon.de-Redaktion
Pop-Ohrwürmer mit Techno und Dance-Beats, das sit das Erfolgsrezept von Sylver, das auch auf ihrem neuen Album
Crossroads bestens funktioniert.
Weniger künstlerische Höhenflüge, als viel mehr volle Power und Ausdauer entscheiden oft über den musikalischen Erfolg. Zumindest im Falle der belgischen Band Sylver. Eine Einschätzung, die alles andere als geringschätzig gemeint ist, denn Sound-Tüftler Wout Van Dessel hat sein Handwerk als DJ von der Pieke auf gelernt und weiß wie er, gemeinsam mit Sängerin Silvy De Bie, aus Sylver Gold macht. Ihre Ohrwürmer laufen regelmäßig in Dauerrotationen der Radiosender die Playlists rauf und runter und schaffen es in den Charts ganz nach oben. Da ist auch der neue Longplayer Crossroads keine Ausnahme. Für ihre Fans ist Crossroads ein absolutes Muss, denn Sylver hat den musikalischen Stil ihres Vorgängeralbums Nighttime Calls noch einmal perfektioniert!
In diesem Licht besehen erscheint die Wahl des Titels der CD ebenso konsequent, wie die musikalische Gestaltung der 12 Songs, die sie enthält. Crossroads (Straßenkreuzungen) ist wie eigens geschaffen zur musikalischen Illustration einer hektischen, in Kunstlicht getauchten Welt von Nachttankstellen, Auto-Scooter, Boutiquen, Eis- und Rollschuhbahnen oder Diskotheken. Sylvers Crossroads ist Musik für Stroboskopblitze, Glitzerkugel an der Decke und viel Trockeneis, etwa bei den etwas romatischeren Songs wie Half As Much oder Seven Tears. Auch ABBA prägte seinerzeit dieses gezähmte Schuldisko-Image, was ihren Erfolg bekanntlich nicht schmälerte und erst recht nichts über ihre Qualität aussagte. Vielleicht setzt Silvy De Bie in ihrer ABBA Cover-Version von Lay All Your Love On Me, sogar das fort, was Agnetha einst begann. Zumindest in diesem einen Stück und in einer etwas zeitgemäßeren Form. Typisch Sylver-Style eben. Andreas Schultz