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49 von 54 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Erotisch, ergreifend, unterhaltsam, spannend, traurig..., 8. August 2005
Es gibt viele Attribute, die zu dieser Serie passend sind. Mit Sicherheit auch anspruchsvoll, trotz der häufigen aber dennoch sehr ästhetischen Sexszenen. Die hochgradige Besetzung bis in Nebenrollen hinein (Jennifer Beals, Pam Grier, Mia Kirshner, Rosanna Arquette, Kelly Lynch) sorgen für die hohe Kunst der Schauspielerei in dieser ersten Staffel. Bemerkenswert hier Mia Kirshner, die viele Sexszenen zu bewältigen hat (sowohl hetero- als auch homosexuelle) und in allen Szenen ihren Part der sexuell aktiven aber auch sexuell orientungslosen Schriftstellerin, die zwischen ihrer eigenen Person und der "Heldin" ihres Romanes am Ende nicht mehr unterscheiden kann. Beide Charaktere fliessen ineinander über und sie bewegt sich in die Abgründe der eigenen Persönlichkeit. Am meisten beeindruckte mich nicht, dass in einer US-TV-Serie soviel "nacktes Fleisch" zu sehen (sorry, prüdes USA!), nein, es war die Vielfältigkeit mit der für Toleranz unter den Menschen geworben wurde. Mit der in der Serie selbst vorkommenden Ausstellung "Provokationen" (über moderne sexuelle Kunst) und dazu protestierenden fanatischen Gegnern (im Namen Gottes), die selbst vor persönlichen Angriffen nicht zurückschrecken, wird man selbst an den Rand der eigenen Toleranzgrenze geführt. Man wird förmlich gezwungen sích selbst zu hinterfragen "Wo fängt meine Toleranz an und wo hört meine Toleranz auf?" Wer nicht bereit ist diesen Schritt mit zu gehen, wird die Personen in dieser Serie nicht verstehen können oder gar ansatzweise sich mit ihnen identifizieren können. Die Serie verbindet viele Genres miteinander, amüsiert, begeistert, schockiert, ist ergreifend und führt hoffentlich dazu, dass die Toleranz gegenüber Homosexualität endlich auch in diesem Land von der Scheinheiligkeit in die Realität geführt. Einen kleinen Minuspunkt hat die Serie trotz aller positiven Aspekte trotzdem: Man findet zu 99% wieder nur Frauen, die aus einem Katalog entstiegen sind und das entspricht leider nicht der Wirklichkeit. Beispiel in der Serie: Es findet ein Treff lesbischer Frauen statt, wo sich tausende Frauen einfinden. Dort gibt es eine Pool-Szene und man hat das Gefühl auf einem Konvent zu sein, wo sich hauptsächlich alberne und unterbelichtete Models mit Gardemaßen befinden. Dies dürfte sich trotz aller "Provokationen" und Ansprüche dieser Serie, doch mit einem wirtschaftlichen Aspekt erklären lassen. Leider! Doch dies ist ein Salzkörnchen zuviel in der extraordinär delikaten Suppe!!! Bemerkenswert ist, dass die DVDs aus England exakt die sein werden, die auch in Deutschland irgendwann angeboten werden, denn diese DVDs haben nicht nur ein deutsches Menue, eine deutsche Tonspur oder auch deutsche Untertitel, sondern wir geben auch hiermit schon einen separaten deutschen Titel für die Serie bekannt: L.A. LADIES Warum die deutschen Vertreiber meinen, dass sie sehr den Originaltitel wechseln müssen, wird mir schleierhaft bleiben. Der Originaltitel "THE L-WORD" steht für Begriffe wie Lesbian, L.A., Lust, Laughter und einige mehr (dies wird schon im Vorspann klar). Vielleicht halten dieser Vertreiber (in diesem Fall MGM) aber auch den deutschen Konsumenten für nicht so intelligent (Übersetzung: blöd!), dass er dies begreift. Hier ein persönlicher Tip: Die Serie ist auf englisch noch eine Stufe höher anzusiedeln auf der "Genußskala"! Im Oktober erscheint in den USA die 2. Staffel dieser zweifellos zukünftigen Kultserie. Ich werde mich aller Wahrscheinlichkeit nach nicht zurückhalten können... Wie steht's mit Euch???
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