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14 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Steamboy (Collectors Box) - Von Akira-Macher Katsuhiro Ôtomo, 25. Juni 2005
Zur Handlung des Films: Steamboy, oder James Ray Steam, ist der Superheld von heute. Er ist in die dritte Generation einer Erfinderfamilie hineingeboren worden und ein wahres Genie mit einem reinen Herzen. Sein Vater und sein Großvater arbeiten im Namen der O'Hara Familie an den so genannten „Steamballs", welche enormen Druck beinhalten und somit für viel Energie sorgen. Die O'Hara Foundation will mit dieser enormen Erfindung aber nichts Gutes bewirken. Im Gegenteil, sie stellen Waffen her mit denen sie ganz England den Erdboden gleich machen könnten. Als sich Rays Großvater dessen bewusst wird, versucht er alles um die Foundation aufzuhalten. Rays Vater Eddie wird völlig verrückt und als sein Großvater Dr. Lloyd ihn vor die Wahl stellt, für welche Seite er sich entscheiden will. Muss Ray erstmal herausfinden welche die Richtige ist. Denn im ersten Moment scheint das Böse womöglich das Gute zu sein und das Gute vielleicht das Böse ... Die junge Scarlett O'Hara ist anfangs ein sehr freches und überhebliches Mädchen aber im Laufe des Films wird sie aufgrund der Bekanntschaft mit Ray zu einer jungen Erwachsenen. Sie war immer der festen Überzeugung, dass das was sie und ihre Familie unterstützen das Richtige ist, als sie dann aber den Schrecken der Zerstörung mit eigenen Augen sehen musste, stellt sie fest, dass es in Wirklichkeit ganz (um es in ihren Worten auszudrücken) „grausig" ist. Der Film regt zum nachdenken an, wie weit darf man im Namen der Wissenschaft gehen? Ist Wissenschaft gleich Macht? Und wann werden wir soweit sein um sie wirklich nutzen zu können und nicht nur für törichte Zwecke zu missbrauchen? Zum Schluss beherrscht ein einziges Gemetzel ohne Sinn und Verstand den Film. Aber hat Krieg überhaupt einen „Sinn" oder etwa „Verstand"? Nein. Und darum geht es. Die Wissenschaft darf für solche Zwecke einfach nicht missbraucht werden. Es ist toll, dass man es geschafft hat Atomkerne zu spalten, aber muss man deshalb gleich eine Atombombe bauen? Ray hat dies erkannt. Er versucht mithilfe seines Großvaters seinen eigenen Vater aufzuhalten, weil dieser vom Hass befallen ist und den schmalliniegen Pfad zwischen Gut und Böse längst überschritten hat. Steamboy ist ein sehr unterhaltsamer Film mit Höhen und Tiefen, mit einer Prise Humor, viel Action und Spannung. Er ist ein Abenteuerfilm, ein Film der die Abenteuer von James Ray Steam zeigt.Zum Design des Films: Optisch ist „Steamboy" die reinste Sensation. Die Hintergründe zeugen von ungeheurer Präzision. Computergrafik und Handzeichnungen gehen perfekt ineinander über und uns wird ein ungeheuerliches Spiel aus Detailreichtum und Farbanpassung geboten. Die Atmosphäre des alten Englands wird brillant eingefangen und mit über 180. 000 Zeichnungen kann man das ja auch erwarten. Zur Ausstattung der DVD: Die Bonus-Disc enthält viele spannende Extras, u.a. eine Filmdokumentation in der ein Making Of, ein Interview mit Katsuhiro Ôtomo (der Macher von Steamboy, Akira, Memories), eine Multi-Screen-Landschaftsstudie (in der man z.B. die Original-Schauplätze in England begutachten kann) und dann noch „Das Abenteuer geht weiter" (wo Bilder mit Musik unterlegt sind in denen man sieht was für Abenteuer Ray noch so erlebt) enthalten sind. Neben der Filmdokumentation kann man auch noch die Produktionszeichnungen ansehen, sehr packend wenn man von den Hintergründen begeistert war. Die Bilder sind nicht in einer langweiligen Fotogalerie eingeordnet, sondern werden, unterlegt mit passender Musik, in vorm einer Diashow gezeigt. Dann gibt es noch die Animations-Entwicklung in der Schrittweise gezeigt wird, wie aus ersten Skizzen, bis hin zur Computerbearbeitung eine fertige Animation entsteht. Und zu guter Letzt kann man sich noch den amerikanischen Kinotrailer ansehen. Die Collectors Box enthält zusätzlich noch ein dickes Artbook, welches Produktionskizzen zu den Charakteren und Maschinen beinhaltet, einen kurzen Manga zu Steamboy in japanischer Sprachfassung mit einem zusätzlichen kleinen Übersetzungsheftchen und einer kleinen Postkarten-Sammlung mit schönen Artworks zu Steamboy. Synchronisation: Die Synchronisation ist unheimlich gut geworden. Unter anderem sind Christian Tramitz (Saber Rider, Findet Nemo, etc.) und Thomas Fritsch, der 2002 als bester deutscher Synchronsprecher ausgezeichnet wurde, als Synchronisatoren mit dabei. Fazit: Steamboy ist sowohl für Kinder, denen vermittelt wird, dass man an seine Träume glauben soll und auf das Gute vertrauen muss, als auch für Erwachsene, die sich an dem tieferen Sinn von „Steamboy" bereichern, ein gelungenes Meisterwerk. Die Collectors Box ist ziemlich cool gemacht, allein schon wegen der stabilen Pappbox und der Tatsache, dass sie limitiert ist. Aber mir persönlich hätten die Extras auf der Doppel-DVD schon gereicht. Sollte man also kein großer Fan von Extras wie Postkarten, Skizzenartbook und Mini-Manga auf Japanisch sein, sollte man lieber zu der Doppel-DVD von Steamboy greifen, die ebenfalls viele, interessante Extras bietet.
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