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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Faszinierender Trip in die menschlichen Abgründe , 14. Oktober 2008
Mystic River ist ein Thriller der Extraklasse, welcher den Zuschauer von Beginn an auf einen düsteren Trip mitnimmt und bis zum überraschenden Schluss nicht wieder loslässt. Alles was Hollywoodikone Clint Eastwood als Regisseur mittlerweile anpackt wird zum Erfolg und er zählt völlig zurecht zu den absolut Besten.
Knapp 25 Jahre nachdem der kleine Dave Doyle vor den Augen seiner beiden Freunde Jimmy und Sean von pädophilen Triebtätern in ein Auto gezerrt und tagelang missbraucht wurde, führt der Weg die drei ehemaligen Jugendfreunde durch ein schreckliches Verbrechen wieder zusammen. Jimmys (Sean Penn)19 jährige wunderschöne Tochter Katie wurde auf auf grausame Weise ermordet und ausgerechnet Sean (Kevin Bacon), tritt als zuständiger Polizist wieder auf den Plan. Obwohl der als Kind missbrauchte Dave (Tim Robbins) mit der Cousine von Jimmys Ehefrau glücklich verheiratet ist, lässt Ihn sein in der Kindheit erlebtes Martyrium nicht mehr los. Mit dem Mord an Jimmys Tochter gerät auch er plötzlich in Verdacht, da er auch einer der letzten war der Katie in einer Bar lebend gesehen hat. Als Jimmy davon erfährt das die Polizei gegen seinen Freund und Verwandten ermittelt bahnt sich eine Tragödie an die ein überraschendes Ende findet.
Schritt für Schritt legt Clint Eastwood die Psyche und Geheimnisse der drei Hauptakteure frei und langsam wird dem Zuschauer klar das hier keiner frei von Schuld ist. Allem voran lastet auf dem anfangs trauernden Familienvater Jimmy ein dunkles Geheimnis, was dem Film eine überraschende Wendung gibt. Eine Menge an Hinweisen und Einzelheiten ergeben nach und nach einen immer düsteren Blick auf das eigentlich verkorkste Leben dreier Freunde die in erster Linie mit sich und Ihrer Vergangenheit zu kämpfen haben.
Eastwood liefert mit Mystic River" einen Trip in die Abgründe der menschlichen Seele der seinesgleichen sucht und zu einem der besten Filme der letzten Jahre gehört. Bildgewaltig zeigt uns der Regisseur wie langsam die bürgerliche Fassade zu bröckeln beginnt und sich tiefe Abgründe auftun.
Ich habe selten einen Thriller gesehen der den Zuschauer von der ersten Minute an so ein seinen Bann zieht. Wie wohltuend ist ein Film wie Mystic River" in Zeiten in denen die meisten Filme mit Special Effects zugepflastert sind und keinen Raum für schauspielerische Höchstleistungen lassen. Ich bin auch großer Fan der Herr der Ringe" Trilogie, aber es ist wunderbar einen Film wie diesen zu erleben, der uns zeigt das man auch ohne große Effekte ganz großes Kino machen kann.
Spannung von Beginn an bis zum wirklich tollen und überraschenden Schluss. Eastwood lässt den Zuschauer teilhaben an den Ermittlungen und bringt nicht wie in billigen Groschenromanen kurz vor dem Ende Beweise und Personen ins Spiel die man davor überhaupt nicht gekannt hat. Der Film lässt über die gesamte Länge Spielraum für Spekulationen und jeder kann sich seine Gedanken dazu machen. Die Bestzungsliste des Films liest sich wie das Who ist Who der Superstars, den neben den drei Hauptdarstellern Sean Penn, Tim Robbins und Kevin Bacon sind unter anderm noch Laurence Fishburne (Matrix), Marcia Gay Harden, Laura Linney und sogar Hollywoodveteran Eli Wallach (Pate III, Zwei glorreiche Halunken) zu sehen.
Eastwoods Film geht unter die Haut und bietet einen Thriller der Extraklasse. Diese neue Premium Edition entspricht der alten Doppel DVD und bietet auf der Bonusdisc zwei Dokumentationen, Interviews und Trailer. Ein ganz großer Film mit erstklassigen Schauspielern, gedreht von einem der ganz Großen. Vielen Dank Clint Eastwood !
