Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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10 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Die Scheibe braucht Zeit, 23. Juni 2006
Auch ich als alter Queensryche Fan, war am Anfang enttäucht von OM II. Ich konnte es aber nicht lassen, mir dieses Werk weiterhin regelmäßig anzuhören. Bei jedem Hören wurde mir dieses Werk ein Stück sympatischer und der Zugang zu dieser Platte erschloss sich mir. Jetzt bin ich wirklich sehr begeistert von diesem Album, dass sicher keine wirkliche Förtführung von OM I ist, aber wer wollte das schon. Die Platte ist sehr, sehr geil, so dass ich den ganzen Tag irgendwelche Sequenzen vor mich hinsummen muss. Gebt diesem Album die Zeit die es benötigt. Eine Platte, die bei jedem erheuten hören, einen anderen Zugang schafft. Ich liebe OM II! Queensryche leben!
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21 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Mindcrime 2 dürfte..., 22. Februar 2006
Von Ein Kunde
...das am schwersten zugängliche QR-Album seit Promised Land sein, denn im Gegensatz zu Mindcrime 1(jeder Song ein Hit), braucht's einige Durchläufe mehr, bis sich die -durchaus vorhandenen- Qualitäten erschließen lassen. Aber selbst beim ersten Hören fällt schon einiges auf: Es gibt wieder Gitarrensoli(ohne Vollzeitpilot Degarmo, dennoch solide von den Herren Wilton und Stone), Pamela Moore(Sister Mary) singt bei mehreren(!) Stücken mit, es gibt wieder einen "Gothic choir", und Ronnie Dio -unverkennbar- singt Dr X(The Chase). QR sind auch diesmal ihrer Devise treu geblieben, sich von Album zu Album zu verändern. Der Alternativesound der letzten Alben ist nahezu verschwunden. Vielfach gibt es Progressive-Anklänge: früh-70s Genesis, Pink Floyd etc., aber auch leicht musicalhaftes, so in Richtung JC Superstar/Rocky Horror etwa, besonders auffällig bei den Duetten von Tate und Moore. Dabei tritt das Metal-Element doch merklich in den Hintergrund, weshalb Rockmusik doch besser passen würde, wenn man unbedingt in Kategorien denken muß. Auf jeden Fall ist OM2 ein vielschichtiges, abwechslungsreiches und durchaus gutklassiges Album geworden, daher auch vier Sterne. Anspieltips erspare ich mir, da man das Album sowieso besser als Ganzes hören sollte.
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12 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Queensrÿche führen die Operation Mindcrime zu Ende, 3. Juli 2007
Es ist ein mutiger Schritt, den Queensrÿche da machen. Aber auch ein konsequenter und notwendiger. Fast 20 Jahre nach ihrem Meistwerk OPERATION MINDCRIME wagen sich GEOFF TATE (Gesang) MICHAEL WILTON & MIKE STONE (Gitarre), EDDIE JACKSON (Bass) und SCOTT ROCKENFIELD (Schlagzeug) an die Fortsetzung ihres Magnum Opus.
Schon die bloße Ankündigung hatte für wilde Spekulationen Anlass gegeben: wird Ur-Mitglied CHRIS deGARMO für die Fortsetzung zurückkehren? Nein, tat er nicht.
Werden Queensrÿche nach ihren zuletzt eher grungig klingenden Alben wieder zum Metal-Sound des Erfolgswerkes zurückkehren? Naja, ein bisschen.
Und um eines vorweg zu nehmen OPERATION MINDCRIME II ist kein platter Abklatsch von OM I. Das wäre wohl auch zu einfach gewesen. Zu viel hat sich in der Zeit getan, sowohl musikalisch als auch innerhalb der Band. CHRIS deGARMO, der einen gewaltigen Anteil am ersten Teil hatte ist bereits seit Jahren nicht mehr bei Queensrÿche. Ihn zu kopieren wäre für MIKE STONE eine zu schwere Aufgabe gewesen, daher versucht man es erst gar nicht.
Natürlich gibt es hin und wieder die parallelen Gitarren-Linien, die den frühen Queensrÿche-Sound geprägt haben, aber diese sind eher eine musikalische Reminiszenz an den ersten Teil als der Versuch etwas wiederzubeleben, was es in dieser Form nicht wieder geben wird.
Stattdessen hat sich auch die Musik gewandelt. Bei OPERATION MINDCRIME II gibt es keine SUITE SISTER MARY. Die Stücke sind sehr kompakt gehalten, schon die FREIHEIT OUVERTURE bietet keinen Vergleich mehr zu ANARCHY-X. Die Musik spiegelt dabei sehr genau auch den Wesenszustand von Nikki wieder, der nach 20 Jahren aus dem Gefängnis entlassen, vor allem vom Gedanken an Rache (ONE FOOT IN HELL, HOSTAGE) getrieben wird.
Mit zunehmender Spieldauer kommt aber auch immer mehr Verwirrung dazu, zunächst über die veränderte Welt, in der er sich nun zu recht finden muss (THE SPEED OF LIGHT, SIGNS SAY GO) und dann nach dem Showdown mit Dr. X die Fragen, ob er das Richtige getan hat (MURDERER), ehe Nikki in der Erinnerung an Sister Mary kurzzeitig wieder Ruhe findet (IF I COULD CHANGE IT ALL). Aber danach kommen die Gewissenbisse umso stärker wieder (AN INTENTIONAL CONFRONTATION, A JUNKIE'S BLUES) und treiben ihn dazu, seinem Leben ein Ende zu setzen (FEAR CITY SLIDE) und in seinen letzten Momenten erinnert sich der tragische Held noch einmal der schönen Ereignisse in seinem Leben, die alle mit seiner Liebe zu Sister Mary zusammen hängen.
Musikalisch und textlich ist dies alles brillant umgesetzt, wenn auch die Hymnen wie BREAKING THE SILENCE, I DON'T BELIEVE IN LOVE oder EYES OF A STRANGER fehlen, so ist OM II doch sicherlich das beste Album von Queensrÿche seit PROMISED LAND.
Einziger Schwachpunkt ist die hier schon häufig angesprochene etwas unausgegoren wirkende Produktion von JASON SLATER, den mit dergleichen Transparenz wie bei OPERATION MINDCRIME I hätte Teil II die große Wiederkehr von Queensrÿche bedeuten können. So ist OM II ein starkes Album mit schwachem Sound, das die Geschichte von Nikki, Dr. X und Sister Mary dennoch würdig zu Ende erzählt.
Diejenigen, die jedoch ein Jahrhundertwerk wie OPERATION MINDCRIME erwartet haben, dürfen sich damit trösten, dass es ja kalendarisch nur noch knapp 80 Jahre sind, bis wieder eines ansteht.
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