Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Anwärter auf Album des Jahres 2005, 19. Juli 2005
Für mich ein großartiges Album. Ich bin mit Moloko nie so richtig warm geworden. Von der Soloscheibe bin ich restlos begeistert. Es zirpet und rasselt, schräg aber immer im Groove und nie zum Selbstzweck. Spannende Spiele zwischen Background und Sängerin, wie z.B. in Ramalama - flash back, boing boing! Das sagt doch Alles! Ein CD die jedem hören mehr Spaß macht. Es ist schier unglaublich was Roisin so alles rüberbringt. Mal ist sie Bonny und man wartet auf Clyde, dann ist Ella oder Blondie. Sicher sind viele elektronische Instrumente zu hören, bzw. werden Instrumente imitiert, aber deshalb möchte ich die CD nicht als „Elektronik" einstufen. Dazu ist sie einfach viel zu musikalisch. Diese CD ist nicht mit „sing it back" oder ähnlichen Songs von Moloko zu vergleichen. Es dauert vielleicht auch drei, vier Runden, bis sich man sich auf die Musik eingestellt hat, aber dann kann man die Scheibe beruhigt einige Tage im Player rotieren lassen. Für mich eine der besten Platte in 2005. Derzeit erscheint mir einfach zu viel schweres Zeug, dass häufig auch noch auf so einer Brit-Pop Retrowelle läuft. Auf „Ruby Blue" macht Musik Spaß, ist neu ohne einem Trend zu folgen. So soll es sein. Mal sehen, was die Gute in den kommenden Jahren von sicht gibt!
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13 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
So(w) into Ruby Blue, 4. November 2005
Man geht im Geschäft durch die Gänge. Hie und da ein paar CDs aufgestapelt. Man bleibt stehen, guckt und ne CD fällt einem ins Auge: Roisin Murphy; Ruby Blue... hmm Hat die nicht mal so einen Hit gehabt oder so??? Die CD wird mitgenommen und angehört. Etwas schräg aber durchaus musikalisch, denkt man dann. Man geht zur Kasse und zahlt - STOP! Ab diesem Zeitpunkt unterschreibt man die Leibeigenen-Verfügung für dieses Album! Sobald du es gekauft hast, bist du gefangen!Zu spät. Jetzt musst du dir dieses Album Tag und Nacht anhören, nervst deine Freunde damit und bist total aufgewühlt. Du findest es klasse, mal was anderes, gewagt und trotzdem stilsicher. Aber sag nicht ich hätte dich nicht gewarnt: You better stop! and think! Look what you do oh ruby... Mit Grüßen aus der Gefangenschaft, 5 Punkte. PS: Ramalama Bang Bang!!
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Roisin Murphy auf neuen alten Wegen, 15. Januar 2006
Das Erstlingswerk der Irin und ehemaligen Frontfrau von Moloko besticht beim ersten Durchlauf vor allem durch eine unberechenbare Vielfalt an Arrangements, wobei es falsch wäre hier im umgangssprachlichen Sinne von "schnick-schnack" zu sprechen.
Denn wenn die Verwendung von alltagsüblichen Klangkörpern, wie Schuhabsätze, Wecker, etc. auf eine so wunderbare Weise in einem allumfassenden Konzept verwirklicht wird, wie es hier bei Roisin Murphy der Fall ist, dann kann man schon von einer besonderen Kunstform sprechen.
Der Avantgartdist Edgar Varese, einer der Pioniere der experimentellen Musik, hätte - wenn auch mit einem vielleicht etwas anderen Anspruch - sicherlich Gefallen an Roisin Murphys Werk gefunden.
Matthew Herbert hat hier, wie schon zu Moloko Zeiten wieder ganze Arbeit geleistet. Seinen Beitrag zum Album sollte man auf keinen Fall vergessen.
Ruby Blue ist in vielerlei hinsicht vom Moloko Konzept unterschieden. Vor allem zeigt sich dies in den viel häufiger eingesetzten Klangkörpern, die den Gesangspart durch die vertrakten Strukturen noch mehr fordern und dabei Roisin Murphys Stimme noch ausdrucksstärker und wunderbarer erscheinen lassen. In den Moloko Werken stohl sich hier und da immer wieder ein unnötig in die Länge gezogenes Stück dazwischen, ohne dass dabei wirklich musikalisch essentielles zum Ausdruck gebracht wurde. Auf Ruby Blue findet man dagegen kein einziges Stück, das länger ist als ca. 5 Minuten, womit nicht gleichzeitig gesagt ist, dass Roisin Murphy im Mainstream der Minderheiten angekommen ist.
Ruby Blue ist musikalisch eine ganze Ecke ruhiger - um nicht zu sagen - reifer als die Vorgängeralben geraten.
Die lyrics sind ziemlich eingängig und einheitlich ohne billig, simpel oder kitschig zu wirken. Highlight hierbei sicherlich die Geschichte zu "dear diary" und das lautmalerische "ramalama bang bang".
Vier Sterne gibts deswegen, weil man die Verwandlungskünstlerin Roisin Murphy, die sich mal in einen eleganten Anzug, mal in ein hautengen, schillernden Einteiler wirft, einfach mal live sehen muss, um ihre Musik bzw. Kunst richtig zu verstehen.
Roisin Murphy ist mehr als Musik und steht künstlerisch Moloko sicherlich in nichts nach.
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