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8 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Faszinierender Trip in die menschlichen Abgründe, 31. Oktober 2008
Mystic River ist ein Thriller der Extraklasse, welcher den Zuschauer von Beginn an auf einen düsteren Trip mitnimmt und bis zum überraschenden Schluss nicht wieder loslässt. Alles was Hollywoodikone Clint Eastwood als Regisseur mittlerweile anpackt wird zum Erfolg und er zählt völlig zurecht zu den absolut Besten.
Knapp 25 Jahre nachdem der kleine Dave Doyle vor den Augen seiner beiden Freunde Jimmy und Sean von pädophilen Triebtätern in ein Auto gezerrt und tagelang missbraucht wurde, führt der Weg die drei ehemaligen Jugendfreunde durch ein schreckliches Verbrechen wieder zusammen. Jimmys (Sean Penn)19 jährige wunderschöne Tochter Katie wurde auf auf grausame Weise ermordet und ausgerechnet Sean (Kevin Bacon), tritt als zuständiger Polizist wieder auf den Plan. Obwohl der als Kind missbrauchte Dave (Tim Robbins) mit der Cousine von Jimmys Ehefrau glücklich verheiratet ist, lässt Ihn sein in der Kindheit erlebtes Martyrium nicht mehr los. Mit dem Mord an Jimmys Tochter gerät auch er plötzlich in Verdacht, da er auch einer der letzten war der Katie in einer Bar lebend gesehen hat. Als Jimmy davon erfährt das die Polizei gegen seinen Freund und Verwandten ermittelt bahnt sich eine Tragödie an die ein überraschendes Ende findet.
Schritt für Schritt legt Clint Eastwood die Psyche und Geheimnisse der drei Hauptakteure frei und langsam wird dem Zuschauer klar das hier keiner frei von Schuld ist. Allem voran lastet auf dem anfangs trauernden Familienvater Jimmy ein dunkles Geheimnis, was dem Film eine überraschende Wendung gibt. Eine Menge an Hinweisen und Einzelheiten ergeben nach und nach einen immer düsteren Blick auf das eigentlich verkorkste Leben dreier Freunde die in erster Linie mit sich und Ihrer Vergangenheit zu kämpfen haben.
Eastwood liefert mit Mystic River" einen Trip in die Abgründe der menschlichen Seele der seinesgleichen sucht und zu einem der besten Filme der letzten Jahre gehört. Bildgewaltig zeigt uns der Regisseur wie langsam die bürgerliche Fassade zu bröckeln beginnt und sich tiefe Abgründe auftun.
Ich habe selten einen Thriller gesehen der den Zuschauer von der ersten Minute an so ein seinen Bann zieht. Wie wohltuend ist ein Film wie Mystic River" in Zeiten in denen die meisten Filme mit Special Effects zugepflastert sind und keinen Raum für schauspielerische Höchstleistungen lassen. Ich bin auch großer Fan der Herr der Ringe" Trilogie, aber es ist wunderbar einen Film wie diesen zu erleben, der uns zeigt das man auch ohne große Effekte ganz großes Kino machen kann.
Spannung von Beginn an bis zum wirklich tollen und überraschenden Schluss. Eastwood lässt den Zuschauer teilhaben an den Ermittlungen und bringt nicht wie in billigen Groschenromanen kurz vor dem Ende Beweise und Personen ins Spiel die man davor überhaupt nicht gekannt hat. Der Film lässt über die gesamte Länge Spielraum für Spekulationen und jeder kann sich seine Gedanken dazu machen. Die Bestzungsliste des Films liest sich wie das Who ist Who der Superstars, den neben den drei Hauptdarstellern Sean Penn, Tim Robbins und Kevin Bacon sind unter anderm noch Laurence Fishburne (Matrix), Marcia Gay Harden, Laura Linney und sogar Hollywoodveteran Eli Wallach (Pate III, Zwei glorreiche Halunken) zu sehen.
