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Chicago - Engel mit schmutzigen Gesichtern
 
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Chicago - Engel mit schmutzigen Gesichtern

DVD ~ James Cagney
4.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Darsteller: James Cagney, Pat O'Brien, Humphrey Bogart
  • Regisseur(e): Michael Curtiz
  • Komponist: Max Steiner
  • Format: Dolby, HiFi Sound, PAL
  • Sprache: Deutsch (Dolby Digital 1.0), Englisch (Dolby Digital 1.0), Spanisch (Dolby Digital 1.0)
  • Untertitel: Deutsch, Englisch, Spanisch, Portugiesisch, Dänisch, Finnisch, Schwedisch, Tschechisch, Kroatisch, Griechisch, Ungarisch, Türkisch, Isländisch
  • Region: Region 2
  • Bildseitenformat: 4:3 - 1.33:1
  • FSK: Freigegeben ab 16 Jahren
  • Studio: Warner Home Video - DVD
  • Erscheinungstermin: 25. Februar 2005
  • Produktionsjahr: 1938
  • Spieldauer: 93 Minuten
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
  • ASIN: B000790M84
  • Amazon.de Verkaufsrang: Nr. 21.797 in DVD & Blu-ray (Die Bestseller DVD & Blu-ray)

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    Nr. 5 in  DVD & Blu-ray > Klassiker > Schauspieler > James Cagney
    Nr. 13 in  DVD & Blu-ray > Klassiker > Schauspieler > Humphrey Bogart

Rezensionen

Kurzbeschreibung

"The dramatic story of a Brooklyn gangster who is the hero of the youngsters from the slums, but for their sake he fakes cowardice when faced with the death penalty."


Produktbeschreibungen

Warner Home Chicago - Engel mit schmutzigen Gesichtern, USK/FSK: 12+ VÃ-Datum: 24.02.05

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25 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen 1938 gedreht und besser als das meiste von heute, 25. Juli 2005
Handlung (ohne alle Nebenplots zu verraten):
Als Jugendliche schlagen Jerry Connelly (Pat O'Brien) und Rocky Sullivan (James Cagney) ein wenig über die Stränge. Doch eines Tages kann letzterer nicht schnell genug laufen und landet im Jugendarrest. Etliche Haftstrafen und 15 Jahre später zum Berufsverbrecher geworden kehrt er in die Slums seiner Kindheit zurück und trifft dort zur Freude Beider auf Jerry, der inzwischen als Priester tätig ist und die Sozialarbeiterin Laury Ferguson (Ann Sheridan).
Jeder auf seine Art kümmern sich die drei dort um einige verwahrloste Jugendliche, die Laura und Jerry respektieren, aber Rocky wegen seinem Werdegang und Erfolg zu ihrem persönlichen Helden idealisieren.
Das Rocky weiterhin seinen krummen Geschäften nachgeht und sich dabei erfolgreich mit Chicagos korrupter Polizei, sowie den Gangsterbossen Mac Keefer (George Bancroft) und Jim Frazier (Humphrey Bogart) anlegt nimmt Jerry zähneknirschend zur Kenntnis, doch das er dabei mehr und mehr die Jugendlichen für sich einspannt kann er nicht akzeptieren und erklärt Chicagos Unterwelt - inklusive Rocky - den Krieg.
Kurz darauf landet Rocky in der Todeszelle - doch Jerry hat einen letzten großen Wunsch an ihn.

State:
1938 drehte Regisseur Michael Curtiz (Casablanca) dieses sozialkritische Action-Drama, das sich in keiner Hinsicht vor heutigen Filmen verstecken muss, etliche davon in den Bereichen Spannungsbogen, Handlung, Action und Darsteller bis heute locker toppt.
Allein die Szenen, in denen Jerry erfolglos versucht die Slumkids zum fairen Basketballspiel zu animieren, Rocky dagegen unter Einsatz cleverer Gewalt dieses Ziel erreichen kann, sind wirklich sehenswert. Überhaupt sind die sechs Slumkids darstellerisch und inhaltlich sehr wichtig für den Plot, gefallen in all ihren Sequenzen wirklich gut. Für sie sind nun einmal Gewalt und Verbrechen die einzigen Wege sich in ihrem sozialen Elend zu behaupten - und Rockys Werdegang ist in ihrer Situation nun einmal eine echte Zukunftsperspektive. So springt die Handlung sehr geschickt zwischen ihren kleinkriminellen Tätigkeiten und Rockys Schießereien und lässt dabei erahnen, was aus den Jungs einmal werden wird.
Doch der von Cagney verkörperte Gangster kann tatsächlich als eine echte Identifikationsfigur durchgehen. Charismatisch, planungssicher und vorausschauend legt er sich in einem knallharten Alleingang mit einer großen Verbrecherorganisation an, nutzt extreme Gewalt wo nötig, clevere Verhandlung wo möglich, verfolgt gradlinig und mutig seine Ziele, und bleibt dabei bis in den Tod loyal gegenüber seinem besten Freund.
In der Summe ein bis heute wirklich sehenswerter Top-Film aus der Glanzzeit Hollywoods.
Noch dazu mit einem überragenden James Cagney und den ebenfalls bravourös agierenden "Dead End Kids". Doch auch die übrigen Hauptdarsteller lassen keine Wünsche offen.

