Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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12 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Groovender Organismus, 21. Mai 2009
Ich habe Nik Bärtsch's Ronin zweimal live gesehen, bevor ich diese CD gekauft habe. Die Bühnenpräsenz ist düster-schwarz, morbid und wartet mit einem unglaublichen Arsenal an Instrumenten und Zubehör auf (für Jazz ungewöhnlich). Nur schon die Perkussions- und Schlagzeugplattformen von Andi Pupato und Kaspar Rast verschlingen zusammen gegen die zehn Quadratmeter. Zwischen Nik Bärtsch, dem Bassisten Björn Meyer (der einen elektrischen Sechssaiter spielt und gelegentlich auf den hohen Saiten gitarrenähnliche Solos spielt) und der schlagenden Fraktion zwängt sich Sha mit seinen Saxofonen, der Bass- und Kontrabassklarinette. Ronin (Begriff für einen verachteten und herrenlosen Samurai) macht Musik mit minimalem Aufwand und maximaler Wirkung. Das tun Elektroniker, Steve Reich und Philip Glass auch. Ronins Musik ist hingegen durch und durch analog und groovt im Unterschied zu den klassischen Vertretern der Minimal Music. Dafür massgeblich verantwortlich ist der Schlagzeuger Kaspar Rast, der vor allem auf der Snare einen unermüdlichen Beat vorantreibt. Speziell ist an dem Quintett meines Erachtens, dass ihre Musik nur im Ensemble denkbar ist, wo doch im Jazz normalerweise die Musiker austauschbar sind. Ich möchte damit nicht, sagen, dass Ronin nur minimale Fähigkeiten haben, ganz im Gegenteil, die Musiker haben an Hochschulen studiert und schon etliche Aufnahmen veröffentlicht, bevor das Label ECM auf sie aufmerksam wurde. Vielleicht öffnet sich Ronin in der Zukunft und integriert für einzelne Konzerte oder Aufnahmen andere Musiker oder auch Gesang. - "Stoa" ist für mich ein schönes und interessantes Album, das nicht langweilig wird und gut in das Programm von ECM passt. Ich finde aber, dass man sich die Zeit nehmen, sich zurückziehen und einen Kopfhörer benutzen sollte. Der Vorteil der CD ist, dass man auch die Bass- und Kontrabassklarinette von Sha hört, die gehen live ein wenig unter. Über die zugegebenermassen schwafeligen und pseudointellektuellen Texte im Booklet kann man getrost hinweg lesen, Ronin machen am besten Musik und das wissen sie auch, denn an den Konzerten reihen sie ihre "Module" meist nahtlos aneinander und erklären nichts.
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8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Nicht lesen - hören. Und auf den Bass hören, 6. April 2007
Zugegeben - die linernotes sind WIRKLICH verquast. Pseudointellektuelles Geschmarre. Ich glaube nicht, daß ich auf ein Konzert von Ronin gehen würde - ich würde mich wahrscheinlich nur aufregen, wenn Nik Bärtsch die Titel kommentiert...
Aber die Musik selbst hatte mich von Anfang an gefangen. Sie ist zwar in der Tat gewissermaßen langweilig, aber das ist es gerade. Minimal. Wenn sich was tut, dann meist im Bass. Wer sowas mag, liegt hier richtig. amazon-Probehören ist etwas schwierig, weil sich die hypnotische Monotonie der Stücke (Schwafel-Alarm!) erst nach längerer Zeit entfaltet.
Fazit: Dies ist derzeit meine Lieblings Abschalt-Platte (für mich zum Abschalten, nicht für den CD-Player ;) )
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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Genialer minimaler Zen Jazz Funk, 4. Mai 2007
Ich habe Nik Baertsch's Ronin auf dem Jazz Festival 2006 in Berlin live gehoert und bin sofort ein absoluter Fan geworden. Auf der Buehne entfesseln die Schweizer Groovejazz Minimalisten ein wahres Feuerwerk, der dynamische Spannungsbogen vom einzelnen Ton zum Fortissimo der gesamten Band ist einfach grossartig.
Die Melodien und Rhythmen wiederholen sich, fliessen ineinander, steigern sich und erzeugen eine Art Trance, die unwiderstehlich ist und mitunter auch in die Beine geht.
Ich empfehle Nik Baertsch aus vollem Herzen. Wer in Zuerich wohnt, sollte schleunigst zu seinen Montagskonzerten gehen.
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