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Ein breites Spektrum Schwarzer Musik von 1974 bis 2004 plus einmal Siebziger-Jahre-Pop beziehungsweise brasilianische Sounds -- so präsentiert sich dieser coole Soundtrack zu einem uncoolen Film!
Die Fortsetzung der gelungenen Hollywood-Satire Schnappt Shorty (1995) wurde mit Spannung erwartet. Doch die Komödie über die Musikindustrie, bei der F. Gary Gray (The Italian Job) Regie führte, entpuppte sich als "einzige Enttäuschung" (Cinema). "Es ist ein Haufen zusammenhangsloser, unwitziger Szenen über eine kriminelle Branche, den nicht mal Uma Thurman, John Travolta, Harvey Keitel veredeln kann" (Brigitte, 08/2005).
Um den Soundtrack zum misslungenen Film ist es dagegen besser bestellt. Er beinhaltet eine schlüssige Mischung aus alten und neue(re)n Liedern. Auf der einen Seite sind das Oldies von Earth, Wind & Fire (Fantasy), Kool & The Gang (Hollywood Swinging) oder James Brown (The Boss), auf der anderen Seite steht aktuelles Material von Baby Bash (Suga Suga im Reggae-Remix!) oder den Black Eyed Peas (Sexy aus der CD Elephunk). Dazu gibt es zweimal frischen Stoff der in Europa 2001 durch ihren Hit AM To PM bekannt gewordenen R'n'B-Vocalistin Christina Milian, die in Be Cool die talentierte Barsängerin Linda Moon verkörpert.
Eine gewichtige Rolle in dem 114-minütigen Streifen spielt Dwayne "The Rock" Johnson (The Scorpion King). Amerikas beliebtester Wrestler stellt einen schwulen Bodyguard dar und ist auf dem Album mit dem Country-Track You Ain't Woman Enough auch als Vocalist vertreten. Ebenfalls erwähnenswert: Der True-School-HipHop von Planet Asia featuring Kurupt!
Zwei Interpreten lassen besonders aufhorchen: Einerseits ist das der amerikanische Sänger/Songwriter/Gitarrist William DeVaughan. Seine fantastische Tenorstimme bei dem relaxed-groovenden Hit Be Thankful For What You Got aus dem Jahr 1974 bescherte ihm zurecht Vergleiche mit Curtis Mayfield (Keep On Pushing, People Get Ready, Superfly)! Andererseits: Die brasilianische Sängerin Elis Regina (1945 - 1982), welche den coolen, jazzgetönten Bossa Nova aus Südamerika in einer etwas raueren Version serviert. Nicht zu vergessen: Cool Chili, der funky Latinojazz-Auszug aus dem Score von John Powell (Robots, Shrek, Chicken Run).
Alle vierzehn Tracks zusammen ergeben 54 Minuten lang einen stimmigen Sampler, der dank seiner Zusammenstellung gute Unterhaltung gewährleistet. Thomas Hammerl