Die DVD:
Das schwarz/weiß (Voll)bild im Format 4:3 weist leichte altersbedingte Schwächen auf, ist aber - mit Altersbonus - durchaus als Gut zu bezeichnen. Der geneigte Filmfan schaue sich (nicht nur) zum Vergleich mal "Das Totenschiff" aus dem Jahre 1959 an.
Der Ton liegt in Deutsch, Englisch und Spanisch in DD 1.0 vor - bei 5.1 Systemen kommt der Ton also nur aus dem Center. Natürlich alle keine Highlights, empfinde ich im direkten Vergleich die deutsche Tonspur noch am gelungensten, denn sie weist am wenigsten Hintergrundrauschen auf.
Unkolorierte Untertitel für HG gibt's in Deutsch und Englisch - "normale" UT in 14 Sprachen, wobei ich auf Anhieb keine Unterschiede zwischen HG und Normal feststellen konnte.
An Extras - die bis auf den Audiokommentar alle mit deutschen UT versehen sind - werden wir wirklich reich bedient:
--- sehr informativer Audiokommentar (DD2.0) von Filmhistoriker Dana Polan
--- Erläuternde, aufschlussreiche Einleitung von Leonard Maltin (4:13 Min.)
--- sehr interessante Dokumentation zum Film (22:15 Min.)
--- Ausschnitte aus einer zeitgenössischen Wochenschau (2:03 Min.), die sich Mr. Bush einmal anschauen sollte, denn einer seiner Vorgänger sagt dort einige wichtige Worte zum Wert der Bildung in einer Gesellschaft.
--- durchaus gut gemachter und lustiger Musical-Kurzfilm "Out Where the Stars Begin" 1938 (19:12 Min.)
--- lustiger Cartoon mit Schweinchen Dick und Daffy Duck in einer sehr frühen Zeichnungsdarstellung (7:28 Min.)
--- O-Trailer (3:10 Min.)
Die Extras sind tatsächlich derart interessant geraten, dass sie jeder Cineast wirklich anschauen sollte.

Fazit:
Film 5 Sterne - unbedingt sehenswert
DVD 2-3 Sterne (je nach Altersbonus)
Zusatzmaterial 4-5 Sterne

