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Orgelwerke Vol.2
 
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Orgelwerke Vol.2 [Hybrid SACD]

von Michael Schönheit (Künstler), Franz Liszt (Komponist)
3.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)
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Produktinformation

  • Komponist: Franz Liszt
  • Audio CD (21. Oktober 2005)
  • SPARS-Code: DDD
  • Anzahl Disks/Tonträger: 1
  • Format: Hybrid SACD
  • Label: Mdg (CODAEX)
  • Spieldauer: 72 Minuten
  • ASIN: B000BNDACG
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)
  • Amazon.de Verkaufsrang: Nr. 363.182 in Musik (Die Bestseller Musik)

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1. Tu es Petrus: Andante maestoso Reinhören
2. Ave Maria F-Dur S 183,2 (nach Arcadelt) Reinhören
3. Ave verum corpus (nach Mozart, für Orgel bearb.) Reinhören
4. Evocation à la Chapelle Sixtine Reinhören
5. Fantasie Reinhören
6. Fuge Reinhören

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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen Beeindruckende Langeweile, 18. November 2005
Die Welt der Orgelfreunde hat darauf gewartet - endlich ist es soweit und Friedrich Ladegasts erstes Groß- und Meisterwerk erstrahlt wieder im ursprünglichen Glanz. Vier Manuale, 81 Register, eine Synthese aus barocker Tradition und romantischer Innigkeit. Eine "nobel" klingende Orgel ist es, keine spektakuläre Brüllmaschine, wie sie sich derzeit viele Organisten wünschen oder bauen lassen. Auch im Plenum zurückhaltend, nicht billig effekthascherisch. Ideal für die Interpretation der Romantiker wie Liszt, Mendelssohn, Reubke usw.

Am Merseburger Instrument wurden auch die wichtigsten Werke Liszts uraufgeführt. Ein Grund mehr, das neue Instrument auf hochwertige Tonträger in guter Aufnahmequalität zu bringen. Das hat MDG hiermit getan, in vorbildlicher Weise was Klang und Ausstattung angeht.

Zu verdanken haben wir nicht nur die Hybrid-SACD, sondern auch die Restaurierung in erheblichem Maß dem Gewandhausorganisten Michael Schönheit. Der nicht unerhebliche Schwachpunkt der Aufnahme ist mit diesem Namen allerdings auch schon genannt: seine Interpretation.

Bis dato war mir unklar, wie spannungsarm man Liszt spielen kann. Hier liegt mit der zweiten CD der Reihe Liszts Großwerk, die monströse Fantasie über "Ad nos" vor. Auf ihrem Originalinstrument. Doch was für eine Langeweile! Weder vermögen Schönheits doch recht gleichförmige Registrierungen mitreißen: sie wirken oftmals zu "dick", kombinieren ein bißchen viel; das ist einerseits schön, weil die Register der Merseburger Domorgel gut verschmelzen. Doch vermißt man öfters die Anmut charakteristischer einzelner Ladegast-Register im Fantasie-Teil. Am schlimmsten aber ist die absolut spannungsarme Spielweise verbunden mit sehr langsamen Tempi: Die Platte wird so zu einer brutalen Geduldsprobe.

Bestes Beispiel hierfür: Die "Evocation a la Chapelle Sixtine": Zwanzigeinhalb Minuten hierfür dürften einen einsamen Langsam-Interpretationsrekord darstellen. Elegisch, düster, die eindrucksvollen dynamischen Möglichkeiten des Instruments nutzend - aber auch hier ohne daß das Stück von einer inneren Spannung zusammengehalten würde. Einziger Höhepunkt: Im pianissimo-Anfangsteil hört man offenbar zufällig (mit Kopfhörern besser!) die Turmuhr-Glocke, die gleichsam ein letztes Stündlein schlägt.

Gegenbeispiel für dieses Stück: Martin Haselböck an der Köthener Ladegastorgel; die Konkurrenzaufnahme der Lisztschen Werke an verschiedenen Orgeln des Weißenfelser Meisters. Hier ist die "Evocation" ebenso meditativ, steigert sich aber bis ins Verzweifelte. Verzweifelt-schön dank klarerer Registrierung am kleineren, aber ebenfalls mächtigen Köthener Instrument.

Die "Ad nos"-Fantasie als vermeintlicher Höhepunkt von Schönheits Platte kann dem Vergleich mit anderen vorliegenden Aufnahmen daher nicht standhalten, trotz des Merseburger "Heimvorteils". Eine Referenz historischer Spielweise bleibt die Interpretation von Christoph Schoener an der Schweriner Ladegastorgel. Ebenfalls langsame Tempi, doch getragen von der Anmut vieler hinreißender und bisweilen kurioser Registrierungen. Und Schoener hält das Stück zusammen, es zerfließt ihm nicht. Man darf daher gespannt sein auf Haselböcks noch nicht erschienenes "Ad nos", bestimmt ebenfalls aus Merseburg.
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