Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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118 von 122 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Das "Nur noch diese eine Runde dann hör ich wirklich auf"-Gefühl, 28. April 2006
Spaßfaktor:5.0 von 5 Sternen
Ich bin Civilization-Fan der ersten Stunde, den ersten Teil habe ich damals nächtelang noch auf meinem Amiga gespielt. Für mich zählt die Civilization-Reihe seit Jahren einen Höhepunkt auf dem Spielemarkt dar, ich versuche aber trotzdem mal so objektiv wie möglich zu sein :-)
Grundsätzlich ist gegenüber Civ3 das komplette Spiel überarbeitet worden, insofern handelt es sich nicht um eine Fortsetzung im eigentlichen Sinne sondern ein komplett eigenständiges Spiel. Der Sprung in die dritte Dimension ist eigentlich ganz nett zum angucken, wirklich notwendig war er ebenso wenige wie dass es eine wirkliche Verbesserung darstellt. Die Welt ist knallig bunt, was zum Teil leider etwas auf Kosten der Übersichtlichkeit geht. Insbesondere der Stadtbildschirm braucht schon etwas Eingewöhnungszeit. Auf Wunsch vieler Fans gibt es jetzt auch wieder die legendären Wunderfilme! Diese sind zwar nicht besonders spektakulär, aber immerhin schön anzusehen. Die Spielfiguren im Diplomatiebildschirm sind recht einfach gehalten, aber ebenfalls ganz nett anzusehen. Wer braucht denn da bitte das realistische Abbild von Königin Victoria, Abrahm Lincoln oder Otto von Bismarck? Das hier ist ein Spiel :-)
Insgesamt sind die neuen Spielprinzipien (Berühmte Persönlichkeiten, Religion, Regierungsform usw.) als sehr positiv zu sehen. Sie bringen neuen Pfiff in das Spiel und sorgen für mehr Komplexität. Es ging den Machern darum, möglichst viele der "Spaßbremsen" aus Civ3 zu eliminieren und durch bessere, intuitivere Dinge zu ersetzen. Dabei wurden sehr viele Spieler-Anregungen aufgenommen und umgesetzt. Civ4 Spielt sich somit wesentlich flüssiger und einfacher als der Vorgänger, hat aber an Komplexität gleichzeitig gewonnen.
Den Ärger meiner Vorredner über die immensen Hardware-Anforderungen kann ich nicht ganz nachvollziehen. Mit dem aktuellen Patch (und vor allem mit dem aktuellen Grafikkartentreiber!) läuft das Spiel glatt und ruckelfrei, ich hatte nicht einen Absturz bisher. Klar, je weiter man im Spiel voranschreitet, desto länger brauchen die Computerrunden, aber das ist nun mal so (wenn man sich klar macht, was alles berechnet werden muss!) und lässt sich nicht vermeiden. Das ist seit dem 1. Teil so und zudem bei allen anspruchsvollen Runden-Strategie-Spielen so. Und soooooo lange dauern die Runden ja nun auch wieder nicht:-) Wem das nicht passt, der muss Echtzeit-Spiele spielen.
Ein weiterer positiver Punkt ist die Beibehaltung des Runden-Prinzips. Gerade das macht den besonderen Reiz der Civ-Reihe für mich aus. So kann ich in aller Ruhe am Feierabend ohne Zeitdruck und ganz relaxed meine Städte planen, Angriffe organisieren, Handelsverträge schließen usw., mir zwischendrin einen Kaffe machen oder was auch immer!
Auch sehr schön finde ich den neuen Technologiebaum. Man hat jetzt viel mehr Möglichkeiten, etwas zu erforschen. Bei Civ3 gab es immer nur drei grundlegende Richtungen, die die Gegner genauso erforscht haben wie ich selbst. Jetzt forschen alle in ganz unterschiedliche Richtungen, so dass es mit den Gegner eigentlich immer auch Technologien zu tauschen gibt.
Ein weiterer sehr positiver Punkt ist der Erfahrungsgewinn der Einheiten. Dadurch gewinnt das Spiel immens an strategischer Tiefe, da man seine Einheiten jetzt spezialisieren kann (z.B. auf Verteidigung, Städteangriff, schnelle Einsatztruppe, Spähtrupp, usw.). Dadurch ergeben sich ungeahnte Möglichkeiten bei der Kriegführung.
