Fürs fünfte Album sind Supergrass in der Normandie gelandet, doch in den Ruin wird sie dieser Weg nicht führen. Klar, gewagt ist das schon, wenn die Oxford-Jungs nach den letztjährigen Feierlichkeiten zum zehnten Bandjahr auf Best-of-CD und -Tour eine radikale Neuerfindung folgen lassen. Road to Rouen" macht Schluss mit Beatpop und ständigen Neuauflagen von Gassenhauern wie Alright" oder Graces". Supergrass haben in einer normannischen Scheune ein eigenes Studio eingerichtet, weil sie ausgebrannt waren und mit neuen Herausforderungen das Band-Ende abwenden wollten. Tatsächlich unglaublich, was für psychedelische Folk-Epen ihnen da gelungen sind - mit Klavier, Zither, Ukulele, Streichersounds und einer Drum-Maschine aus den Zeiten von Sly & The Family Stone. Viele Fans werden empört sein. Doch Supergrass auch nach dem Umbruch. Jeder bekommt doch noch, was er erwartet - und sehr viel mehr. (cs)