Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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16 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Gänsehautkino, 6. Juli 2007
Ich habe schon lange darauf gewartet, daß es dieser Film endlich auch nach Deutschland schafft, aber da er schon in England erst Jahre nach dem Dreh anlief, kann es wohl noch eine Weile dauern. Vermutlich haben sie Probleme mit der Übersetzung... Nun habe ich mir also endlich doch die englische DVD angeschafft, denn neben Johnny Depp und John Malkovich interessiert mich an "The Libertine" vor allem die Hauptfigur, deren Gedichte ja auch erst vor ein paar wenigen Jahren ins Deutsche übersetzt wurden. Außerdem interessierte mich, seit ich das grottenschlechte Machwerk "Stage Beauty" gesehen hatte, dieser Film, der etwa in derselben Zeit spielt.
Ich war sehr gespannt, da ich im Internet sehr unterschiedliche Rezensionen gelesen hatte, auch nicht besonders positive - allerdings hauptsächlich aus den USA; vielleicht hatten sie dort ein paar Probleme mit den weniger netten four letter words. Aber der Film hat alle meine positiven Erwartungen voll erfüllt - vor allem liegt zwischen "The Libertine" und "Stage Beauty" das ganze Weltall: Schon allein die denunzierende Karikatur des Charles II. in letzterem und dagegen die grandiose Studie von John Malkovich in ersterem... Alles stimmt hier: die wie durch eine Camera obscura bei Kerzenlicht gefilmte Szenerie; die Besetzung (vom Feinsten), die Kostüme, die grandiosen, intelligenten Dialoge, die Gedichte des Earl, die Musik...
Allem voran der unglaubliche Mr. Depp, der den Lebenshunger und den Lebensüberdruß, die Gier und die Verzweiflung, die Sehnsucht nach Nähe und den Zynismus, die Rohheit und die Zartheit so authentisch spielt. Das ist großes, anrührendes Kino, das es wirklich verdient hätte, auch in Deutschland auf die Leinwände zu kommen - vielleicht ja in der Originalfassung mit Untertiteln. Mich hat der Film jedenfalls sehr bewegt und mit einer Gänsehaut zurückgelassen.
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14 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
zu unrecht unbekannt, 24. März 2007
im london des 17. jahrhunderts führt john wilmot, der zweite graf von rochester (johnny depp) ein skandalöses und dekadentes leben.
Er beginnt eine affäre mit der jungen, scheinbar talentfreien schauspielerin elizabeth barry und schreibt ein pornografisches theaterstück, in dem er seinen finanzier könig charles II verhöhnt. diesem, obwohl mit einer engelsgeduld gegenüber dem unmöglichen wilmot ausgestattet, reißt doch der geduldsfaden und wilmot muss fliehen.
schwer krank, von syphilis zerfressen kehrt er später an den hof des königs zurück....
ein empfehlenswerter, schöner film , johnny depp in einer seiner wirklich guten rollen (gottseidank, weil für kaptain sparrow und willi wonka hat er nicht meine hochachtung )
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Nichts für zarte Ohren..., 24. März 2008
Der Film ist ab 18?? Ja ich faß' es nicht! Warum denn das? Weil über den ganzen Film verteilt vielleicht 10 Mal einer "cunt" sagt (um das böse Wort mal auszusprechen bzw. -schreiben)? Liebe Güte.
Aber daran sieht man nur mal wieder, dass die "freiwillige" Selbstkontrolle lieber noch blutiges Zeug à la "Saw" durch die Netze läßt, anstatt eines brillant erzählten, intelligenten Films, in dem vielleicht ein Dutzend obszöner Worte fällt - und das auch nicht ohne Grund, gehört es doch nunmal zur Person und zum Werk des Earl of Rochester wie das Blut zu "Saw". Aber egal.
An diesem Film sollte jedenfalls keiner vorbeigehen, der feinsinnige Literaturverfilmungen mag und auch mal ein paar Kraftausdrücke verträgt (ja, das beides *geht* zusammen. Außerdem sind englische Flüche sowieso viel schöner als deutsche).
Sowohl Johnny Depp als auch John Malkovich glänzen hier jedenfalls mit überragenden Leistungen, und die genial besetzen Nebenfiguren (z.B. Etheredge, allseits bekannt als Tom Hollander bzw. Lord Cutler Beckett aus "Pirates of the Caribbean") spielen ebenfalls mit einer Begeisterung, dass es eine wahre Freude ist, ihnen zuzusehen.
Nebenbei besticht der Film durch eindrucksvolle authentische Kostüme (auch das leider nicht immer ein Muß bei historischen Filmen) und Schauplätze, sowie durch ausnahmsweise einmal positiv auffallende, da fehlerfreie und exakte Untertitel.
Lediglich ein bißchen mehr Bonusmaterial zusätzlich zum Regiekommentar hätte sein dürfen, aber damit kann man ja noch leben.
Alles in allem ein feiner Film mit Johnny Depp in einer seiner besten, zynischsten Rollen. Sehenswert!
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