Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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46 von 50 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
nomen est omen, 28. Mai 2005
Sicherlich eins der schönsten Spätwerke des Meisters - selten hat man auf einem Album soviele unterschiedliche Facetten seiner Stimme genießen können, selten auch war er so entspannt souverän.
Die Stücke im Einzelnen:
,Stranded' erinnert ein wenig an die Stimmung auf ,Poetic Champions Compose' . Es feiert die Freiheit des vom Alltag nicht mehr Geforderten. Der Mystiker überlässt sich der Erfahrung von Zeitlosigkeit, wahre Soul-Musik: Die Pianotöne perlen , das Saxophon tanzt leicht und entspannt. Der Blick ist aufs Meer gerichtet, die Berge im Rücken - sie müssen nicht mehr bestiegen werden, Auch Van muss wahrlich nichts mehr beweisen - Er hat es einfach.
,Celtic New year' hätte auf ,Avalon Sunset' einen ehrenvollen Platz gefunden. Sehnsucht, die abwesende Liebe wieder zu treffen, am besten im Altweibersommer (Indian Summer klingt eigentlich viel schöner!). Die satten Geigen leiten einen der magischen Dialoge zwischen Vans unverwechselbarer E-Gitarre und seiner Stimme ein; man erinnert sich an ,Take me back'. Irische Pipes am Schluss - ganz so wie ich ihn liebe.
Zurück im Leben, im Alltag: Keep mediocrity at bay und Evening train zeigen, dass der Kampf um alltägliche Kleinigkeiten nicht aufgegeben wird. Rhythm-and-Blues zunächst entspannt, dann als Up-Tempo-Nummer lassen die Mundharmonika im ersten. die Bläser im zweiten Stück sprechen.
Am Ende ist es wieder der Signalton der Bahn, the lonesome whistle, ein Hank-Williams-Zitat, der schöne Melacholie vermittelt. ,This love of mine' lässt es im Stile eines Sinatra swingen. ,I'm confessin'' , ebenfalls eine Cover-Version, vermittelt entspanntes Wohlbefinden. Van schwelgt in repetitiven Phrasen.
Just like Greta ist ein wunderbar melancholisches Stück, ein in irischen Klängen mündender Ohrwurm mit zarten bis sattenStreichern.
Gypsy in my soul , absolut meisterlich gesungen, erinnert stellenweise an den alten Van, der diesmal zur akustischen Gitarre scattet. Lonely and Blue - ein Ohrwurm - am Ende im Stile Satchmos - einfach grandios.
Gibt es noch eine Steigerung? Ja! Es folgt eine Art Rondo, The lion this time, eine irische Weise, die im leicht beschleunigten Tempo dargeboten wird - da ist sie wieder, die alte Gänsehaut!
Dann lässt mit Magic Time Cyprus Avenue musikalisch und thematisch grüßen, das Glück der alten Tage wird beschworen. Days-like-this-Stimmung in They sold me out: Wieder einmal beklagt er die Geschäftemacherei im Showbusiness,
Carry on regardless: Das Fazit: Man muss ja weitermachen, immer wieder neu anfangen,
den Kulturmüll im TV kann man ja links liegen lassen. Van zelebriert seine Vorliebe für das Herausbellen einsilbiger Wörter, nicht ohne ironische Jodler spielt er mit Varianten seiner Stimmtechnik, Lachen am Ende, kein Wunder,denn das beste Album seit langer Zeit ist gelungen!
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28 von 32 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Wie alter Kognak..., 22. August 2005
Van Morrison bleibt sich auch auf seinem neusten Album "Magic Time" selber treu -- und stellt gleichzitig einen weiteren Meilenstein auf. Wer ihm vorwirft, "immer gleich" zu klingen, der hat vielleicht recht, wenn es um seinen ganz besonderen Gesangsstil geht, muss sich aber ansonsten selber etwas vorwerfen lassen, nämlich nicht richtig hingehört zu haben. In "Magic Time" zeigt sich nämlich zum x-ten Mal, welch ein musikalisches Spektrum der Altmeister drauf hat, ohne dass man irgendwelche Bemühtheiten heraushören könnte: Unprätentiöse Soulballaden à la Morrison (Stranded, Celtic New Year, Just Like Greta Garbo, Magic Time), die von einem verhaltenen Anfang zu immer neuen Highlights hochimprovisiert werden und stellenweise an die legendären Alben "Astral Weeks" und "Avalon Sunset" erinnern -- aber mitnichten handelt es sich hier um faden Abklatsch; nur die die ein wenig "glatten" Streicherarrangements stören ein wenig. Oder ungebremsten Rhythm'n Blues vom Allerfeinsten (Keep Mediocrity at Bay, Evening Train), oder Swing-Anleihen (Keep This Love of Mine). Oder waschechter, "irisch" angehauchter Morrison-Soul (Gipsy in My Soul, They Sold Me Out), oder das etwas schwächer beginnende "Lonely and Blue", das in einer gekonnten Louis-Amstrong-Hommage gipfelt... Oder ein Filetstück des Folk, "The Lion This Time"... Oderoderoder. Es ist schier unmöglich, auf Morrisons Musik Etiketten zu kleben. Fest steht nur: Auch dieses Album ist wieder ein Meisterwerk, das mit jedem neuen Hören gewinnt, das man locker zehnmal hintereinander anhören kann, ohne sich zu langweilen.
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12 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Typisch Van, daher gut, 19. August 2005
Magic Time ist ein für Van Morrison typisches und solides Album, aber dennoch eines der besseren,da bluesig-balladige Songs, die Stärke Van's, das Album dominieren, diese aber nicht wie bei anderen Morrison-Alben ins poppige Milieu abgleiten. Das Album zeichnet sich durch teilweise schöne Melodien, gekonntes und sauberes Instrumentalspiel und natürlich Van Morrisons unnachahmlichen Gesang aus. Das Album bietet bluesige Balladen (Stranded, Celtic New Year, Just like Greta Garbo, Gypsy in my soul, The Lion this time, Magic Time, They sold me out), schnelleren und fetzigeren Rhythm 'n Blues, der Laune macht (Keep Mediocrity in bay, Evening train, Carry on regardless) und zwei Jazznummern (This love of mine, Lonely and blue). Alle Songs sind simpel, aber schön mit einfacher instrumentaler Besetzung ohne den großen genialen Ausreisser, aber kontinuierlich gut. Es ist kein Song dabei, der abfällt. Meine persönlichen Favoriten sind die eher die balladigen, bluesig angehauchten Sranded, Celtic New Year, Just like Greta Garbo und Gypsy in my soul sowie die Songzeile They sold me out. Auch wenn diese Slow-Rkc-Blues-Balladen Van's Aushängeschild sind, erscheint das Album vielleicht manchmal etwas zu langsam. Es geht zu wenig mal die Post ab wie bei Keep mediocrity at bay. Aber es ist dennoch ein besseres Van Morrison Album, das für jeden Van Morrison-Fan ein genuss ist und auch andere überzeugen dürfte.
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