Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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13 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Allerbeste Unterhaltung!!!, 21. Januar 2006
Bei "Horror Express" handelt es sich um einen jener stark unterschätzten Klassiker. Obwohl er damals mit ungewöhnlich wohlwollenden Kritiken begrüßst wurde muß ihm sein hoher Platz innerhalb des Phantastischen Films bei einigen "Kennern" immer noch erst eingeräumt werden. Das ist mehr als seltsam,denn über diesen Horror-Science Fiction-Film gibt es,ob manche Leute es wahrhaben wollen oder nicht,tatsächlich ausnahmslos nur Gutes zu be- richten! "Horror Express" gehört zu den amüsantesten Peter Cushing- Christopher Lee-Abenteuern überhaupt. Ein Film den man wirklich nur weiterempfehlen kann!!! Wenn man bedenkt,daß dieser Film in nur 28 Tagen! mit einem Minimalbudget von etwa 350000 Dollar in einem winzigen Studio gedreht wurde,dann haben wir hier nichts anderes als ein Juwel vor uns,betrachtet man das Endresultat!!! Die Qualitäten von "Horror Express" sind in jedem Bereich enorm : Die Regie ist erstklassig,die Kameraführung eben- falls. Die Ausstatung ist eine vormvollendete Augenweide, die Kostüme nicht ausgenommen. Die Spezialeffekte sind,ge- messen an dem Low Budget,superb. Die Maskenbildner voll- brachten Meisterleistungen. Was die Darsteller betrifft kann man nur sagen,daß "Horror Express" bis in die kleinste Nebenrolle mehr als trefflich besetzt ist! Und gerade seine beiden Stars...tja nun. Ein Kritiker schrieb nach diesem Film :"No Horror film can claim to be complete without these two great masters!",und hat es damit auf den Punkt gebracht. Christopher Lee und Peter Cushing ergänzen sich so wundervoll in "Horror Express", daß es ohne Fan-mäsige Übertreibung nichts mehr als eine unbeschreibliche Freude ist den beiden dabei zuzusehen!!! Sie bewegen sich so sicher und so selbstverständlich durch die liebevoll-makabre Handlung wie es wirklich ausser Vincent Price sonst niemand gekonnt hätte. Selbst Boris Karloff hätte,seine Fans mögen mir vergeben,diese unglaubliche Klasse nicht erreicht! Neben seinen schauspielerischen Höchstleistungen wartet "Horror Express" auch noch mit Ideen auf deren Orginalität ihm höchstens ein notorischer Querdenker absprechen würde. Das dieses agressive Wesen die Gehirne,besser deren Inhalt, aufsaugt und sich so zu einem enormen Iku verhilft ist köstlich!!! Überhaupt herrscht in diesem Film,trotz aller Schockeffekte geistreicher,schwarzer Humor vor. Christopher Lee hat das alles noch am besten ausgedrückt. Seine Meinung zu "Horror Express" : "Great fun." Nun,dem kann ich mich nur anschliesen!
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12 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Mord in der Transsibirischen Eisenbahn, 3. Oktober 2005
Christopher Lee & Peter Cushing, das dynamische Duo des Horror-Kinos, im Kampf gegen eine Gefahr aus der Steinzeit, die zunächst schön säuberlich verpackt im Gepäckwagen der Transsibirischen Eisenbahn in Richtung Europa mitfährt, sich dann aber selbständig macht und menschenmordend umgeht. Da kriegt der Begriff "böser Blick" gleich eine ganz neue und recht intensive Bedeutung! Es handelt es sich bei "Horror-Express" um einen recht bekannten Science-Fiction-Grusler aus dem Jahre 1972, der es nicht ganz zum Klassiker geschafft hat, wenn er in Fan-Kreisen auch recht beliebt ist. Billig gemacht, holt er dennoch ein Maximum an Wirkung heraus, was sich durch die hochkarätigen Darsteller (Telly Savalas mischt auch noch mit), die anständige Ausstattung und eine schöne Farbgebung ausdrückt. Die Story ist durchaus ungewöhnlich und kann sich sehen lassen. Die Effekte sind teilweise recht deutlich für die damalige Zeit und wirken noch immer gruselig. Ein paar kleine Mängel: Obwohl das Bild farbkräftig und scharf ist, sind hier und da doch Verunreinigungen und Kratzer zu sehen. Schade. Allerdings in erträglichem Umfang. Man sollte sich davon nicht allzu sehr abschrecken lassen. Viel lästiger ist da schon die Tatsache, dass am unteren Bildrand während des ganzen Filmes klein eingeblendet steht: "Only for sale in Germany, Austria and Switzerland". Wer auch immer auf die glorreiche Idee kam, dies in den Film einzublenden, gehört dem Filmmonster ausgeliefert! Und: Es ist etwas seltsam, dass während des Abspanns zwar die Musik läuft, aber keine Credits angezeigt werden. Hm. Komisch. Na ja, dafür kann man den alten VHS-Abspann aufrufen, der im Bonusmaterial enthalten ist. Trotzdem seltsam. Alles in allem ist der Film aber auch heute noch sehenswert und hätte möglicherweise sogar dreieinhalb Sterne verdient.