Negative Punkte zu nennen fällt mir relativ schwer :-). Aber meiner Meinung nach gibt es auch nicht so viele. Die Zoomstufen sind etwas unglücklich gewählt. In der größten Zoomstufe sieht man die Einheiten zwar sehr detailliert, aber dafür sonst nichts. Zoomt man immer weiter zurück, wird die „von-Schräg-oben"-Ansicht zu einer 90-Grad-von-oben-Ansicht, mit der ich nun überhaupt nicht zurechtkomme. Gerade im fortgeschrittenen Spiel finde ich es da manchmal etwas anstrengend, sich zu orientieren. Das Religionsprinzip fand ich am Anfang etwas schwer zugänglich. Die Bedeutung und Funktion (und vor allem der Nutzen!) waren mir irgendwie nicht klar, erst nach mehreren Partien konnte ich damit etwas anfangen. Auch ist es zu Beginn etwas schwer zu durchschauen, wo das Geld bleibt. Aufgrund der zahlreichen Einflussfaktoren hatte man eben noch ein Plus von +20 Gold pro Runde und jetzt plötzlich -20. Und dann muss man erstmal raustüfteln, was da genau passiert ist. Aber je länger man spielt, umso mehr kommt man rein, nach einigen Partien fühlt man sich wieder wie gewohnt zu Hause, der Vorgänger Civ3 erscheint dann völlig belanglos und langweilig ;-)
Das vielzitierte "Bogenschütze gewinnt gegen Panzer"-Problem ist bei mir noch nicht wirklich aufgetreten. Klar, gewinnt auch mal eine schwächere Einheit gegen eine stärkere, aber insgesamt passiert das sehr selten... und wenn dann aber auch nachvollziehbar. Wenn man strategisch geschickt vorgeht, kann man solche Situationen vermeiden.
FAZIT:
Die konsequente Fortführung einer genialen Spielidee. Gegenüber dem Vorgänger Civ3 gibt es praktisch nur Verbesserungen. Besonders positiv sind zu nennen: der Regierungsbaukasten (wie bei Alpha Centauri, viel mehr Möglichkeiten), Erfahrungsgewinn der Einheiten (immense taktische Tiefe!), Abschaffung von "Spaßtötern" (keine Unruhe mehr in den Städten, keine nervige Umweltverschmutzung, usw.) sowie mehr Abwechslung im Technologiebaum (mehr Freiheiten bei der Forschung, „echte" gezielte Forschung auf Spezialgebieten). Negative Punkte gibt es für mich nur ganz wenige, die häufig von meinen Vorrednern bemängelten Bugs und Abstürze gibt es mit aktuellen Patch und Treibern nicht mehr, der Hardwarehunger hält sich meiner Meinung nach in Grenzen.
Alles in allem ein geniales Spiel, ein nach wie vor süchtig machendes Spielprinzip, viele tolle Neuerungen - einfach ein rundum gelungenes Spiel. Für Fans der Civ-Reihe eh ein Pflichtkauf. Wer keine rundenbasierten Spiele mag, sondern lieber Echtzeit spielt sollte hier die Finger von lassen, der wird mit Civ4 nicht glücklich. Wer sich aber auf den etwas langsamen Spielfluß und die immensen Möglichkeiten einläßt, findet hier den besten Teil der Serie und der findet vor allem schlaflose Nächte und das legendäre "Nur-noch-eine-Runde-dann-geh-ich-aber-wirklich-ins-Bett"-Gefühl!
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29 von 31 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Völlig neue Präsentation des Spielprinzips, 2. November 2005
Ich habe bereits Civilization 1-3 und auch Colonization sowie Alpha Centauri gespielt. Das Prinzip ist auch hier wieder dasselbe, aber doch ganz anders aufbereitet. Zunächst einmal sticht die Grafik ins Auge, zuerst schon leicht gewöhnungsbedürftig, dann aber genial: Ich kann in die Karte hinein- und hinauszoomen, erkenne, welche Felder bewirtschaftet werden, ohne in die Stadtansicht gehen zu müssen, und welche Wunder in einer Stadt gebaut wurden. Weiterhin existiert jetzt unten rechts eine Anzeige aller Spielparteien, durch Doppelklick auf einen Namen komme ich direkt in das Diplomatie- bzw. Handelsmenü mit dem angewählten Volksvertreter. Also: Sinnvoll verbesserte Navigation. Weitere Neuerungen: Bauarbeiter können jetzt auch Reisfelder anlegen, Dörfer und Bauernhöfe bauen, d.h. um eine Stadt herum entstehen weitere Ansiedlungen, auf die ich zwar keinen direkten Einfluss habe, die aber eben mehr Ware an die Stadt liefern, also eine bessere Bewirtschaftung des Feldes ermöglichen. Armeen erhalten Beförderungen nach erfolgreichen Kämpfen, es gibt die erwähnten großen Persönlichkeiten, deren Potential ich auch noch nicht komplett erfasst habe, die aber auf jeden Fall neue Möglichkeiten ins Spiel bringen. Außerdem gibt es jetzt nicht nur eine Handvoll Staatsformen, sondern quasi für verschiedene Politikbereiche einzelne Ausprägungen, bspw. Sklaverei und Merkantilismus, die sich auf Produktivität, aber auch Kosten z.B. für Armeen auswirken. Religionen werden der Reihe nach "erfunden", man kann versuchen, eine Religion als Weltreligion zu verbreiten, bzw. innerhalb des eigenen Reiches ist es vorteilhafter, wenn es nur einen Glauben gibt (zumindest bis zur Entdeckung der Religionsfreiheit). Alles in allem also: Bewährtes Prinzip, viele Neuerungen mit strategischer Auswirkung, die eben unverbrauchtes Spielen und nicht nur einen weiteren Aufguss bieten. Civilization IV ist gleichzeitig wohltuend anders wie bewährt.