Eastwoods Film geht unter die Haut und bietet einen Thriller der Extraklasse.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Sehr dichter, guter Film, aber kein Meisterwerk, 1. Januar 2010
In "Mystic River" geht es um die Aufklärung eines Mordes an einer jungen Frau, die erschossen in einem Park aufgefunden wird. Eine 20 Jahre vorher passierte Hintergrundgeschichte verbindet drei Protagonisten miteinander: Den Vater des Mädchen (Sean Penn), den ermittelnden Detective (Kevin Bacon) und einen, der bald der Tat verdächtig wird (Tim Robbins). Alle drei waren als Kinder Freunde und der später Verdächtige wurde aus einem gemeinsamen Spiel von Pädophilen entführt und tagelang festgehalten und missbraucht. So läuft neben den eigentlichen Ermittlungen ein Netz aus psychologischen Studien ab: Der Vater hat selber eine kriminelle Vergangenheit und wird in der Aufklärung des Mordes selber aktiv; der damals Missbrauchte leidet immer noch sehr unter dem erlittenen Trauma; der Detective ist formal den alten Kumpels seit langem eher fern, spürt aber immer noch eine gewisse Verbundenheit.
Der Film ist ein typischer Eastwood-Film - im guten wie im schlechten Sinne. Ich halte die Eastwood-Filme im ganzen ja für überbewertet, denn nichts an ihnen ist orginell und nicht schon mehrfach gesehen worden. Es sind ganz klassisch gemachte, sehr handwerkliche Filme. Dies freilich auf allerhöchtem Niveau. Eastwood beherrscht das Kunsthandwerk des Filme-Machens wirklich und das hebt ihn dann über andere hinaus, die zwar innovativer und risikofreudiger, aber dafür viele handwerkliche Fehler machen, was den Genuss dann doch zuweilen sehr stört. Eastwood macht nichts besonderes, aber er macht auch keine (oder kaum) Fehler und das zuzusehen ist auch immer wieder ein Genuss.
Eastwoods Filme drehen sich für mich immer um das gleiche Thema drehen (freilich drehen viele Regisseure immer wieder den gleichen Film mit neuen Variationen): Den Freiheits-, Indvidualismus-, Sicherheits- und Kontrollwahn der amerikanischen Gesellschaft, der über breite Bevölkerungsschichten so tief in ihr verankert ist, dass er schon gar nicht mehr wahrgenommen geschweige denn kritisch reflektiert wird. Die wahnsinnigen Folgen, die sich daraus ergeben, die Gewalt, die psychischen Abgründe, die Zwänge, werden eiskalt dargestellt.
So auch hier: Ich will natürlich das Ende nicht verraten, aber es endet in einer menschlichen Tragödie, die dadurch verursacht wird, dass Stolz und Ehre und das eigene Individuum über das Verständnis anderer geht und sich die Menschen in ihrer Fähigkeit zu verstehen überschätzen und zwanghaft handeln müssen, um vermeintlich zu kontrollieren. Wie üblich sind die Männer die Hauptakteure dieses Handelns, aber in einer der abschließenden Szenen wird der Anteil der Frauen an diesem System mal interessant (und das ist neu) herausgestellt. Leider kommt diese Komponente aber mit einem dramaturgischen Fehler einher, nämlich dass die relevante Frauenfigur vorher im Film zu blass und wenig herausgestellt bleibt, so dass ihr eigentlich so wichtiger Kommentar doch etwas plötzlich und unzusammenhängend kommt. Besser vorbereitet hätte das grandios werden können.
Der Film ist im ganzen durchaus etwas lang und auch langatmig, wenig überraschend und etwas handlungsarm. Gleichzeitig kreiert er aber eine wahnsinnig dichte Atmosphäre. Die Bilder, Photographie, Ausstattung, Kameraperspektiven bilden eine homogene, aufsaugende Ästhetik und das kann über mangelnde Orginalität der Handlung an manchen Stellen hinwegtrösten. Anteil daran haben auch die sehr guten schauspielerischen Leistungen, wobei ich Sean Penn's Oscar als überbewertet empfinde. Er spielt sehr gut, mir aber einen Tick zu klischeehaft und der Figur keine Individualtität gebend. Fünf Oscars hingegen (statt dem einen gewonnenen) hätte Tim Robbins verdient gehabt. Das gehört zum besten, was ich bisher an Schauspielkunst gesehen habe. Wie er es schafft, einen an den Bildschirm zu fesseln einfach durch die Art, wie er ins Leere starrt, ist atemberaubend und fast furchterregend gut.
So bleibt ein überdurchschnittlicher, düsterer Thriller mit Kommentaren zur aktuellen amerikanischen Gesellschaft, der klassisch gut, aber kein Meisterwerk ist.
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