Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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14 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Die beste Aufnahme zum günstigen Preis, 25. November 2005
Elisabeth Schwarzkopf sagte über diese Aufnahme: "Damals hatte Maestro von Karajan noch Zeit, um die Partitur genau zu studieren". Alle Sänger singen wunderschön, Karajan war in der ausgezeichneten Verfassung, dazu die Tontechniker aus EMI haben diese Aufnahme tadellos remastered (ich habe auch CD aus dem Jahre 1988, ich konnte im ersten Moment nicht glauben, dass ich die gleiche Aufnahme höre). Alles in Allem: zu diesem Preis ein Muß für Klassik-Liebhaber!!!
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10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Nach wie vor Referenz!, 29. April 2007
Hier haben wir, trotz der großartigen Produktionen mit Karl Böhm von 1955 (Decca), 1962 (EMI) und 1974 (DGG, live), die mit Abstand beste und überzeugendste aller Cosi-Aufnahmen vor uns. Was Herbert von Karajan damals zustandebrachte, kann noch heute als unerreichtes Meisterstück bezeichnet werden. Man spürt förmlich, welch eine harte und meisterhafte Vorbereitung nötig war, um diese in allen Teilen gelungene Produktion in die Rillen zu bannen.
Der schlanke und stilreine Klang des damals noch jungen Philharmonia Orchestra London ist von ungeheurer Leuchtkraft, die selbst durch den Monoklang kaum beeinträchtigt werden kann. Der Dirigent stellt sich hier ganz uneitel in den Dienst dieser intimen, oft unterschätzten Oper, ohne seinen ganz eigenen, unverwechselbaren Stil zu verleugnen.
Seine Gesangssolisten sind von unüberbietbarer Homogenität und Stimmschönheit. Elisabeth Schwarzkopfs Fiordiligi ist eine stimmschauspielerische Leistung ersten Ranges, die in keinem einzigen Takt auch nur ansatzweise zur Kritik Anlaß gibt. Sie selber hat in der späteren Böhm-Aufnahme von 1962 zwar eine vielleicht reifere, aber keineswegs vollendetere Darstellung abliefern können. Nan Marriman als Dorabella ist eine Top-Besetzung, mit ihrem dunklen, volltönenden Mezzosopran gibt sie einen gelungenen Kontrast zu Frau Schwarzkopfs glockenklarer Sopranstimme. Der im letzten Jahr verstorbene Léopold Simoneau singt mit großer Einfühlung einen Ferrando der Extraklasse, der selbst von so bedeutenden Rollenvertretern wie Alfredo Kraus (EMI) oder Peter Schreier (DGG) nicht in den Schatten gestellt werden konnte. Auch die übrigen Mitwirkenden, Rolando Panerai (Guglielmo) und Sesto Bruscantini (Alfonso) sind allererste Wahl und tragen nicht wenig zur Gesamtqualität der Aufnahme bei. Schließlich sei Lisa Otto für ihre großartige, witzige, aber nie überzogene Darstellung der Despina noch ein besonderes Kompliment gemacht. Warum diese wunderbare Künstlerin von den Plattenfirmen so sträflich vernachlässigt wurde, wird wohl für immer ein Rätsel bleiben.
Fazit: Trotz vehementer Konkurrenz ist diese Karajan-Aufnahme von 1954, betreut von dem berühmten EMI-Produzenten Walter Legge, noch heute die Referenzaufnahme schlechthin. Es dürfte schwerfallen, sie jemals zu toppen. Klanglich entspricht sie natürlich nicht mehr den heutigen Erfordernissen, obwohl sie nach sorgfältiger digitaler Überspielung durchsichtig und rauscharm klingt. Leider fehlt eben der Stereo-Effekt. Das sollte aber nicht vom Kauf dieser Jahrhundert-Produktion abhalten. Die Textbeilage ist in Ordnung.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Kritik zur Kritik, 26. Januar 2009
Ich halte den Kommentar zu dieser wirklich wunderbaren Aufnahme dennoch für maßlos übertrieben. Sie ist sicherlich meisterhaft gesungen aber absolute Referenz ist sie mit Sicherheit nicht. Ein der beiden Rezensenten nennt selbst gleichwertige Aufnahmen, wobei die Aufnahme 1974 live unter Karl Böhm dazu jedenfalls nicht gehört. Unübertroffen ist in der Karajan-Aufnahme sicherlich Léopold Simoneau. Für mich der beste Ferrando überhaupt, trotz eines Heddle Nash oder eines Richard Lewis.
Trotz der übberragenden Schwarzkopf wäre mir aber seine Ehefrau an seiner Seite als Fiordiligi noch lieber gewesen: S. Alarie. Diese beiden zusammen singen Mozart kongenial. Auch die Bemerkungen über das neue Remastering sind reichlich übertrieben. Die neu remasterte Aufnahme klingt meines Erachtens auch nicht wesentlich besser als die alte, was nach meinen Erfahrungen aber immer so und normal ist.
Alles in allem aber eine der besten bekannten Cosi-Aufnahmen, da gibt es keinen Zweifel. Aber wie in fast allen alten Aufnahmen, hören wir die Cosi ebenfalls nur abgespeckt. Will man diese richtig erleben, dann muss man zu einer der neueren, vollständigen Aufnahmen greifen.
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