Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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22 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Top of the world, Ma, 4. Dezember 2005
Von Ein Kunde
Nach langjähriger Abstinenz als Gangsterdarsteller kehrte James Cagney 1949 mit diesem Film auf die große Leinwand zurück und lieferte das, was man vom ihm erwarten konnte: Erstklassige Schauspielkunst (method acting), bei der jede Handbewegung und jedes Augenbrauenzucken sitzt. Die Rolle des Gangsters Cody Jarett mit Mutterkomplex und Kopfschmerzattacken ist ihm allerdings auch auf den Leib geschneidert. So wie Jarett Leute, die ihm in die Quere kommen, einfach aus dem Weg räumt, so marschiert Cagney unter Starkstrom durch diesen Film.
"White Heat" (Originaltitel) definiert das Genre des Gangsterfilms neu. Es ist mehr Polizeifilm als Gangsterfilm. Während in den Streifen der dreißiger Jahre Polizisten größtenteils als blauuniformierte Schießbudenfiguren auftraten, wird hier die Arbeit der Polizei genauer beleuchtet. Die Polizei kommt immer einen Schritt zu spät, ehe gegen Ende die Fäden zusammenlaufen. Am Ende jagt sich Cagney mit einem Öltankzug selber in die Luft und schreit den berühmten Satz: Made it, Ma, top of the world!
"White Heat" gehört zu den besten Filmen Cagneys.
Die DVD liefert Kinotrailer und eine Dokumentation, wo Regisseure wie Martin Scorsese zu Wort kommen.
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
5 Sterne aus folgenden Gründen..., 4. Dezember 2006
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Das Bild vom Gangstertum bzw. der amerikanische Gesellschaft in diesem Film gänzlich anders als erwartet gezeigt wird (ein neurotischer und vorallem menschlicher Hauptcharakter, seine smarte Gangstermutter, die eine ganz besondere Beziehung zu ihrem Sohn pflegt, die Frau an der Seite des Gangsters, die zwar wunderschön ist, aber total ungeniert beim Schnarchen gezeigt wird etc.)
James Cagney in seiner Rolle aufzugehen scheint und einen unverwechselbar energischen, verzweifelten und doch auch menschlichen Hauptcharakter mimt
Die DVD wirklich beherzt gemacht ist. Inklusive Hintergrund-Featuerette (die kein reines PR-Werk darstellt), Audiokommentar (mit seriösen Infos eines Filmhistorikers), dem obligatorischen Trailer, eines Cartoos, einer Wochenschau und und und. Also wirklich vorbildlich.
Und zum Schluss noch: Besonders ist dieser Film/diese DVD für die Leute zu empfehlen, die glauben (so wie ich zugegebenermaßen auch, ganz früher natürlich), dass sich Figuren in Filmen aus der dieser, damaligen Zeit, moralisch und gesellschaftlich immer so hölzern und überromantisiert verhalten, wie Scarlett O'hara in "Vom Winde verweht".
Dieser Film schafft hierfür Aufklärung. Und zwar wie tough, wie gnadenlos hart gewisse Figuren von damals in Filmen von damals auf der Leinwand verkörpert und gezeichnet wurden (und ganz besonders im Falle von James Cagney).
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8 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
"Kommt und holt mich!", 29. September 2006
James Cagney spielt hier in unglaublich genialer Weise den Gangster Cody Jarrett, einerseits ein brutaler und skrupelloser Mensch, der jederzeit bereit ist, einen Komplizen zu eleminieren, wenn es der Sache dient. Andererseits ein einsamer, psychisch labiler Typ, der seine Mutter verehrt. Auf jeden Fall hat er eine Menge krimineller Energie und die Kraft und Cleverness, sie erfolgreich umzusetzen.
Die ganze Inszenierung des Films ist sehr gelungen und spannend, der Showdown in der Raffinerie findet vor beachtlicher Kulisse statt.
Aus heutiger Sicht ärgerlich ist das Ende des Films. Man liess den Film nach dem bombastischen Abgang Codys nicht einfach enden, nein, einer der Polizisten muss ja noch einen abfälligen Spruch loslassen, damit ja nicht Zweifel entstehen könnten, wer jetzt eigentlich der Gute und wer der Böse sein könnte.
Das ist beispielhaft für ein Problem dieses Films. Die Seite der Polizisten wirkt heute wie eine Gruppe arroganter, biederer und gefühlloser Cowboys, die zu keinem Zeitpunkt mehr in den Gangstern zu sehen scheinen als törichte Kinder. Das macht sie ungeheuer unsympathisch im Vergleich zu den Mitgliedern von Codys Gang (Codys Mutter - unnachahmlich), die durchweg aus Charakteren mit Persönlichkeit und Humor besteht.
Damals sollten wohl die Polizisten als Vorbilder dienen, aber heute fiebert man mit Cody. Mir kommt er fast eher wie ein Rebell gegen diese spießige Gesellschaft vor, die scheinbar nur von stupiden Pflichterfüllern bevölkert wird.
Top o' the world, Ma!
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