Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Zwillingskino im Kopf, 31. Januar 2006
Die neuen Pornografen, 7 Stück an der Zahl sind es, machen schon seit einigen Jahren Musik zusammen, doch dieses Album scheint mir wie der Höhepunkt ihres Schaffens. Wenn man mit den anderen Veröffentlichungen vergleichen will, wirkt es wie eine logische Entwicklung: gut, besser, am besten!Es geht am ehesten darum, Abwechslung zu schaffen und trotzdem ein Prinzip zu verfolgen. Die Melodien sind immer absolut mitreißend und an sich zum Mitsingen perfekt geeignet. Zum einen gibt es diese großen Popsongs, die von der Machart eher an eine Operette aus einem Schwulenviertel in New York erinnern als einen simplen Chartspopsong. Manche Leute wird das vielleicht beim ersten Hören abschrecken, aber keine Angst, es gibt noch den großen Kontrastpunkt dazu: die fast schon a capella gesungenen, kaum instrumentierten Songs/Songteile, die erst nach dem 3. Hören ihre ganzen Qualitäten zeigen und genauso groß wirken können wie die Bombaststücke. Noch ein besonderer Pluspunkt geht an die Instrumentierung, da wird nämlich an keiner Ecke gespart. Es gibt genug Geigen und so weiter für jeden, die simple Bandstruktur wird endlich auch hier aufgelöst und somit durch Vielfältigkeit erweitert. Mein persönlicher Lieblingssong von dem Album: "The Jessica Numbers". Das hat so einen unglaublichen Drive und so einen schönen Chor, dass es fast schon ein Jahrhundertstück für mich ist. Anhören!
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Powerpop-Opera-Dampfwalzen-Overkill, das Update 2005, 11. Januar 2006
Ende der 90er machten sich in Vancouver ein paar Musiker daran, den amerikanischen Powerpop mit seinen eigenen Mitteln zu schlagen, ach was: Zu überrollen!! Dazu musste zuerst einmal ein angemessen Eltern-schockender Name her: The New Pornographers. Als nächstes schrieben sie ein paar possierliche Melodien mit locker-fröhlichen Refrains. Und dann knallten sie im Studio Spur um Spur voll mit Gesang und Chören, mit Schlagzeug und Bass, mit Piano und Synthesizern und natürlich mit Gitarren! Mehr, mehr, immer mehr!!! Der absolute Overkill! Erstaunlicherweise kam aber nicht peinlicher Bombast heraus, sondern ein Album voller "Dampfwalzen-Gassenhauer" ("steam roller sing-alongs" - hab ich aus einer englischen Kritik, trifft den Nagel genau auf den Kopf!). Und das liegt an den den Qualitäten der Songschreiber Dan Bejar (solo als "Destroyer") und A.C. Newman und ihrer geschmackssicheren Mitstreiterinnen, unter denen die Sängerin Neko Case die bekannteste ist. Inzwischen ist die Band auf sieben Mitglieder angewachsen, inzwischen haben Dan "Destroyer" Bejar und A.C. Newman Soloalben herausgebracht(die beide sehr gut sind, aber nicht so bombastisch), und mit diesem Zuwachs an Können und Selbstsicherheit variieren sie den Sound ihres Band-Projekts: die einzelnen Songs wechseln betont und gekonnt zwischen laut und leise, zwischen schnell und langsam, weisen jede Menge unerwartete Wendungen auf. Die Fähigkeit zum Ohrwurm-Schreiben ist ihnen geblieben, aber das sofortige Mitsingen ist nicht mehr drin. Da wippt der geneigte Hörer (z.B. ich) eben noch mit dem Fuß und freut sich auf den nächsten Refrain zum Reinknien, da kippt das Stück in eine irgendwie schräge, aber ansteckend poppige Bridge ab, die dann - z.T. ebenfalls überraschend - im Refrain landet, oder halt in einem anderen, noch nicht gehörten Melodieteil. Einfach gekonnt und ziemlich groß! Für Leute, die zumindest eines der Vorgängeralben haben: Der wunderbare Sound ist erhalten geblieben, er ist nur deutlich differenzierter geworden. Für die anderen noch mal in Kurzfassung: Ein Kollektiv von sieben Leuten, von denen drei Solo-Erfolge vorweisen können, machen zusammen äußerst melodiösen Up-Tempo-Pop. Die beiden Songkomponisten haben die Neigung zur drei-Minuten-Pop-Oper á la Brian Wilson oder Freddie Mercury und können ihre Ideen umsetzen in einer Gruppe mit fünf Leadsängern (3 weiblich, 2 männlich), 4 Keyboardern, 3 Gitarristen und natürlich Schlagzeug, Perkussion und Bass. Wie klingt das? Auserlesen gut!
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