Aus der Amazon.de Redaktion
Auf dem weltberühmten Elektronik-Label Warp Records sind Maximo Park mit ihrem fulminanten Debüt
A Certain Trigger die ersten richtigen Exoten. Wo Mates wie Autechre, Aphex Twin, Squarepusher, Plaid oder LFO das digitale Equipment zum Rauchen bringen, da rocken die zwischen 2003 und 2004 gegründeten Newcomer auf ihren Keyboards und Gitarren und beschwören dabei den Geist von Punk und New Wave. Maximo Park kommen nicht aus St. Petersburg sondern Newcastle, wo sie sich kennen lernten, wo ihre Songs entstehen. "Wir schreiben Lieder über das Leben und haben kein Interesse, unsere Existenz zu mythologisieren", sagt das Quintett. Es klingt glaubwürdig, so glaubwürdig wie ihre unglaublich schnittigen, auf den Punkt gebrachten, meist sehr flotten Songs. Hoffentlich geht das nicht alles zu schnell, denn nach einer selbstproduziertem, mittlerweile unbezahlbaren Vinyl-Single
Graffiti / Going Missing wurde die Band von Warp entdeckt, und der typisch englische Hype ging los. Der hat ja schon viele Bands verbrannt, aber Maximo Park scheinen trotz dieses überragenden Debüts gewappnet, dem Irrsinn des Rock & Roll zu trotzen. Auch, weil Newcastle nicht wie Manchester, Glasgow oder London im Dauerfokus der Medien steht und über keine richtige Szene verfügt. Auch passen die fünf Jungs nicht zur Gitarrenmania, die Gruppen wie Strokes, Franz Ferdinand, Killers, Libertines oder Mando Diao auslösten oder am Kochen halten. Der Gitarren-Pop von Maximo Park klingen so knallhart englisch, so sehr nach allerbesten Undertones und jungen Pulp, dass John Peel seine Freude gehabt hätte. 13 Songs, 13 Hits -- das gibt es nicht jeden Tag.
--Sven Niechziol
Seit letzten Winter werden Maximo Park als Nachfolger von Franz Ferdinand angekündigt. Angesichs des Debütalbums kann man einfach nicht anders, als beim Hype mitzuheulen - und zwar noch lauter als damals bei Franz Ferdinand. The Jam treffen auf Pulp treffen auf The Smiths treffen auf die Energie der Strokes: Jeder der 13 Songs ist - ehrlich - eine potentielle Hit-Single. Wo nehmen die bloß all diese Melodien her? Und wer die verschachtelten Texte von Sänger Paul Smith über Kleinstadtenge und unerwiderte Liebe hört, möchte wieder Teenager sein. Ein einzelnes Stück sollte man eigentlich gar nicht hervorheben, doch eins muss doch genannt werden: ãAcrobat". Wer es einmal gehört hat, will unter der Dusche nie wieder einen anderen Refrain singen. Ehrlich. (cs)