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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Zensur kann ungeahnte kreative Talente befördern, 17. Oktober 2006
Von Tonio Gas - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Von zwei Jugendlichen, die ab und an über die Stränge schlagen, wird einer Gangster, einer Priester. Als Erwachsener treffen sie wieder aufeinander und auf Jugendliche, die genauso sind wie die beiden einst... Mehr soll auch nicht verraten werden über den Inhalt dieses sehr sehenswerten Films. Der Streifen ist einer der besseren der Warner-Brothers-Gangsterfilme. "Besser" heißt in diesem Fall: Schneller Rhythmus, gute schauspielerische Leistungen, für 1938 recht viel Action und dann doch einigermaßen vielschichtige Charaktere. Die gute Extraausstattung und der wirklich einmal hörenswerte Audiokommentar der DVD (leider ohne Untertitel, aber gut verständlich) haben mir insbesondere eines bewußt gemacht: wie genau ins Detail die Zensurauflagen eigentlich gingen. Ich betone das deshalb, weil solche Auflagen einen Film zum Guten oder zum Schlechten wenden können, hier haben sie gezeigt: Zensur kann ungeahnte kreative Talente befördern. Das soll jetzt keine Streitschrift für die Wiedereinführung des Hays Office werden, aber der Regisseur Mike Curtiz (u.a. Robin Hood, Casablanca), der hat sich schon was einfallen lassen... Auffällig oft haben wir z.B. bei den Gewaltszenen Spiegel, Schatten, oder der Film zeigt nur Menschen hinter Milchglastüren etc. Man kann nach dem Audiokommentar vermuten, daß dies gemacht wurde, um die Zensoren zu beruhigen, aber da sieht man mal, wie beschränkt die waren: Die Gewalt wirkt dadurch viel beunruhigender und komischerweise realistischer, als wenn man nur sieht, wie jemand ohne Kunstblut getroffen zusammensackt o.ä. Im Übrigen ist der Film auch um Kreativität bemüht, wenn es mal nicht aus Zensurgründen geschieht. Ein aufwändig eingerichtetes Filmset mit langen Schwenks, bei denen ich-weiß-nicht-wieviele Leute zum richtigen Zeitpunkt das Richtige machen müssen, viele Szenenanfänge mit herausgehobenen Gegenständen oder aus ungewöhnlicher Perspektive, stimmungsvolle Bilder im Gegenlicht, Schattenspiele, schnelle Montagen unter geschickter Einbindung von Zeitungsschlagzeilen (einmal sogar ein Wechsel vom Zeitungsbild zum bewegten Bild, scheinbar ohne Schnitt, sehr gut für 1938), das hebt den Film doch sehr über den Durchschnitt.
Kleine Einschränkungen: 1. Ann Sheridan ist mit einer kleineren Rolle etwas unterfordert, eine wichtige Frauenrolle gibt es eigentlich nicht (das mag man aber goutieren, wenn man sich der Ansicht des Audiokommentators anschließt, die wichtigste Beziehung sei nun mal die zwischen dem Gangster und dem Priester, ohne das jetzt homoerotisch nennen zu wollen) / 2. Das etwas moralinsaure Ende, da hat die Zensur dann doch ein wenig geschadet. Damit im Zusammenhang steht, daß die Charakterisierung der einzelnen Straßenjungs, der "Dead End Kids", hinter den Möglichkeiten zurückbleibt, die etwa in dem Film "Dead End" (USA 1937, Regie: William Wyler) genutzt werden. Dieser ist auch in seinem Fatalismus noch ein wenig eindrücklicher als "Engel mit schmutzigen Gesichtern", bei dem man irgendwie spürt, dass es am Ende noch Hoffnung gibt, weil das einfach so sein musste. Dennoch: Das genügt noch nicht für einen Stern Abzug, es bleibt der Eindruck eines hellwachen, vitalen Streifens auf einer sehr gut ausgestatteten DVD (wenn auch mit kleineren Abstrichen in der Bildqualität). Sehr zu empfehlen!
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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Klassiker des Gangster Genres- wenn auch kein Meilenstein, 20. Juli 2006
Von Frank F. "the_new_doctor_who" (Bochum) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 50 REVIEWER)   
Zum Ende der 30er Jahre war es wahrlich nicht einfach einen Gangsterfilm zu drehen. Vorläufer des PMRC und bibeltreue Christen beobachteten den Markt und beugten einer Glorifizierung der Gangster vor. Maschinenpistolen waren verpönt und der Böse musste auch immer seine gerechte Strafe bekommen. Aus diesem Grunde wurde Angels With Dirty Faces auch eher ein Film der mir erhobenen Zeigefinger aufwartete.
James Cagney gelang es als eher sympatischer Gangster rüber zu kommen und Humphrey Bogart gelang eine gute Interpretation der Rolle des Bösewichts, wenn man seine Leistung auch in keiner Weise mit seinem späteren Glänzen als Morlow vergleichen kann.
Der Klassiker von Michaele Curtiz weißt eine beachtliche Kameraführung auf und einige sehr von der Intensität geprägte Szenen. Allen voran die Schluss-Szene.

Die Story: Rocky Sullivan (James Cagney) und Jerry Connelly (Pat OBrien) wachsen in den Slums auf und absolvieren aus der Armutssituation heraus ihre ersten Straftaten. Eines Tages wird Rocky verhaftet und muss ins Gefängnis, aus dem er als eine Art Märtyrer zurückkehrt. Rocky ist mittlerweile das Vorbild für die Jugendlichen in den Slums, sehr zum Entsetzten seines Jugendfreundes Jerry, der Pfarrer ist. Jerry versucht etwas gegen den kriminellen Drang von Rocky zu tun, somit wird eine ehemalige Freundschaft nicht nur auf die Probe gestellt, sondern ist gewissermaßen zum Scheitern verurteil. Dazu kommt noch Bogard als schmieriger Rechtsanwalt, dessen Part dem Film eine besondere Note aufdrückt.

Qualitativ wird hier ein 4:3 Vollbild geboten und zumindest die deutsche und die englische Tonspur. Der englische Ton weißt ein Kratzen auf, der deutsche Ton wurde wesentlich später in den Studios aufgenommen und ist deshalb auch sauber.
Fazit: Pflichtkauf für Nostalgiker und Cineasten. Vor allem für diesen Preis.
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