Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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15 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Weiterentwicklung nicht mehr möglich, 12. Juli 2005
Bitte nicht falsch verstehen, ich bin im normalen Leben ein wirklicher Fan dieser Band, ich genieße es, mir die vier Vorgängeralben regelmäßig anzuhören, umso enttäuschter war ich, als ich Geisterfaust nach dem ersten Durchlauf wieder aus dem CD Player nehmen musste. Ich hatte im Vergleich zu den Vorgängern quasi nichts gefühlt. Die dichten Klangteppiche, die langsam über einen kommen, einen umschlingen und mitreißen sind größtenteils verschwunden. Dieser Eindruck wurde leider auch nach mehrmaligem Hören nicht besser. Die musikalische Ausrichtung ist tatsächlich noch langsamer als auf den beiden direkten Vorgängern, die Noten scheinen jedoch Jazz-typisch noch weniger zusammenzuhängen, wodurch meiner Ansicht nach verhindert wird, dass der Hörer sich in diese Scheibe "einleben" kann. Ich möchte nicht von belanglosem Jazzgeplänkel sprechen, ich verwende diese harten Worte allerdings trotzdem einmal, da sich von dieser CD eigentlich kein Part im Ohr festsetzt und einen zwingt, sie gleich nochmal zu hören. Alles plätschert seicht am Hörer vorbei. Unterm Strich ist diese Art von Musik aber natürlich trotzdem innovativ, auch schwer zu spielen und zu schreiben und weiterhin mutig zu veröffentlichen. Ich werde die Band auch bei ihrem weiteren Schaffen beobachten und möchte nur allen ans Herz legen, es auch zu tun, denn die Musik bleibt, egal ob dieses Album nun stärker oder schwächer ist, ganz sicher etwas Besonderes.
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10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Gut, aber etwas knapp., 4. Mai 2005
Nach 2 1/2 Jahren endlich wieder eine neue CD von der Gruppe, die ich in den letzten Jahren wirklich schätzen gelernt habe. Aufmerksam wurde ich auf "Bohren & Der Club Of Gore", wie wahrscheinlich viele andere auch, duch das Album "Sunset Mission" aus dem Jahr 2000. Dieses Album begeisterte selbst Teile des Mainstreams. Das Video zu "Prowler", dem ersten Stück dieses Albums, gewann sogar einen Medienpreis. Das Nachfolgewerk "Black Earth" von 2002 war da schon etwas düsterer und trockener, aber auch beeindruckend. Die neue CD "Geisterfaust" ist anders als diese Alben, aber auch nichts Neues, wenn man das Album "Midnight Radio" von 1995 kennt. "Geisterfaust" ist vom Tempo und von der Melodramatik her diesem Album sehr ähnlich, stellenweise könnte man meinen eine gelungene Mischung aus "Midnight Radio" (vor allem vom Tempo her) und "Black Earth" (von der Thematik her) zu hören. Der Eindruck entsteht nicht zuletzt dadurch, dass beim neuen Bohren-Album das Saxophon fast keine Rolle spielt. So gibt es das Saxophon auf der "Midnight Radio" ebenfalls nicht. Das Album "Geisterfaust" wird alle freuen, die auch mit "Midnight Radio" etwas anfangen können. Allerdings gibt es im Grunde keine Innovationen (muss es ja auch nicht immer geben) und auch keine Besonderheiten auf diesem Album, was thematisch und auch vom Inhalt her nach 2 1/2 Jahren Abstinenz etwas wenig ist und mich dann doch etwas enttäuscht hat (daher nur 4 Sterne). Ansonsten bleiben sich "Bohren & Der Club Of Gore" wirklich treu. Allerdings werden Menschen, die sich im ganz speziellen "Bohren-Musik-Kosmos" noch nicht wirklich heimisch fühlen, und auch nur ein paar Stück von der "Sunset Mission" als ganz OK empfinden, mit diesem Album nicht glücklich werden. Das ist ganz spezielle Musik für ganz spezielle Menschen in besonderen Momenten. Nichts um morgens wach zu werden, mit der Freundin zu schmusen oder sich für die nächste Prüfung zu motivieren. Aber dafür war diese Musik auch bisher nicht bestimmt.
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19 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Langsam, langsamer, Bohren!, 31. Oktober 2005
Wer den schnellen musikalischen Kick sucht, ist bei Bohren & der Club of Gore so falsch wie ein Vegetarier im Schlachthaus. Das war schon bei den Vorgängeralben so und ist hier nicht anders. Der Bohren-typische Zeitlupensound wird auf "Geisterfaust" noch weiter eingebremst und schrammt dabei nur ganz knapp an der Grenze zum absoluten Stillstand vorbei. Zwischen die einzelnen Töne passen ganze Welten voller Angst, Trauer und Verzweiflung, aber auch Lichtblicke, die vor Freude und Hoffnung nur so strahlen. Für Leute mit kränkelnder Psyche gilt also: Einmal Bohren hören und vom Hochhaus springen! Bei allen anderen hinterlässt "Geisterfaust" das Gefühl tiefer innerer Zufriedenheit. Dass so eine Platte aber ohnehin Opfer vom Hörer fordert ist klar, denn nur wer bereit ist Hektik und Ungeduld außen vor zu lassen, wird mit einer Achterbahnfahrt durch die eigene Seele belohnt.
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