Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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17 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
God save Queen Mary!, 2. November 2005
Von Ein Kunde
Derzeit kommt gute Musik mal wieder nicht aus unseren Gefilden, sondern schwappt wie des Öfteren über den großen Teich zu uns herüber. Diese Tatsache ist ja eigentlich nichts Neues, wäre da nicht ein gewisser Wande. Dieser Wandel betrifft das Herkunftsland dieser großartigen Bands, welche inzwischen aus der Nation nördlich der USA kommen, aus Kanada. Erst Broken Social Scene, dann (die großen) Arcade Fire, die Stars, Dears und nun Wolf Parade. Inzwischen hat sich aber auch diese Bewegung ein wenig gewandelt. Das leicht verdauliche "You forgot it in the People" von Broken Social Scene oder die ungefährlichen Stars CDs sind alle große Kunst aber eben leicht verdaulich, massenkompatibel sozusagen. Und nun erst das letzte selbstbetitelte Broken Social Scene Album, welches an verschiedenen Stellen Grundlos verrissen wurde wegen seiner Vielschichtigkeit. Ok. Teilweise 160 Tonspuren übereinander machen es dem Hörer nicht gerade leicht. Allerdings ist dies als Spiegel der Hörgewohnheiten der Menschen zu sehen, denn das BSS Album ist sehr wohl große Klasse. Es braucht lediglich seine Zeit, sollte aber diese Chance bekommen, weil man dass Innovation schimpft was lange braucht, unkonventionell ist sich aber bewährt. Die Folge: Das nächste BSS ist schon aufgenommen und nach der vielerorts geäußerten Kritik soll es sich wieder um es „besseres", will heißen zugängliches, einfacheres Album handeln, sagt man sich. Nun gut. Dies ist der Punkt an dem der Bogen geschlagen werden soll zu "Apologies to Queen Mary" von Wolf Parade. Das erste Stück "You are a Runner" gibt gleicht die Richtung vor in die der Zuhörer mit "Wolf Parade" stürmen wird. Nur das Schlagzeug scheppert zu Beginn. Der Gesang quält und wird den Zuhörer erst ein Runzeln auf die Stirn zaubern und dann nach dem Kennenlernen, mochte ich sagen, Anerkennung abverlangen. Soll heißen: Finger weg wenn ihr keine Zeit, Lust und Muse habt. Diese CD braucht seine Zeit. Aber sie wächst und wächst bis ins unermessliche. Wie lange die Begeisterung anhalten wird, lässt sich natürlich nicht sagen aber die Zeit wird auch dieses Rätsel lösen. Wenn die Hörerschaft dieses innovative Werk der Kanadier nicht mit Lob und Anerkennung adelt sondern tadelt, werden vielleicht auch Wolf Parade von ihrem ganz eigenen Weg abrücken, der nicht wirklich Referenzen zulässt. Und das wollen wir doch nicht. Aber soweit ist es noch lange nicht und vorerst läuft diese Platte bei mir in voller Lautstärke hoch und runter. Pitchforkmedia vergibt hierfür nicht ohne Grund 9.2 von 10 möglichen Punkten. Diese Ehre wird nicht vielen zuteil. Da ist Innovation gefordert, da müssen Türen aufgestoßen und mit Konventionen gebrochen werden, dann erreicht man Unabhängigkeit. Bringen wir es am Ende noch auf den Punkt: dieses Album ist hochgradig emotional, aus 2 Gründen vermute ich. Nr. 1 ist die Melodik und Nr. 2 die Sperrigkeit. Als Referenzen würde ich wenn überhaupt Xiu Xiu, Cursive beziehungsweise The Good Life, Neutral Milk Hotel oder Arcade Fire nennen. Aber „Apologies to Queen Mary" ist eben selbstständig, verstörend, mitreißend, hymnisch, essentiell und aus einem Guss. Große Kunst also, die eigentlich gehört und nicht besprochen werden sollte.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
God save Wolf Parade..., 4. September 2007
Dieses tolle Album ist bei erscheinen an mir vorbeigegangen, dennoch-und in Hoffnung auf einen würdigen Nachfolger 2007-eine Bewertung, weil es das Beste seit langem ist. Ich halte die Band eher noch mit Modest Mouse vergleichbar als mit Arcade Fire u.a., sie klingt ebenso kantig, verschroben und ist voll eingängiger Melodien, wenn man sich denn drauf einlässt und den "Schotter" beiseite räumt. Sehr abwechslungsreich, da sich Dan Boeckner (drumcomputerlastiges Nebenprojekt abseits von WP mit Handsome Furs) und Spencer Krug (Nebenprojekt mit Sunset Rubdown) sowohl Gesang als auch Songwriting teilen. Durchaus auch tanzbar und oft sehr rythmisch, weder zu fröhlich noch zu schwermütig. Besonders empfohlen seien der grandiose Opener und die Titel 2,3,7 und 9.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
In der Tradition von Arcade Fire, 21. August 2007
Wolf Parade stammen aus Montreal und wurden durch den Modest Mouse-Musiker Isaac Brock entdeckt und gefördert. So überrascht es nicht unbedingt, dass ihr Ende 2005 rausgekommenes Erstlingswerk auch ein wenig in der Tradition von Modest Mouse und noch stärker von Arcade Fire steht -mit beiden waren sie auch schon auf Tour.
Die Songs wechseln zwischen gitarrendominiert und leichtem Elektronik-Einschlag, oft sind sie auch von dieser nervösen Athmosphäre geprägt, die auch Arcade Fire ausstrahlen. Es ist kein auf ein-, zweimal Hören zugängliches Album, sondern es erschliesst sich immer mehr mit der Zeit. Immerhin schaffte es auf acclaimed.music - der Meta-Liste der besten 3000 Alben aller Zeit - den Sprung auf Platz 884. Möglicherweise wird es über die Jahre den Platz nicht ganz halten können, aber die Kanadier haben ein eindrucksvolles Erstlingswerk mit raffinierten musikalischen Wendungen, interessanten Soundstrukturen und auch starken Hooklines abgeliefert. Wer Arcade Fire oder Broken Social Scene schätzt, wird hier nicht enttäuscht werden.
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