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7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Horror Modelleisenbahn, 14. November 2007
Tja, was tun wenn man gerade einen Film abgedreht hat und nicht weiss, was man anschließend mit seiner Deko und seinen Modellen anfangen soll? Richtig! Man dreht einen zweiten Film! Der amerikanische Drehbuchautor und Filmproduzent Bernard Gordon und der spanische Regisseur Eugenio Martin hatten gerade den Western "Pancho Villa" mit Telly Savalas abgedreht. Man hatte noch 2 Modelleisenbahnen plus Schienen und ein Wagon-Interieur übrig. Ausserdem war Telly Savalas noch vertraglich verpflichtet, einen weiteren Film zu drehen. Soweit, so gut. Nur, was für einen Film soll man aus diesen Zutaten machen... das ist schon ein echter Horror... Moment mal... Horror... Zug... "Horror Express" - das klingt gut! Es ist tatsächlich überliefert, dass zuerst der Titel da war und dann erst das Drehbuch geschrieben - oder sollte ich schreiben: drum herum gestrickt - wurde. Dieses Drehbuch konnte Peter Cushing dann auch so wenig überzeugen, dass er die Rolle des Dr. Wells zuerst nicht übernehmen wollte. Christopher Lee konnte ihn jedoch überreden. Auch das ist überliefert...
Das Drehbuch braut bekannte SF- und Horror-Bestandteile zusammen: Unverkennbar ist die Anlehnung an die Kurzgeschichte "Who Goes There" von John W. Campbell jr., die bereits dem Film "Das Ding aus einer anderen Welt (The Thing from Another World)" von Christian Nyby und Howard Hawks zugrunde liegt. Lee und Cushing zu besetzen gibt dem Film ein "Hammer"-Feeling, besonders in den Szenen in denen Peter Cushing die Opfern des Monsters obduziert, erinnern an seine Rolle als Dr. Frankenstein. Das Ganze wird dann noch mit einer Prise Zombie-Film und etwas Dämonen-Horror abgeschmeckt.
Offensichtlich tat man sich allerdings schwer damit zu entscheiden, ob die Existenz des Monsters nun dämonischer oder außerirdischer Herkunft sein sollte. Die Vorahnungen eines Priesters veranlassen diesen, zu Beginn des Films mit Kreide ein Kreuz auf die Kiste, der später das Monster entsteigt, malen zu wollen. Nachdem die Kiste die "heilige" Kreide abweist, ist der Priester überzeugt, der Teufel höchstpersönlich sei am Werk. Dies wird im Verlauf des Films verstärkt durch selbständig herabfallende Heiligenbilder und spontan verlöschende Kerzen. Ohne eine Erklärung für diese mysteriösen Begleiterscheinungen zu liefern, entscheidet man sich nach vielen Filmmetern dann jedoch dafür, diese Argumentation beherzt hinter sich zu lassen und das Monster als "außerirdische Energie" zu erklären, die seit Jahrmillionen überlebt, indem es von Gastkörper zu Gastkörper wechselt. Ein Sieg der aufgeklärten Wissenschaft!
Und so flattert "Horror Express" unentschlossen von einer Idee zur nächsten, stolpert über Schnitt- und Anschlussfehler, verwirft Handlungsstränge und ohne seine drei souverän agierenden Hauptdarsteller wäre er sicherlich in seine Einzelteile zerfallen, ohne je größere Aufmerksamkeit erhalten zu haben.
Erwähnenswert ist auch der Soundtrack von John Cacavas: Ganz im Sinne der unentschlossenen Gangart des Werks wechseln sich Billig-Spaghetti-Western-E-Gitarren und psychedelische Klangeffekte mit typischer Geisterfilmmusik ab. Am Rande erwähnt: Cacavas war u. A. der Komponist der "Kojak"-Reihe.
Als 15-Jähriger habe ich mich im Kino gegruselt - lang ist's her... Heute langt's gerade mal für einen amüsanten Abend. Als Klassiker sollte der Film nicht gesehen werden. Und richtiges Trash-Feeling kommt auch nicht auf. Bei mir hinterlässt "Horror Express" gemischte Gefühle. Die Recherche der Hintergründe hat mir mehr Spaß gemacht, als der Film selber. Größten Respekt verdient aber, das die Macher mit einem Minimum an Budget und Drehbuch einen recht passablen Film improvisiert haben, der, dank der Leistungen von Lee, Cushing und Savalas, bis heute einen gewissen Stellenwert behalten hat.
Wer nicht gerade ein Freund solcher "Ausnahmefilme" ist, wird wohl wenig Gefallen an diesem Film finden. Der Fan hat jedoch definitiv eine Menge Spaß damit.
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