Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Die Sonnenstrahlen im Herbst., 27. Februar 2009
Nachdem Weezer für (die meiner Meinung nach völlig unterschätzte) Maladroit ordentlich Kritik schlucken mussten, entschlossen sich die Mannen um Rivers Cuomo wieder etwas poppiger zu werden und damit in gewohntere Gefilde zurückzukehren. Eigentlich die gleiche Geschichte wie beim grünen Album nach Pinkerton. Allerdings (und das ist der große Unterschied zwischen der grünen und Make Believe) agieren Weezer hier vielseitiger, lassen in ihren fetten Gitarrensound vielmehr Keyboards und sogar Synthesizer einfließen. Nicht selten hört sich da manches verdächtig nach 80er-Pop an, aber da Weezers Musik sowieso immer mit einem Augenzwinkern versehen ist, stört das nicht sonderlich. Manche Lieder haben gerade deswegen Hitpotential, nur wird dieses Potential selten voll ausgeschöpft. So kommt es das sich auf Make Believe jede Menge gute Songs finden, allerdings nur wenige die das Prädikat "Sehr Gut" verdient haben. Songs die dieses Prädikat auf jeden Fall verdienen sind "Hold Me" und "Freak Me Out".
Insgesamt hat das Album nicht den sonnigen Charakter, wie alle Vorgänger, sondern ist recht depressiv gehalten (und bei ner Spaß-Band wie Weezer will das was heißen), dennoch darf der ein oder andere heitere Song wie "Beverly Hills" natürlich nicht fehlen.
Fazit: Seit diesem Album sind Weezer nun auch von den Arrangements (Keyboards, Synths) her als Pop-Band zu sehen. Das das nicht schlecht sein muss beweisen sie hier. Weezer bleibt eben irgendwie Weezer, selbst bei Veränderungen. Auch wenn Make Believe durch den poppigen Sound mit Sicherheit nicht zu den stärksten Alben der Band gehört, ist es eine gute Weezer-Platte.
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Immer wenn du denkst, es geht nichts mehr..., 10. Mai 2005
...kommt ein neues Weezer-Album her. Wohl keiner sonst (naja, vielleicht von Eels-Chef Mark Everett abgesehen) schafft es, wie Weezer-Frontmann Rivers Cuomo persönliche Probleme derart fruchtbringend und künstlerisch erfolgreich zu verwerten. Drei Jahre hat man auf "Make Believe" warten müssen, in denen sich Herr Cuomo von Selbstzweifeln geplagt lieber an der Uni einschrieb als seine Band weiterzubringen. Nun ist aber wieder Weezer-Time angesagt - mit Macht. Cuomo ist mittlerweile knappe 35, schreibt aber immer noch Songs wie mit 25. Die spielerische Leichtigkeit und Unbeschwertheit aus Tagen gewisser "Blauer Alben" ist mittlerweile natürlich vorbei, so viel wird beim Anhören von "Make Believe" klar. Auch die flockigen Sommersongs des "Grünen Albums" sind Geschichte. "Make Believe" zeigt Cuomo mal wieder von seiner introvertierten Seite: In den Lyrics sind nicht selten Minderwertigkeitskomplexe, Reue über verpasste Chancen und der Wunsch, geliebt zu werden, angesagt - von "How did things get so bad" (This Is Such A Pity) über "Why don't you come home to me" (Hold Me) bis hin zu "Sometimes my best wasn't good enough for you" (Pardon Me) und "I want to help you / But I don't know how" (The Other Way) ist alles dabei. Klingt furchtbar depressiv? Aber nicht doch. Cuomo weiß halt genau, wie es geht. Ehrliche Lyrics für die Stunden stiller Melancholie, die wir alle verleben, verpackt in charmantesten Indierock, das kann niemand so gut wie der Rivers. Im großen und ganzen erscheint "Make Believe" wie eine Kreuzung aus "Pinkerton" (stark introspektive Texte) und dem "Green Album" (musikalisch hochklassig und weit homogener als "Maladroit"). Weezer sind Profis und so hört sich das auch an: Makelloser Indierock, teilweise mit genialen Melodien und souveränen Zweistimmenrefrains. Ab und zu zaubert Rivers gar zum Schneuzen schöne Riffs aus seiner Gitarre (etwa in "Hold Me"). Wer bisher nur den soliden Gassenhauer "Beverly Hills" kennt, dem sei gesagt, dass der als einzige wirkliche Fun-Mitklatsch-Nummer ganz untypisch für "Make Believe" ist. Ansonsten wird's mal new-wave-mäßig ("This Is Such A Pity"), mal balladesk ("Hold Me", "Freak Me Out") und mal auch verhalten poppig ("Peace", "Perfect Situation"). Totalausfälle gibt es meiner Meinung nach nur einen, nämlich "We Are All On Drugs", das verflucht an den auf "Maladroit" gerne gepflegten 08/15-Schraddelrock erinnert. Der Rest ist über jeden Zweifel erhaben, hat mit "Hold Me" und "The Other Way" zwei wirklich wunderschöne schmerzlich-süße Indie-Songs vorzuweisen (die einem Vergleich mit "O Girlfriend" und "December" durchaus standhalten) und des weiteren eben das, wofür man Weezer kennt und schätzt: Zündende Melodien, griffige Arrangements und den kleinen Schwenk in Richtung Melodramatik, der sie aus der Masse heraushebt. Thank you, Mr. Cuomo.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Anders..., 10. August 2006
... aber doch nicht schlechter! Make Believe ist mein "Blue Album". War ich für das noch zu jung als es raus kam, traf "Make Believe" mich genau zum richtigen Zeitpunkt mit absolut genialen und eingängigen Songs.
Alles überragend für mich dabei "Perfect Situation" (habt ihr das Video gesehen? einfach genial!) der Song blieb mir über Wochen hinweg im Kopf hängen, und das obwohl so viel Text gar nich bei is?
Aber auch der Rest der Songs ist ertaunlich anders im Vergleich zu den Bands die man hierzulande so kennt. Es ist eben einfach Weezer, und es ist genial, zumindest in meinen Augen und Ohren.
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