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127 von 141 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Civilization IV - Ein erster "Live" - Test des Spieles, 28. Oktober 2005
Als Civ-Spieler der ersten Stunde ging ich natürlich mit großen Erwartungen an dieses Spiel. Zu den technischen Details werde ich mich nicht so genau auslassen, das kann man ja überall nachlesen. Vielmehr möchte ich einen ersten, subjektiven Eindruck vermitteln.- Die Grafik ist eine konsequente und schöne Weiterentwicklung der Vorgänger. Alles ist hübsch und farbenfroh, aber nicht unübersichtlich. Es gibt viele Zusatzoptionen den Bildschirm "aufzuräumen" oder "zuzumüllen"; man hat Überblick oder Info-Chaos, ganz wie man wünscht. - Die Musik ist wirklich passend gemacht und erschafft eine wunderbare Athmosphäre. - Der Spielfluß gestaltet sich ebenfalls aufgeräumt, man hat nie das Gefühl, etwas nicht zu wissen. Es gibt sehr gute Entlastungsmöglichkeiten (Auto-Aufbau der Stadt, Auto-Nutzung der Bautrupps etc.) Man kommt wirklich zum Spielen und ist nicht ständig mit der Bewachung der KI beschäftigt, damit diese keinen Mist macht. Man wird bei wichtigen Dingen immer gefragt, ohne dass es aufdringlich wird. Ein Plus an Spielspaß, man ist Spieler und kein Verwalter. Jedoch kann man, wenn man es wünscht, jederzeit die Kontrolle über alles übernehmen und sich mit Aufgaben und Verwaltung zuschütten. Prima gemacht. - Die Menüführung und Steuerung ist selbsterklärend mit auftauchenden Infokästchen (abschaltbar) und eine echte Hilfe für Einsteiger. - Die Ingame-Athmosphäre hat etwas wirklich "heimeliges" - ich fühle mich stets "zu Hause" und im Spiel drin. Wirklich sehr nett. Ich kann die Städte auf der Karte endlich von außen einsehen, sehe jede Veränderung an Gebäuden und wie oben gesagt: Die Grafik ist richtig schön. - Sofern man es wünscht, ist Civ 4 hochkomplex. Die akribischen Spieler lesen sich das über 200 Seiten starke Handbuch durch und fangen dann an. Die Schnellstarter haben aber auch kein Problem, alles ist sehr intuitiv und selbst erklärend. Ein großer Fortschritt gegenüber Civ 3! Das Spiel ist nie überfordernd. - Die Bugs aus den Testversionen habe ich nicht gefunden, alles funktioniert auf den ersten Blick, wie es soll. - Die unsäglichen KI-Fehler aus Civ 3 scheinen auch endlich besiegt, es gibt (augenscheinlich) keine Logikehler. Verschmutzung und Unruhen wurden sehr gut durch ein Gesundheits- und Zufriedenheitssystem ersetzt. Endlich(!) nicht mehr 120 Ingenieure beim Aufräumen der "pollution". *g* Fazit: Civ 4 ist gerade auch für Neulinge des Genres zu empfehlen, nach 2 Tagen hat man alles wichtige drauf und lernt im Spiel mitsamt dem sehr gut gemachten Handbuch. Als Civ-Veteran hat man das Handbuch in 2 Stunden durch und nach 1 Tag ist man fit. Es ist definitiv das beste aller CIVs (!); der PC-Winter ist gerettet ;-) P.S. Ich spiele seit 2 Tagen, natürlich übernehme ich keine Garantie für die absolute Gültigkeit meiner Aussagen bezüglich der Fehlerfreiheit. Auf meinem Athlon XP 3000 mit 6600GT und 1.024MB DDR 400 läuft das Spiel auf 1280x1024 selbst mit vielen Einheiten auf dem Schirm ganz gut.
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